14Jun/170

Das SSL Zertifikat

Oft fragt man sich, in welchen Situationen ein SSL Zertifikat wirklich Sinn macht. In diesem Tutorial zeigen wir Ihnen, wann und wo Zertifikate genutzt werden sollten um von Verschlüsselung zu profitieren.

Ein Zertifikat besteht meist aus zwei Teilen, einem privaten und einem öffentlichem Schlüssel.
Um das Verfahren genauer zu verstehen, haben wir folgende Abbildung angefertigt.

 

ssl

Der Client kontaktiert den Server und bietet dem Server seine unterstützten Verschlüsselungsmodi an, am Ende einigen sich beide auf eine Verschlüsselungsart. Nun sendet der Server dem Client den öffentlichen Schlüssel, mit diesem Schlüssel kann der Client seine Daten verschlüsseln.  Startet man nun einen Paketmitschnitt bekommt man nur verschlüsselte Daten. Man benötigt den privaten Schlüssel, um verschlüsselte Daten entschlüsseln zu können, diesen Schlüssel hat nur der Server. Der private Schlüssel darf auf keinen Fall Dritten zugänglich gemacht werden, das birgt ein enormes Sicherheitsrisiko weil jegliche verschlüsselte Daten der Clients entschlüsselt werden können.

Für einen kleinen Test haben wir ein HTML Formular erstellt, in dem man einen Nutzernamen und ein Passwort eingeben kann, eine solche Login-Maske findet man sehr häufig auf Webseiten.

Unser Loginname war: test@contabo.de

Das Passwort war : "unencryptedpassword"

Mit einem gängigen Netzwerktool wurden Pakete mitgeschnitten um den Unterschied deutlich zu machen.

Ohne Verschlüsselung konnten wir mühelos den Nutzernamen und das Passwort in Klartext sehen, theoretisch könnten wir auch nachvollziehen, welche Seiten aufgerufen wurden.

pw_unencrypted

Mit Verschlüsselung konnten wir keinerlei Passwörter, Benutzernamen oder die Seiten, die aufgerufen worden sind, darstellen.
Es zeigt sich uns nur ein Datenpaket, was dieses Paket beinhaltet, kann ohne Entschlüsselung nicht festgestellt werden.
In diesem Fall sollte der Benutzername und das Passwort in folgendem Paket übermittelt worden sein (ganz genau kann man es nicht bestimmen).

pw_encrypted

Um wirklich professionell aufzutreten, sollte man seinen Kunden in jedem Fall eine verschlüsselte Verbindung zur Verfügung stellen, vor allem dann, wenn sensible Daten wie E-Mail Adressen, Benutzernamen, Passwörter oder auch Kreditkarteninformationen eines Kunden übermittelt, verarbeitet und gespeichert werden.

Es gibt natürlich verschiedene Arten von Verschlüsselungen, wir befassen uns hier jedoch nur mit dem Thema der SSL-Zertifikate, die für eine Verschlüsselung benötigt werden. Selbst Verschlüsselungsalgorithmen aus den 90er Jahren bieten einen sehr guten Schutz, hier muss man sich prinzipiell nur bei einem "Finetuning" wirklich Gedanken machen.

 


Das Mysterium der unsicheren Verbindungen wird gelüftet:

Jene, die ein Webinterface (cPanel, Plesk, Webmin etc.) installiert haben, haben sicherlich schon einmal folgende Warnmeldung gesehen:

ssl_err_ger

"Dem Zertifikat wird nicht vertraut, da es vom Aussteller selbst signiert wurde", normalerweise sollte man sich jetzt zweimal überlegen ob man trotzdem die Seite laden möchte, unter Umständen wurde man auf einen anderen Server umgeleitet, in unserem Fall besteht hier keine Gefahr. Die Warnung besagt nur, dass keine öffentliche Institution das Zertifikat unterzeichnet hat. Das Zertifikat an sich hat nichts mit der Stärke der Verschlüsselung zu tun, die Verschlüsselung wird vom Client und Server ausgehandelt.

Es ist natürlich ärgerlich, wenn jeder Kunde eine solche Meldung bekommt - diese Meldung wird oft falsch interpretiert, die Verbindung ist selbstverständlich "sicher" und verschlüsselt.

Abhilfe schafft hier nur ein Zertifikat, welches von einer öffentlichen Institution signiert wurde, die Preise für solche Zertifikate sind meist extrem hoch und übersteigen schnell das Budget. Daher sollte man sich vorher überlegen wie viel Sicherheit man selbst benötigt, bzw. wie viel Sicherheit man seinen Kunden zur Verfügung stellen möchte.

Zertifikate von Institutionen, wie bspw. "Lets Encrypt" sind eine tolle kostenlose Alternative, vor allem wenn man ansonsten unverschlüsselt übertragen würde. Sicherheit für die eigene Website bieten domainvalidierte Zertifikate, welche Sie auch bei uns erwerben können. Diese Art von Zertifikaten ist sehr weit verbreitet, es erfolgt hier eine einfache Prüfung der Domain, das Zertifikat ist dann für diese Domain gültig.

Diese Prüfungen gehen so weit, dass zum Teil notariell beglaubigte Urkunden eingesendet werden müssen, dies nennt man dann "Extended Validation". Ziel ist natürlich immer ein möglichst seriöser Auftritt im Web.

Sobald man sich für ein Zertifikat entschieden hat, egal ob domainvalidiert oder eines mit einer Extended Validation, verschwindet die Warnmeldung und die Website ist fortan für jedermann ohne Warnmeldung erreichbar.

Ebenfalls sehr wichtig ist die Entscheidung, ob man das Zertifikat für eine oder gleich mehrere Domains, bzw. Subdomains benötigt. Ein Wildcard-Zertifikat gilt für eine Vielzahl an Domains, bspw. *.domain.tld, während ein einfaches Zertifikat meist nur für eine Domain gültig ist, z.B. subdomain.domain.tld. Oft wird auch die "www" Subdomain in das Zertifikat integriert, sodass ein Zertifikat durchaus für mehrere Subdomains gültig sein kann. Ein solches Zertifikat, das für mehrere Domains gültig ist, nennt man Multi-Domain-Zertifikat oder auch UCC (Unified Communications Certificate).

Ist die Suche nach dem passenden Zertifikat abgeschlossen und das Zertifikat bestellt, muss lediglich die Konfiguration des Webservers angepasst werden. Anleitungen bekommt man meist von der ausstellenden Institution.

ssl_ok

Wichtig :
Zertifikate bzw. Verschlüsselung spielen nicht nur bei Webservern eine Rolle, Nutzernamen und Passwörter können überall im Klartext abgegriffen werden, egal ob beim Mailversand, FTP Transfer oder sonst einem Dienst. Man sollte möglichst eine verschlüsselte Verbindung vorziehen oder eine unverschlüsselte Verbindung verweigern.

Posted by: Gianni-Donato | Tagged as: , , , , No Comments
2May/170

Plesk Onyx: Jetzt einen Monat gratis bei Contabo

Wir bieten Euch in Kooperation mit unserem Partner Plesk ab sofort die Möglichkeit, das beliebte Administrationspanel Plesk Onyx einen Monat lang vollkommen unverbindlich und kostenlos zu testen. Dieses Angebot ist für alle unsere VPS, exklusiv bei Contabo, verfügbar und für Neubestellungen gültig.

Dabei könnt Ihr frei wählen, welche der drei von uns angebotenen Plesk Onyx – Versionen Ihr mit einem unserer vServer testen möchtet:

Plesk Onyx Web Admin Edition (Preis nach dem Gratismonat: 2,99 € / Monat)
Plesk Onyx Web Pro Edition (Preis nach dem Gratismonat: 4,99 € / Monat)
Plesk Onyx Web Host Edition (Preis nach dem Gratismonat: 8,99 € / Monat)

Seid Ihr nach dem Gratismonat von Plesk überzeugt, braucht Ihr nichts zu unternehmen: Die Lizenz auf Eurem VPS verlängert sich - soweit Ihr sie nicht während des Testzeitraums wieder gekündigt habt - automatisch und wird ab Monat Nr. 2 kostenpflichtig. Den monatlichen Preis findet Ihr in der Übersicht oben.

Als Gold-Partner haben wir eng mit Plesk zusammengearbeitet, um Euch diesen kostenlosen Testmonat exklusiv bei Contabo zu ermöglichen. Zusätzlich bieten wir Euch einen ausgezeichneten Support für Plesk Onyx, kontaktiert bei spezifischen Fragestellungen einfach unseren Kundensupport.

Dieses Angebot ist nur für einen begrenzten Zeitraum gültig. Also: Worauf wartet Ihr noch? Wählt einfach selbst, welche Edition Ihr ausprobieren wollt und bestellt diese zusammen mit einem unserer VPS.

 

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27Apr/170

Neue Betriebssysteme: Ubuntu 17.04 und CentOS 6.9 verfügbar!

Ab sofort könnt Ihr bei uns die neuen Betriebssysteme Ubuntu 17.04 (ersetzt Ubuntu 16.10) sowie CentOS 6.9 (ersetzt CentOS 6.8) bestellen bzw. in Eurem Kundenlogin auf die neuen Versionen updaten.

Kombinierbar ist Ubuntu 17.04 mit Webmin, LAMP, Webmin+LAMP und dem Software Raid 1.

CentOS 6.9 ist neben Webmin, LAMP, Webmin+LAMP sowie dem Software Raid 1 auch mit cPanel und Plesk kompatibel!

Abgesehen von CentOS und Ubuntu bieten wir Euch noch eine Vielzahl weiterer Linux-Distributionen (sowie Windows Server 2012/2016) an. Klickt dazu einfach beim gewünschten (virtuellen) Server auf "Konfigurieren & Bestellen" - die Details dazu findet Ihr auf unserer Homepage!

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31Mar/170

Die Qual der Wahl – Windows oder Linux?

Das Betriebssystem ist das Herzstück eines Servers - entsprechend kann man sich vorstellen, wie wichtig die Wahl eines passenden Betriebssystems ist. Im Serverbereich haben sich zwei Betriebssysteme besonders etabliert: Windows und Linux. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. In dieser kurzen Übersicht möchte ich Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen vorstellen.

 

Kommen wir zunächst zur Stabilität. Während Linux schon immer den Ruf hat, ein äußerst stabiles Serverbetriebssystem zu sein, gilt Windows als eher weniger stabil. Dies mag an veralteten Sichtweisen liegen, denn in der Tat waren ältere Windows-Serverbetriebssysteme wie z.B. Windows 2000 Server etwas eigenwillig. Spätestens seit Windows Server 2008 ist dies jedoch nicht mehr der Fall. Windows Server hat sich in den letzten Jahren zu einem äußerst stabilen Betriebssystem entwickelt - im Hinblick auf die Stabilität nehmen sich Linux und Windows heutzutage nichts mehr.

Der nächste Punkt, den ich ansprechen möchte, ist die Oberfläche, Bedienung und Zugriff, welche wohl die offensichtlichsten Unterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen sind. Unter Windows Server erfolgt der Fernzugriff über das von Microsoft entwickelte Protokoll RDP, das zum Verbindungsaufbau benötigte Programm liefert Windows in jeder Heim- und Serverversion mit.

remotedesktop

Einmal mit dem Server verbunden, öffnet sich eine vertraute Windowsoberfläche, wie Sie sie von Ihren Heimrechnern kennen.

remotedesktop2

Und das ist wohl der größte Vorteil von Windows Server. Er lässt sich über eine grafische Oberfläche administrieren. Egal ob Webserver, DNS-Server oder sonstige Dienste - für alles existiert eine GUI.

 

Anders sieht die Sache bei Linux aus. Während dort Desktopversionen ebenfalls über eine grafische Oberfläche verfügen, wird in Serverversionen zugunsten der Performance zumeist vollständig darauf verzichtet. Auch der Zugriff erfolgt nicht über RDP, sondern über SSH.
Windows-Betriebssysteme verfügen über kein standardmäßig installiertes Programm, welches für eine SSH-Verbindung verwendet werden kann, dementsprechend muss ein solches nachinstalliert werden. Es gibt eine Vielzahl solcher Programme, ein bekanntes und bewährtes Programm ist PuTTY.

putty

Im Gegensatz zu Windows öffnet sich hier kein Desktop, sondern lediglich eine Kommandozeile.

putty2

Die Administration des Servers erfolgt hier ausschließlich über Befehle, die in die Kommandozeile eingetippt werden. Während der geübte Linuxuser die wichtigsten Befehle im Kopf hat, kann dies einen Neueinsteiger zur Verzweiflung bringen, was vor allem in Hinblick auf Sicherheit bzw. Serverabsicherung zu Problemen führen kann.

 

Ein weiterer Punkt, auf den ich hier in dieser kurzen Übersicht eingehen möchte, sind die Kosten. Während die meisten Linux-Distributionen (darunter alle auf unserer Website angebotenen) kostenfrei sind, fallen für Windows Server monatliche Lizenzgebühren an, welche zwischen den verschiedenen Versionen bzw. zwischen der Serverhardware, welche dem Betriebssystem zugrunde liegt, variieren können.

 

Prinzipiell gilt, dass beinahe jeder Serverdienst sowohl unter Linux als auch unter Windows realisiert werden kann. Die Wahl des Betriebssystems ist zum großen Teil Geschmackssache. Wer sich erst einmal die Linux-Basics angeeignet hat, wird feststellen, dass man unter Linux alle Aufgaben genauso effektiv verwalten kann wie unter Windows.

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9Feb/170

Vorteile von ZFS

ZFS als eher neues Dateisystem bietet diverse Vorteile gegenüber den aktuell weit verbreiteten Dateisystemen, wie z.B. ext3, ext4 und NTFS. Wir haben diese für Sie kurz im folgenden zusammengefasst:

Datenintegrität ist der wichtigste Vorteil von ZFS gegenüber herkömmlichen Dateisystemen

Durch den Einsatz blockweiser Prüfsummen wird Datenintegrität an jedem Punkt der Speicherkette sichergestellt. Dies bedeutet, dass jeder Lesevorgang geprüft wird, was wiederum Datenverfall zu einem Problem der Vergangenheit macht. Zusätzlich wird mittels “Copy on Write” (CoW) verhindert, dass bei einem System-Crash Daten verloren gehen welche gerade in Bearbeitung durch das Dateisystem waren. ZFS ändert die Position der Daten auf dem Speichermedium erst, nachdem der Schreibvorgang abgeschlossen und erfolgreich verifiziert ist.
Zusätzlich zum CoW Feature bietet ZFS erweiterte RAID Sicherheit im Vergleich zu standard RAID Leveln. Mit RAID-Z3 sind maximal drei Fehler im RAID Pool verkraftbar, wobei in einem herkömmlichen RAID nur zwei problemlos wären. Zusätzlich bietet ZFS die Möglichkeit des multi-disk-mirror RAID (nRAID), bei welchem nicht nur eine gespiegelte Platte zur Datensicherheit beiträgt, sondern mehrere als Mirror zur Verfügung stehen. Das beschleunigt außerdem die Lesegeschwindigkeit mit jeder weiteren Mirror-Platte.

Hohe Skalierbarkeit

Die Speicherkapazität mit ZFS Dateisystem wird praktisch nur durch die Hardware begrenzt. Die maximale Größe des Dateisystems ist 16 EiB = 16 * 2^60 Byte, das entspricht drei Millionen 6TB Platten. Ein eingerichteter ZFS Pool kann jederzeit beliebig in seiner Größe erweitert werden. Ein Pool kann schrittweise durch größere Festplatten ersetzt werden, ohne dass es komplizierter Prozeduren bedarf.
Festplatten können physikalisch sogar in anderer Reihenfolge in ein anderes System gesteckt werden und solange die ZFS Version auf dem Zielsystem größer oder gleich ist, können sämtliche Daten, ACLs, Snapshots etc nach dem Import genutzt werden.

Erhöhte Performance

ZFS kann auch maßgeblich die Performance Ihres Systems erhöhen. ZFS erlaubt es, Schreibvorgänge an individuelle physikalische Platten zu senden anstatt nur an einzelne RAID-Volumes. Zusätzlich gibt es keine write penalty, wie z.B. in einem klassischem RAID 5.
Beim Ausfall einer Festplatte in einem RAID-Verbund werden nur die belegten Daten rebuildet, nicht die gesamte Festplatte. Dies reduziert die Rebuild-Zeit und die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Ausfalls. Die implementierten ZFS Algorithmen stellen sicher, dass die meist genutzen Daten auf den schnellsten Massenspeichern befindlich sind, was in Verbindung mit Flash basiertem Schreib-Cache und L2ARC Lese-Cache zu einer Performancesteigerung von bis zu 20% führt.
Ein weiteres Feature von ZFS sind die intelligent entwickelten Snapshot-, Clone- und Vervielfältigungsfunktionen. Diese benötigen nur einen Bruchteil der Zeit im Vergleich zu herkömmlichen Dateisystemen.

Einfache Administration

Das Anlegen eines neuen ZFS-Pools gestaltet sich sehr einfach. Die verfügbaren Datenträger lassen sich mit "rmformat" anzeigen und mit dem Befehl “zpool create -m /mountpunkt Contabo1 DEVICE” kann in wenigen Sekunden ein neuer Pool erstellt werden. Das neue Dateisystem wird automatisch gemountet und ist sofort nutzbar. Ein Formatieren o.ä. ist nicht notwendig.

Sollte der Speicherplatz eines Datenträgers nicht ausreichen, kann man der Pool auf sehr einfache Weise um einen zusätzlichen Datenträger erweitert werden mittels “zpool add Contabo1 DEVICE”. Dies entspricht dem bereits bekannten RAID 0. Die Daten werden auf alle Datenträger verteilt, so dass die Transferrate zunimmt. Allerdings erhöht sich hierdurch auch die Wahrscheinlichkeit von Datenverlust, da der Ausfall von nur einem Datenträger aus dem Pool ausreicht sämtliche Daten unbrauchbar zu machen.

In der Regel ist ein auf Datensicherheit ausgelegter Pool am sinnvollsten. Gespiegelte Platten, das entspricht dem klassischen RAID 1, lassen sich mittels “zpool create Contabo1 mirror DEVICE DEVICE” sehr leicht erstellen. Natürlich können Verbunde mit mehreren Mirrors hinzugefügt werden, indem einfach ein weiterer Mirror an den Befehl gehängt wird. Mittels der "add" Option lässt sich dies auch nachträglich erledigen. RAID-Z Verbunde können ähnlich einfach erstellt werden mittels “zpool create Contabo1 raidz DEVICE DEVICE DEVICE DEVICE”. Der Befehl erstellt einen RAID-Pool mit vier Datenträgern, wobei maximal ein Datenträger ausfallen darf. Wird statt "raidz" die Option "raidz2" verwendet, können bis zu zwei Datenträger ausfallen.

Es gibt außerdem die Option, Reserveplatten, die sogenannten Hot Spares, in einen Verbund einzubinden. Im Normalbetrieb werden sie nicht genutzt und erst dann aktiviert, wenn eine im Betrieb befindliche Platte ausfällt. Bei einem Problem wird automatisch ein rebuild gestartet. Nach Abschluss des Vorgangs ist die Redundanz der Datenträger wieder gegeben. Dazu verwendet man den Befehl “zpool add Contabo1 spare DEVICE” und die letzte Platte in unserem Beispiel wird somit als Hot Spare im Pool verwendet.
Mittels "zpool list" werden alle ZFS-Pools inklusive Größe, aktueller Belegung sowie dem Gesundheitszustand aufgelistet.
Es empfiehlt sich die Anleitungen der zwei wichtigsten Befehle und Ihrer Optionen mittels “man zfs” und “man zpool” durchzulesen.

Hier nochmal eine kurze Übersicht zu den wichtigsten Befehlen:

- Anlegen eines RAID-Z Pools
zpool create NAME raidz DEVICE DEVICE DEVICE
- Anlegen eines MIRROR Pools
zpool create NAME mirror DEVICE DEVICE
- Anzeigen der angelegten Pools
zpool list
- I/O für die Pools anzeigen
zpool iostat 1
- Eigenschaften der Pool Geräte anzeigen
zpool vdevs
- Platte/Device zum Pool hinzufügen
zpool add NAME DEVICE
- Pool löschen
zpool destroy NAME
- Anlegen eines ZFS Dateisystem mit gleichzeitigem Einhängen
zfs create POOL/NAME
- Anzeigen der aktuellen ZFS Dateisysteme
zfs list
- Anlegen eines ZFS Dateisystem und einhängen unter einem nicht-default Pfad
zfs create POOL/NAME /MOUNTPOINT
- Snapshot eines Dateisystems
zfs snapshot POOL/FILESYSTEM@SNAPSHOTNAME
- ZFS Dateisystem mounten
zfs mount POOL/FILESYSTEM /MOUNTPOINT
- Dateisystem entfernen
zfs destroy POOL/NAME

Welche Betriebssysteme sind mit ZFS kompatibel?

ZFS wurde ursprünglich auf Solaris entwickelt, kann aber heutzutage auf FreeBSD, FreeNAS, den meisten Linux Distributionen und Proxmox genutzt werden.

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13Jan/170

Windows Updates bearbeiten (WS 2016)

Mit der Einführung von Windows Server 2016 hat sich auch die Verwaltung der Windows Updates leicht geändert. In diesem Tutorial möchten wir Ihnen jetzt erklären, welche Einstellungsmöglichkeiten bezüglich der Windows Updates von Windows Server 2016 bereitgestellt werden.

Bitte verbinden Sie sich über RDP mit Ihrem Server und öffnen die "Settings" App über das Windows Startmenü.

Daraufhin klicken Sie bitte auf "Update & Security", woraufhin Sie auf folgenden Bildschirm gelangen.

Alle Update Einstellungsmöglichkeiten können von diesem Bildschirm aus verwaltet werden.

Es gibt den Button "Check for updates", welcher nach den neuesten Updates sucht und diese automatisch herunterlädt und installiert. Sollte ein installiertes Update einen Neustart erfordern, wird Windows einen Zeitpunkt hierfür automatisch planen. Über den Link "Change active hours" kann man einen Zeitraum festlegen in dem der Neustart nicht durchgeführt werden darf.

Über den Link "Restart options" kann man einen exakten Zeitpunkt für den Neustart festlegen.

Der Link "Update history" öffnet eine Übersicht der bereits installierten Updates. Hier ist es möglich, Updates zu deinstallieren und weitere Wiederherstellungsoptionen einzusehen.

Über den Link "Advanced options" kann man unter anderem einstellen, dass auch andere Microsoft Produkte über das Windows Update aktuell gehalten werden. Man hat ebenfalls die Möglichkeit "Defer feature updates" zu aktivieren. Diese Option wird von Microsoft wie folgt beschrieben: "Wenn defer upgrades aktiviert ist, werden keine neuen Windows Features für mehrere Monate heruntergeladen und installiert. Diese Einstellung hat keinen Einfluss auf Sicherheitsupdates, welche weiterhin installiert werden".

Über den Link "Privacy settings" kommt man zu den allgemeinen Datenschutz Einstellungen von Windows.

21Dec/160

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch!

Zum Ende des Jahres möchten wir die Gelegenheit nutzen und uns bei Euch, unseren treuen Kunden, für die allzeit gute Zusammenarbeit bedanken.

Das gesamte Contabo-Team wünscht Euch und Euren Familien frohe Weihnachten und einen guten Start ins neue Jahr!

Und sollte mal etwas sein: Wir sind an den Feiertagen, zwischen den Feiertagen und überhaupt das ganze nächste Jahr täglich von 8 bis 23 Uhr für Euch da!

Unsere Kontaktdaten findet Ihr hier!

 

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13Dec/160

Neues Betriebssystem bei Contabo verfügbar: Arch Linux

Schöne Neuigkeiten: Ab sofort bieten wir Euch mit Arch Linux ein komplett neues Betriebssystem an - verfügbar für alle Eure virtuellen und dedizierten Server! Das Schöne dabei ist: Arch Linux wird laufend aktuell gehalten - ihr bekommt also immer die neueste Version!

Kombinierbar ist es mit dem Software RAID 1 und auch eine Installation mit manueller Konfiguration ist möglich - für Details wendet Euch gerne an unseren Support!

Unsere Stammkunden wissen es bereits:

Bei uns bekommt Ihr immer eine breite Auswahl aktueller Linux-Distributionen (sowie Windows Server 2012 und 2016!). Klickt dazu einfach im Bestellvorgang bei Eurem gewünschten (virtuellen) Servermodell auf "Konfigurieren & Bestellen", scrollt zu "Betriebssystem" und wählt das für Euch passende OS aus!

Alle weiteren Infos und eine Produktübersicht gibt's auf unserer Homepage!

28Nov/160

NEU bei uns: Fedora 25 und Suse Leap 42.2

Ab sofort bieten wir Euch Fedora in der neuen Version 25 an, sie ersetzt die bisherige Version 24. Ebenso gab es bei Suse Leap ein Update, bei uns bekommt Ihr jetzt die aktuelle Version 42.2!

Beide Betriebssysteme sind in Kombination mit dem Software RAID 1 und Webmin verfügbar. Fedora 25 kann via VNC installiert werden.

Über den Kundenlogin könnt Ihr bequem auf die neuen Versionen wechseln.

Bei uns bekommt Ihr eine breite Auswahl aktueller Linux-Distributionen (sowie Windows Server 2012 und 2016!). Klickt einfach im Bestellvorgang bei Eurem gewünschten (virtuellen) Servermodell auf "Konfigurieren & Bestellen"!

Alle weiteren Infos und eine Produktübersicht gibt's auf unserer Homepage!

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23Nov/162

Windows Server 2016 ab sofort bei uns verfügbar!

Gerade erst hat Microsoft sein neuestes Betriebssystem für Serverumgebungen, Windows Server 2016, offiziell veröffentlicht - schon ist es bei uns verfügbar. Wir haben uns direkt an die Arbeit gemacht und vielfältige Funktionstests sowie die Integration in unsere Systeme durchgeführt.
Heute können wir nun sagen:

Windows Server 2016 ist ab sofort für all unsere Rootserver und vServer mit 100% SSD als Upgrade erhältlich!

Wie bereits von Windows Server 2012 bekannt, könnt Ihr auch bei Bestellung von Windows Server 2016 zwischen der Standard Edition und der Datacenter Edition wählen.

Seid Ihr ein Neukunde oder bestellt einen zusätzlichen Server, könnt Ihr Windows Server 2016 direkt während des Bestellvorganges auf unserer Homepage als Betriebssystem auswählen, möchtet Ihr als Bestandskunde Euren bestehenden Server auf Windows Server 2016 aktualisieren, bitten wir um eine kurze E-Mail an unseren Kundensupport, so dass wir alle nötigen Schritte für das Upgrade in die Wege leiten können.

Zu welchem Preis ist Windows Server 2016 bei Contabo erhältlich?

Das Wichtigste zuerst: Als besonderen Service für Euch, unsere Kunden, bieten wir auch für das neue Windows Server 2016 all unseren Rootserver-Kunden zwei kostenfreie Testmonate an. Das heißt konkret:
Für alle Contabo-Kunden fallen während der ersten beiden Monate keine Kosten für die Nutzung von Windows Server auf einem Rootserver an.

Entscheidet Ihr Euch für einen Rootserver bei Contabo, so könnt Ihr - neben der breiten Auswahl an Linux-Systemen - frei zwischen den beiden neuen Versionen sowie den Vorgänger-Versionen der 2012er Reihe wählen. Windows Server 2016 Standard Edition ist bei den meisten Servermodellen bereits ab 39,99 € pro Monat (ab dem 3. Nutzungsmonat, vorher kostenfrei) erhältlich, die Datacenter Edition fällt mit 279,99 € pro Monat (ab dem 3. Nutzungsmonat, vorher kostenfrei) etwas teurer aus, bietet Euch aber auch zusätzliche Möglichkeiten, beispielsweise im Bereich der Virtualisierung.

Entscheidet Ihr Euch hingegen für einen unserer vServer mit 100% SSD-Speicher und zudem für Windows Server 2016 als Betriebssystem, so erhaltet Ihr bei Contabo von Haus aus die hochwertige Datacenter Edition. Sie ist bei unseren vServern schon ab 5,99€ pro Monat verfügbar - der genaue Monatspreis richtet sich nach dem von Euch ausgewählten vServer-Modell. Selbstverständlich könnt Ihr auch bei Bestellung eines vServers alle verfügbaren Linux-Distributionen wählen.

Bestellt noch heute Euren Contabo vServer oder Rootserver mit Windows Server 2016!