13Apr/170

Installation von Hyper-V auf Windows Server 2016

Willkommen zu unserer Anleitung für die Installation von Hyper-V auf Ihrem dedizierten Server mit dem Betriebssystem Windows Server 2016. Bitte beachten Sie vorab, dass dies ausschließlich auf dedizierten Servern möglich ist.

Schritt 1

Installation von Hyper-V

Nach dem Erhalt der Zugangsdaten möchte man eventuell Hyper-V installieren. Hyper-V ist eine Serverrolle, die im Server-Manager einfach hinzugefügt werden kann.

Oben rechts im Server-Manager Fenster öffnet sich mit einem Klick auf "Verwalten" ein Untermenü, dort kann man unter "Rollen und Features hinzufügen" die Windows Hyper-V Serverrolle hinzufügen.

 

Nachdem man auf den Unterpunkt geklickt hat, wird sich ein neues Fenster öffnen.

Bestätigen Sie mit "Weiter" bis Sie zu dem Punkt "Serverrollen" gelangt sind.

Mit einem Klick auf Hyper-V öffnet sich ein neues Fenster, es sollten alle Features installiert werden. Anschließend auf "Weiter" klicken bis die Installation startet.
Es ist notwendig, dass der Server mindestens einmal neu gestartet wird, dies kann automatisch durchgeführt werden. Hierfür muss das entsprechende Häkchen gesetzt werden.

Die Installation kann einige Zeit beanspruchen, sofern das Häkchen gesetzt wurde wird die Installation vollautomatisch durchlaufen, sobald der Server neu gestartet wurde sollte Hyper-V installiert sein.

 

 

Schritt 2

Konfiguration von Hyper-V

Für die notwendige Konfiguration nutzen wir den Hyper-V Manager, dieser kann durch einen Klick auf "Tools" innerhalb des Server-Manager Fensters geöffnet werden.

Bevor eine virtuelle Maschine erstellt werden kann muss die Netzwerkkonfiguration des Servers aktualisiert werden. Öffnen Sie den "Manager für virtuelle Switches", um die notwendigen Einstellungen vorzunehmen.

Man muss nun einen neuen externen Switch erstellen.

Geben Sie einen Namen und eine Beschreibung, falls gewünscht, in das jeweilige Feld ein.

Wählen Sie die korrekte Netzwerkkarte aus und stellen Sie sicher, dass "Gemeinsames verwenden dieses Netzwerkadapters für das Verwaltungsbetriebssystem zulassen" ausgewählt wurde.

Schritt 3

Konfiguration des Netzwerks

In der Taskbar finden Sie rechts außen das Netzwerksymbol, mit einem Rechtsklick gelangen Sie in das "Netzwerk- und Freigabecenter".

 

Navigieren Sie nun zu Ihren Netzwerkgeräten.

Führen Sie einen Rechtsklick auf den virtuellen Switch aus und wählen Sie "Eigenschaften".

Wählen Sie nun "Internet Protocol Version 4" aus und drücken Sie erneut auf "Eigenschaften".

Tragen Sie nun die IP Adresse Ihres Servers ein.

Überprüfen Sie unbedingt die angegebenen Daten vor dem Absenden, Ihr Server wird andernfalls nicht mehr erreichbar sein!

Schritt 4

Erstellen einer virtuellen Maschine

Im nächsten Schritt werden wir eine virtuelle Maschine anlegen.

Gehen Sie im Hyper-V Manager auf "Neu", um eine neue VM anzulegen.

Konfigurieren Sie die VM nun nach Ihren Wünschen.

Tipp: Bei aktuellen Windows Betriebssystemen (ab Windows 8 bzw. Windows Server 2012)  in der VM macht es durchaus Sinn, "Generation 2" auszuwählen, da dadurch die Performance gesteigert werden kann.

Als "Verbindung" sollte der von uns im Vorfeld erstellte Switch herangezogen werden.

Wählen Sie nun die .ISO aus und starten Sie die Installation.

Nachdem die Installation der VM abgeschlossen wurde, müssen Sie dieser eine öffentliche IP zuweisen.
Falls Sie weitere zusätzliche IPs benötigen, kontaktieren Sie uns bitte unter support@contabo.de.

Sobald eine öffentliche IP konfiguriert wurde, sollte die VM problemlos mit dem Internet kommunizieren können.

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10Jun/160

DomainKeys und DKIM in Plesk und cPanel

DomainKeys und DKIM können Ihnen dabei helfen die Reputation Ihres E-Mail Servers zu verbessern und Fremde daran zu hindern, Ihre E-Mails zu fälschen. In diesem Tutorial wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie dies in cPanel und Plesk einrichten können. Zunächst gilt es zu klären, dass Plesk über die eigene Oberfläche die Aktivierung von DomainKeys erlaubt, während cPanel auf das neuere Verfahren DKIM setzt. Beide Verfahren sind sich sehr ähnlich,  doch sollten die Begriffe unterschieden werden, was wir in diesem Tutorial tun. Die gezeigten Bilder können Sie durch Anklicken vergrößern um alle Details zu erkennen! Im Laufe der Anleitung werden wir die erfundene Domain "ihredomain.com" verwenden. Diese muss überall wo sie vorkommt, mit Ihrer eigenen ersetzt werden.

DKIM in cPanel

Nachdem Sie sich in Ihrem cPanel Account angemeldet haben, suchen Sie bitte in der Suchleiste nach "Authentifizierung". In der Kategorie E-Mail wird Ihnen nun das passende Werkzeug angezeigt. Nach Öffnen des Tools kann es sein, dass DKIM noch nicht aktiviert ist. Bitte  betätigen Sie dann den "Aktivieren" Button.

Die Anzeige sollte nun in etwa so aussehen:

DKIM

Wenn Sie einen eigenen Server oder VPS mit cPanel haben und diesen auch als DNS Server verwenden, könnte es sein, dass die Konfiguration von DKIM bereits abgeschlossen ist. Vergleichen Sie in dem Fall bitte Ihren Status mit diesem Bild.

Sollte wie in dem gezeigten Bild noch ein Fehler angezeigt werden, müssen Sie aus dem  DKIM-Rohdatensatz noch einen syntaktisch korrekten DKIM-Record machen und diesen in Ihre DNS Zone manuell eintragen. Markieren Sie hierfür bitte den gesamten DKIM Rohdatensatz. cPanel präsentiert diesen Code in einer Form, die wir so nicht verwenden können. Darum müssen wir die Daten in einen Editor kopieren und alle nicht zu dem Key gehörigen Sonderzeichen entfernen. Hierfür können Sie zum Beispiel den in jeder Windows Installation vorhanden Editor verwenden. Bitte fügen Sie den gesamten Inhalt in den Editor ein:

editor raw

Entfernt werden müssen: Alles was vor "v=DKIM1" steht. Auch alle Anführungszeichen davor und in der Mitte oder am Ende des Keys müssen entfernt werden. Des weiteren müssen Sie das \ vor dem letzten ";", welches Sie ebenfalls weglassen können, löschen. Achten Sie bitte darauf, dass keine Zeilenumbrüche vorhanden sind. Dann müssen Sie den Teil nach "p=" genauer untersuchen. Ab nun dürfen keine Leerzeichen mehr vorkommen. Wenn Sie aus der Mitte des Keys ein " entfernen mussten, befindet sich danach meist ein solches Leerzeichen. Sollten nicht alle der genannten, überflüssigen, Zeichen vorhanden gewesen sein, ist dies in Ordnung. Das Ergebnis sollte in etwa so aussehen:

DKIM fin

Nun müssen Sie auf Ihrem DNS Server in der DNS Zone zu der Domain für folgende Subdomain: "default._domainkey.ihredomain.com" einen TXT Record anlegen. In den Datenteil des Rekords gehört die von uns gerade bereinigte Zeichenkette, beginnend mit: "v=DKIM1...". "ihredomain.com" muss mit Ihrer eigenen Domain ersetzt werden. Wenn Sie für Ihre Domain unsere Nameserver verwenden, melden Sie sich bitte in Ihrem Contabo Kundenlogin an, navigieren zu der DNS-Zonen-Verwaltung und bearbeiten Sie Ihre Domain. Bitte füllen Sie die Felder unter "Neuen DNS Eintrag anlegen" nach folgendem Beispiel aus:

DNS Deutsch

Wenn Sie nun die Seite für das Tool "Authentifizierung" mit der Taste F5 neu laden, sollte folgendes angezeigt werden:

erfolg

Wenn Sie dieses Bild sehen, herzlichen Glückwunsch! Sie haben nun die DKIM Authentifizierung erfolgreich aktiviert! Wenn jedoch nach wie vor ein Fehler angezeigt wird, sollten Sie die genannten Punkte noch einmal durchgehen. Verwenden Sie Contabo Nameserver oder andere? Wurde der Rohdatensatz von cPanel korrekt angepasst? Manchmal werden, zum Beispiel beim Versuch Zeilenumbrüche zu entfernen, auch relevante Zeichen entfernt! Natürlich können Sie sich auch jederzeit gerne mit Fragen an unsere Support Adresse unter support@contabo.de wenden. Wir werden Ihnen gerne weiterhelfen!

Zusatzdomains in cPanel

cPanel verwendet für Zusatzdomains ein neues Schlüsselpaar. Daher können Sie nicht einfach den DKIM-Record der Hauptdomain auch für Ihre Zusatzdomains verwenden. Diesen müssen Sie erst aus der DNS-Zonenverwaltung in WHM extrahieren, sollte der cPanel Server nicht gleichzeitig auch Ihr Nameserver sein. Da Webspace Kunden keinen Zugriff auf das administrative WHM-Panel haben, bitten wir diese sich an uns zu wenden. Kunden mit einem eigenen Server müssen sich in WHM einloggen. Dort öffnen Sie bitte das Menü "Edit DNS Zone" und wählen Ihre Zusatzdomain aus der Liste. Nun sollten Sie einige DNS Einträge sehen, unter anderem diesen hier: "default._domainkey". Diesem TXT Record ist auf der rechten Seite der gesuchte Key zugeordnet. Bitte editieren Sie diesen Schlüssel, wie es bereits in dem Kapitel "DKIM in cPanel" beschrieben wurde. Abschließend  fügen Sie ihn bitte in die DNS-Verwaltung des tatsächlich genutzten Nameservers der Domain ein.

DomainKeys in Plesk

Bitte suchen Sie in der Suchleiste nach "Mailserver-Einstellungen" und öffnen Sie das Werkzeug. Unter dem Punkt: "DomainKeys-Spamschutz" setzen Sie bitte den Haken bei: "Ausgehende E-Mails dürfen signiert werden". Wechseln Sie anschließend in die "E-Mail-Einstellungen" Ihrer Domain und aktivieren Sie dort: "DomainKeys-Spamschutzsystem zum Signieren ausgehender E-Mail-Nachrichten verwenden", wie im folgenden Screenshot:

pleskdeutsch

Anschließend öffnen Sie bitte die "DNS-Einstellungen" für die  betreffende Domain. Es sollte nun ein TXT Eintrag für die Subdomain:  default._domainkey.ihredomain.com hinzugekommen sein:

plesk DNS

Wenn dieser fehlt, wiederholen Sie bitte alle bisherigen Schritte, aber löschen Sie den Haken bei "Ausgehende E-Mails dürfen signiert werden" in den Mailserver-Einstellungen und setzen Sie ihn nach dem Speichern erneut. Wenn Sie Ihren Plesk Server auch als Nameserver eingetragen haben, sollte die Konfiguration von DomainKeys nun abgeschlossen sein. Bitte führen Sie abschließend einen Test Ihrer Konfiguration durch. Mehr dazu erfahren Sie unter dem späteren Punkt "DomainKeys und DKIM testen". Wenn Sie andere DNS Server für die Domain verwenden, zum Beispiel die von Contabo, müssen Sie den Datenteil von default._domainkey.example.com komplett kopieren und einen identischen Record dort in der Zone manuell anlegen. Hierfür loggen Sie sich bitte in das Kundenlogin von Contabo ein, wechseln Sie zu der DNS-Zonen-Verwaltung und bearbeiten Sie die Domain. Bitte legen Sie wie in dem folgenden Beispiel einen TXT Record für die Subdomain default._domainkey.ihredomain.com mit dem Datenteil aus Plesk an.

pleskdns

Wie Sie in dem Bild sehen, muss ein weiterer Record angelegt werden. Mit diesem bestimmen Sie die Policy, dass jede E-Mail eine DKIM Signatur haben muss. Hierzu dient die Subdomain "_domainkey.ihredomain.com" mit dem TXT record: "o=-".
Hiermit ist die Konfiguration von DomainKeys in Plesk abgeschlossen. Um sicher zu gehen, dass alles funktioniert wie gewünscht, sollten Sie abschließend Ihren E-Mail Server testen.

DomainKeys und DKIM testen

Sehr gut testen kann man seine DKIM beziehungsweise DomainKeys Einstellungen mit dem DKIMValidator. Wenn Sie die Seite öffnen, erhalten Sie eine zufällige E-Mail Adresse. Bitte schreiben Sie von Ihrer Domain eine E-Mail an diese Adresse und öffnen Sie nach einer kurzen Wartezeit mit "view results" die Seite mit der Analyse. Mit Strg + F können Sie die sehr umfangreiche Seite schnell durchsuchen. Suchen Sie nach: "result =". Steht hier "pass", funktioniert alles. Steht hier "fail", sollte nach den Ursachen Ausschau gehalten werden. Wenn Sie an einem Punkt nicht weiter kommen, können Sie uns gerne unter support@contabo.de Ihre Fragen stellen. Unser Expertenteam wird Ihnen gerne zur Seite stehen.

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24May/160

Nachträgliche Anpassung der Festplattenpartitionen bei einem VPS

Manchmal ist es notwendig die Festplattenpartitionierung zu ändern, um so etwa neue Partitionen hinzufügen zu können beziehungsweise nach einem VPS-Upgrade die Partition zu erweitern.

In diesem kleinen Tutorial wird das Vorgehen in wenigen Schritten gezeigt.

Bitte unbedingt ein Backup der Daten anfertigen! Änderungen an einer Partitionstabelle tragen immer das Risiko eines kompletten Datenverlusts.

Linux:


Schritt 1:

Wir starten den VPS in das Rescuesystem, das kann man ganz bequem aus dem Kundenlogin  heraus veranlassen.

Anschließend verbinden wir uns mittels VNC.

Sobald die Verbindung hergestellt wurde meldet man sich mit den Zugangsdaten für den Benutzer "root" an.

Schritt 2:

Damit die Partitionierung so einfach wie möglich gestaltet wird, nutzen wir gparted.
Sofern man nach Abschluss der Partitionierung wieder in das reguläre Betriebssystem starten möchte, gibt man "exitrescue" bereits jetzt ein.
Um die grafische Oberfläche zu starten gibt man als Befehl über VNC lediglich "startx" ein.

Sobald die Oberfläche aktiv ist, kann man oben links auf "Applications" den Reiter "Run Program" auswählen.
Zum Öffnen des Programms geben wir dort "gparted" ein.

part1

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schritt 3:

Man sollte nun eine Auflistung aller Festplatten und Partitionen sehen.
Sollte kein unbenutzter Festplattenspeicher zur Verfügung stehen,  muss zuerst die vorhandene Partition verkleinert werden, damit wir eine neue Partition erstellen können.

Durck Rechtsklick auf die entsprechende Partition und Wahl von "Resize/Move" kann die Partition entsprechend verkleinert oder vergrößert werden.

Bitte beachten Sie, dass LVM-Partitionen (standardmäßig bei CentOS im Einsatz) lediglich vergrößert, jedoch nicht verkleinert werden können!

part3

Falls Sie Ihre Partition lediglich vergrößern wollten, fahren Sie nun bitte mit Schritt 5 fort.

Schritt 4:

Falls Sie eine neue, zusätzliche Partition erstellen möchten können Sie nun neue Partitionen auf dem gerade frei gewordenen Speicher/bereits freien Speicher anlegen.

part4
Rechtsklick auf den freien Speicher und mit "new" eine neue Partition anlegen.

In diesem Fall wurden zwei neue Partitionen angelegt.

part5

 

Schritt 5:

Bis jetzt wurde noch nichts auf die Festplatte geschrieben. Falls man die Änderungen verwerfen möchte reicht es vollkommen aus, das Programm neu zu starten.

Um die Änderungen endgültig auf die Festplatte zu schreiben, muss man auf den grünen Pfeil im oberen Menü drücken.
Eine Warnung mit dem potenziellen Verlust aller Daten wird erscheinen.

part6

Die Partitionierung sollte danach starten und verschiedene Punkte abarbeiten. Je nach Größe der Festplatte, bzw. Menge der vorhanden Daten kann dieser Prozess einige Zeit beanspruchen

part7

Schritt 6:

Nun kann man den VPS wieder in das reguläre System booten, die neuen Partitionen sollten ab sofort angezeigt werden.

root@contabo-test:~# fdisk -l

 

Windows:


Schritt 1:

Verbinden Sie sich via RDP auf Ihren VPS.

Schritt 2:

Öffnen Sie die Datenträgerverwaltung in Windows, hierfür starten Sie die Eingabeaufforderung über "Start" -> "Ausführen" -> "diskmgmt.msc" -> "Als Administrator ausführen". Alternativ können Sie den "Ausführen" Dialog auch über die Tastenkombination "Windows-Logo-Taste +R" aufrufen.

Viel einfacher geht es ab Windows 2012 R2, dort genügt ein Rechtsklick unten Links auf das Windows-Logo, um ein Menü zu öffnen. In diesem Menü können Sie den Punkt "Datenträgerverwaltung" auswählen.

 

winp1

 

Schritt 3:

Eine Liste an vorhandenen Festplatten und die entsprechend darauf befindlichen Partitionen wird Ihnen nun angezeigt.
Mit einem Rechtsklick können Sie nun "Volume verkleinern" auswählen.

winp2

Schritt 4:

Sie können die Partition nun um die entsprechende Größe verkleinern, bitte beachten Sie, dass dies je nach Anzahl der gespeicherten Dateien einige Zeit beanspruchen kann.

winp3

Nach dem Prozess sollte Ihnen nun der Speicherplatz als "nicht zugeordnet" angezeigt werden, hier können Sie eine neue Partition erstellen.

winp4

 

 

 

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17May/161

Wie verhindere ich, dass meine E-Mails als Spam markiert werden?

Sie haben einen eigenen Mailserver, doch Ihre E-Mails landen im Spam Ordner oder kommen erst gar nicht an? Das kann viele verschiedene Gründe haben. Die wichtigsten Tricks und Fallstricke werden Sie hier erfahren. Wenn Sie ein Webspace Paket haben, benötigen Sie nur den Punkt SPF. Auf dieser Seite wird oft als Beispiel die Domain mail.ihredomain.com und die IP 1.2.3.4 verwendet. Bitte ersetzen Sie diese bei den Tests und der Konfiguration durch Ihre eigenen Daten.

SMTP-Banner

Das SMTP-Banner ist das Aushängeschild Ihres Mailservers. Wenn er sich mit einem anderen SMTP-Server verbindet, um eine E-Mail zu versenden, stellt er sich damit vor. Wenn Sie einen Server bei uns haben, meldet sich dieser am Anfang mit einem solchen Namen:

m1234.contabo.net

Viele E-Mail Anbieter akzeptieren solche generischen Bezeichnungen nicht und schicken die Nachrichten sofort in den Spam Ordner. Wählen Sie also einen weniger generischen wie zum Beispiel:

mail.ihredomain.com

Beachten Sie bitte, dass es sich hierbei um einen fully qualified domain name (FQDN) handeln muss. Das bedeutet, dass vor ihredomain.com eine Subdomain wie "mail" stehen muss. Das aktuelle SMTP-Banner können Sie erfragen, indem Sie sich mit Telnet über Port 25 mit Ihrem Mailserver verbinden. In der Eingabeaufforderung von Windows geht dies zum Beispiel so:

telnet 1.2.3.4 25

Bitte tragen Sie hier Ihre eigene Server IP ein. Bei Windows müssen Sie Telnet erst aktivieren um es benutzen zu können. (Start --> Systemsteuerung --> Programme und Funktionen --> Windows-Funktionen aktivieren oder deaktivieren --> warten, dann Haken bei Telnet-Client setzen und auf OK klicken)
Die erste Zeile könnte lauten:

220  m1234.contabo.net ESMTP Postfix (Debian/GNU)

Wobei "m1234.contabo.net" die entscheidende Information ist. Mit "quit" beenden Sie die Verbindung wieder. In cPanel und Plesk ist der Name Ihres Mailservers im SMTP Banner der gleiche wie der Hostname. Ändern Sie also bei Bedarf bitte den Hostnamen im Administrations-Panel.
Wenn Sie Plesk auf einem Windows Server verwenden, können Sie das SMTP-Banner nicht so einfach über das Panel verändern. Hierfür loggen Sie sich bitte über RDP auf Ihrem Server ein, öffnen Sie das Programm MailEnable und wechseln Sie zu MailEnable Management --> Servers --> localhost --> Connectors.  Bitte wählen Sie in der sich öffnenden Liste SMTP aus, klicken mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie "Eigenschaften".

In dem sich öffnenden Fenster sind vier Felder zu bearbeiten:

Local Domain Name

Hier gehört Ihre Hauptdomain hinein, z.B.: ihredomain.com.

Default mail domain name

Der Wunsch Name für Ihren Mail Server, z.B.: mail.ihredomain.com.

DNS Addresses

Hier gehören die IP Adressen der verwendeten DNS Server hinein. Wenn Sie den Server in einem unserer Rechenzentren betreiben, reicht:

für Nürnberg
213.136.95.10 213.136.95.11

für München
79.143.183.251 79.143.183.252

Notification email address

Hier tragen Sie bitte eine existierende E-Mail Adresse zu der Domain ein!

Wenn Sie Anstelle eines Administrationspanels Postfix verwenden, können Sie Ihr SMTP-Banner mit folgendem Befehl anpassen:

postconf -e "myhostname = mail.ihredomain.com" && postfix reload

Bitte ersetzen Sie "mail.ihredomain.com" mit dem neuen Namen für Ihren E-Mail Server.

PTR

Der PTR- , oder auch Reverse-DNS-Eintrag, ist quasi das Gegenstück zu dem A-Record einer DNS-Zone.

A-Record:

mail.ihredomain.com --> 1.2.3.4

PTR:

1.2.3.4 --> mail.ihredomain.com

Die meisten Mailserver akzeptieren Mails erst dann, wenn der PTR dem Namen des Mailservers im SMTP-Banner entspricht. Wenn Sie also zum Beispiel das folgende SMTP-Banner haben:

220 mail.ihredomain.com ESMTP Postfix (Debian/GNU)

müssen Sie Ihren PTR wie in dem Beispiel oben anpassen. Ihren PTR Eintrag können Sie jederzeit ganz leicht im Kundenlogin anpassen. Beachten Sie aber, dass Sie neben Ihrer IPv4 Adresse auch Ihre IPv6 Adresse anpassen müssen, sofern Sie IPv6 verwenden.

SPF

Mit dem SPF-Record bestimmen Sie, dass nur von bestimmten IP-Adressen E-Mails mit Ihrer Domain versendet werden dürfen. Viele Mailserver betrachten E-Mails als Spam, wenn die Domain keinen SPF-Record besitzt. Den SPF-Record können Sie im Kundenlogin über die Zonenverwaltung anlegen. Folgende Formulierung sollte in den meisten Fällen funktionieren:

86400 in TXT "v=spf1 +a +mx ~all"

Hierbei wird sowohl die im A-Record, als auch im MX-Record vermerkte IP-Adresse legitimiert. Wenn Sie bei uns ein Webspace Paket besitzen, verwenden Sie bitte den folgenden SPF-Record:

86400 in TXT "v=spf1 +a +mx +a:mail-relay.contabo.net ~all"

Wenn Sie eine besondere Konfiguration wünschen, können Sie sich auch z.B. auf folgender Seite einen SPF-Record generieren lassen:

SPF-Wizard

Blacklists

Auch wenn wir unsere IP-Adressen stets überprüfen bevor wir sie vergeben, ist es nie ganz auszuschließen, dass Ihre IP-Adresse von einer solchen Liste erfasst wird. Dies äußert sich darin, dass Ihre E-Mails trotz aller Bemühungen nicht ankommen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Adresse betroffen ist, können Sie auf dieser Seite auf die wichtigsten Listen testen:

MX-Toolbox Blacklist Check

Bitte geben Sie hierzu in dem Fenster Ihre IP-Adresse an. Sollte Ihre IP-Adresse gelistet sein (rot markiert), wenden Sie sich am besten an den jeweiligen Blacklist Betreiber. Diese bieten auf Ihren Homepages ein Entfernungs-Formular an, auf dem Sie ein paar Informationen zu Ihrem E-Mailserver angeben sollen. Innerhalb von wenigen Tagen sollte Ihre IP Adresse entfernt worden sein. Manche E-Mail Provider haben auch eigene Blacklists, die nicht öffentlich sind. Diese schicken Ihnen normalerweise eine E-Mail zurück, in welcher der Grund für die Ablehnung steht. Sollte hier eine eigene Blacklist erwähnt sein, finden Sie hier einige Links zu wichtigen Delisting-Seiten solcher Provider:

Microsoft
Yahoo
Google

Falls Sie Probleme haben, Ihre IP von einer der Listen zu entfernen, wenden Sie sich bitte mit der Fehlermeldung und der betroffenen IP an support@contabo.de. Wir werden Sie dann unterstützen!

Weiteres Vorgehen

Wenn Sie alle oben genannten Punkte beachtet haben und Ihre E-Mails dennoch nicht ankommen oder im Spam landen, ist es an der Zeit sich das Problem im Detail anzusehen. Erhalten Sie auf Ihre E-Mails eine Antwort, wenn Sie nicht akzeptiert wurde? Lesen Sie diese E-Mail genau durch! Oft werden hier Gründe genannt, weshalb die E-Mail nicht ankommt. Wenn Sie eine Fehlermeldung gefunden haben, diese Ihnen aber nicht weiterhilft, können Sie diese gerne, zusammen mit der gesamten E-Mail inklusive Header, an uns senden. Unser Expertenteam hinter support@contabo.de hat große Erfahrung mit der Lösung solcher Probleme.

Wenn die E-Mails ankommen aber im Spam landen, stehen im Header der angekommenen Nachricht ebenfalls oft nützliche Informationen zur Fehlerbehebung. Vor allem Google macht es hier den Betreibern von privaten Mailservern leicht und stellt oft sogar einen Link mit näheren Informationen zu den eigenen E-Mail Richtlinien zur Verfügung. Daher lohnt es sich bei Problemen auch eine Test E-Mail an eine Gmail Adresse zu senden.

Bitte werfen Sie auch einen Blick auf den MX-Toolbox SMTP Check . Geben Sie hier die Domain Ihrer E-Mail Adresse an. Dort wird Ihr Server automatisch auf häufige Probleme untersucht.

Wenn alles nichts genutzt hat

Wenn Sie die gesamte Seite durchgearbeitet haben und noch immer ein Problem beim E-Mail Versand haben oder an einer Stelle Hilfe benötigen, können Sie sich gerne an unseren Support wenden. Wir stehen Ihnen jeden Tag von 8:00 bis 23:00 unter support@contabo.de zur Verfügung!

14Jan/160

Windows Updates bearbeiten (WS 2012)

In diesem Tutorial möchten wir Ihnen erklären, wie Sie automatische Updates bei Windows  2012 auf Ihrem Server aktivieren und deaktivieren oder auch den Zeitpunkt für diese Updates bestimmen können.

  1. Bitte verbinden Sie sich über RDP mit Ihrem Server und öffnen Sie die Systemsteuerung:

Windws Updates 1

2. Wählen Sie anschließend bitte die Option „System und Sicherheit“ aus um zu folgendem Bildschirm zu gelangen:

Windws Updates 2

3. Unter dem Punkt „Windows Update“ können die entsprechenden Einstellungen vorgenommen werden, es wird anschließend eine Übersicht angezeigt:

Windws Updates 9

Sie finden hier die Optionen „Nach Updates suchen“, „Einstellungen ändern“, Updateverlauf anzeigen“ und „Ausgeblendete Updates“. Falls Sie „Nach Updates suchen“ auswählen, wird eine automatische Suche nach neuen Updates gestartet.

4.1. Die Option „Einstellungen ändern“ ist hier die wichtigste Option, falls Sie Einstellungen ändern wollen oder automatische Updates deaktivieren wollen:

Windws Updates 4

Standardmäßig ist voreingestellt, dass Updates automatisch durchgeführt werden. Sollten Sie diese Updates aber manuell durchführen wollen, wählen Sie einfach den Punkt unterhalb der empfohlenen Option aus. Sie können auch manuell nach Updates suchen und dann entscheiden, ob das Update installiert werden soll, sofern Sie die Option „Nach Updates suchen, aber Zeitpunkt zum Herunterladen und Installieren manuell festlegen“ auswählen. Nicht empfohlen dahingegen ist die Option „Nie nach Updates suchen (nicht empfohlen)“. Grund dafür ist, dass die Sicherheit des Systems gefährdet ist, sofern Sie die Updates nicht manuell auf dem Laufenden halten. Veraltete Systeme sind beliebte Ziele für 'Hackerangriffe', da sich Sicherheitslücken ergeben.

4.2. Sofern Sie den Link unterhalb des Dropdownfeldes (Updates werden während der Anzeige des Wartungsfensters automatisch installiert.) auswählen, erhalten Sie die folgende Seite:

Windws Updates 5

Hier können Sie eine Uhrzeit festlegen, zu welcher die Updates heruntergeladen und installiert werden sollen.

4.3. Unter den folgenden Punkten können Sie auswählen, ob Sie über empfohlene oder Microsoft Updates auf dem Laufenden gehalten werden wollen:

Windws Updates 6

Windws Updates 9

5. Sofern Sie den Punkt Updateverlauf anzeigen auswählen, erhalten Sie folgende Übersicht:

Windws Updates 8

Es wird eine Übersicht über alle Updates angezeigt, welche erfolgreich ausgeführt worden sind. Der Link „Installierte Updates“ bietet eine Übersicht über alle erfolgreich installierte Updates. Sollten Sie ein Problem mit Updates haben, können Sie den Link „Probleme bei der Updateinstallation beheben“ nutzen um diese Probleme automatisch beseitigen zu lassen, sofern es sich um ein bekanntes Problem handelt.

Windws Updates 7

6. Zuletzt haben Sie noch die Möglichkeit, ausgeblendete Updates anzeigen zu lassen:

Windws Updates 10

Sollten Sie Updates ausgeblendet haben, können Sie sich diese hier anzeigen lassen und etwaige Updates, welche benötigt werden, nachträglich installieren.

18Dec/150

Windows Updates bearbeiten (WS 2008)

In diesem Tutorial möchten wir Ihnen erklären, wie Sie automatische Updates bei Windows 2008 auf Ihrem Server aktivieren und deaktivieren oder auch den Zeitpunkt für diese Updates bestimmen können.

1. Bitte verbinden Sie sich über RDP mit Ihrem Server und öffnen Sie die Systemsteuerung:

WS Updates 2008 DE Bild 1

2. Unter dem Punkt „System und Sicherheit“ finden Sie die gewünschte Option „Windows Update“:

WS Updates 2008 DE Bild 2

3. Anschließend werden Sie auf folgende Seite weiter geleitet (Leider wird ab diesem Zeitpunkt alles auf Englisch angezeigt):

WS Updates 2008 DE Bild 3

Auf der linken Seite werden Sie die folgenden Optionen finden:

* Check for updates: Sollten Sie diese Option auswählen, überprüft das System, ob neue Updates verfügbar sind

* Change settings: Hier können Sie die Einstellungen der Updates ändern/aktualisieren

* View update history: Alle 'erledigten' und bereits durchgeführten Updates werden hier angezeigt

* Zusätzlich finden Sie noch die Option „Updates: frequently asked questions“: Hier können mit Hilfe einer Suchbox generelle Fragen gestellt werden.

4.1. Sobald Sie die Option „Check for updates“ auswählen, startet ein automatischer Suchlauf für neue Windows-Updates. Sollten neue Updates verfügbar sein, werden Ihnen diese angezeigt. Sie können dann entscheiden, ob Sie diese installieren möchten. Sollten Sie Änderungen an den Einstellungen vornehmen wollen, wählen Sie bitte den Punkt „Change settings“:

WS Updates 2008 DE Bild 4

4.2. Sofern Sie das Dropdownfeld öffnen, werden Ihnen drei verschiedene Auswahlmöglichkeiten angezeigt:

WS Updates 2008 DE Bild 5

Generell wird immer empfohlen, Updates automatisch installieren zu lassen (erste Option). Der Grund hierfür ist, dass eventuell Sicherheitslücken auf Ihrem Server entstehen könnten, sollten Sie die Version nicht immer auf dem aktuellsten Stand halten.

Sollten Sie die zweite Option „ Download updates but let me choose whether to install them“ auswählen, werden die Updates automatisch heruntergeladen. Hier können Sie allerdings entscheiden, ob Sie die heruntergeladenen Updates auch installieren möchten.

Eine ähnliche Option ist „Check for updates but let me choose whether to download and install them“. Hier können Sie entscheiden, ob Sie die Updates herunterladen und installieren möchten. Sie können die Updates hierbei herunterladen, aber zu einem späteren Zeitpunkt installieren.

Nicht zu empfehlen dagegen ist die Option „Never check for updates (not recommended)“. Grund dafür ist, dass die Sicherheit des Systems gefährdet ist, sofern Sie die Updates nicht manuell auf dem Laufenden halten. Veraltete Systeme sind beliebte Ziele für 'Hackerangriffe', da sich Sicherheitslücken ergeben.

4.3. Nachfolgend sehen Sie die Optionen „Recommended updates“ und „Who can install updates“. Durch diese Optionen werden Sie über empfohlene Updates automatisch informiert. Desweiteren können Sie bestimmen, ob alle User diese Updates durchführen können, sofern Sie nicht als Administrator angemeldet sind.

5. Auf der linken Seite werden Sie außerdem die Option „View update history“ finden. Hier können Sie alle Updates einsehen, welche bereits auf Ihrem Server installiert worden sind.

WS Updates 2008 DE Bild 6

Sollten Sie ein Update wieder deinstallieren wollen, wählen Sie bitte den Link „Installed updates“. Sie werden anschließend automatisch weitergeleitet und erhalten eine Liste der Updates, welche bereits installiert worden sind. Hier können Sie das entsprechende Update auswählen und deinstallieren.

Sollten Sie ein Problem mit einem Update feststellen, wählen Sie bitte die Option „Troubleshoot problems with installing updates“. Es wird hierbei automatisch geprüft, ob es Probleme mit einem bestimmten Update gibt.

6. Mit der letzten Option „Restore hidden updates“ erhalten Sie folgendes Bild:

WS Updates 2008 DE Bild 7

Updates, welche Sie noch nicht installiert haben, werden Ihnen hier angezeigt. Sie können hierbei entscheiden, ob diese Updates nun installiert werden sollen.

9Nov/150

Datentransfer mit WinSCP

Ein sehr hilfreiches Tool zum Übertragen von Daten auf einen Server ist WinSCP. WinSCP ist ein grafischer Open Source SFTP und FTP Client für Windows, welcher auch das alte SCP-Protokoll unterstützt. Er bietet einen geschützten Daten- und Dateitransfer zwischen verschiedenen Rechnern und ermöglicht die Nutzung geschützter “Tunnel”.

WinSCP kann über folgenden Link heruntergeladen werden:

Bitte klicken Sie hier!

Sobald Sie WinSCP installiert und das Programm geöffnet haben, können Sie auch schon beginnen.

WinSCP1

Das Übertragungsprotokoll ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Datenübertragung. Im folgenden Verlauf sehen Sie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Protokolle.

SFTP (SSH File Transfer Protocol):

  • Vorteile: Die Verbindung ist verschlüsselt und wird über den SSH Port hergestellt, was bedeutet, dass zur Datenübertragung kein FTP Server installiert werden muss.
  • Nachteile: Durch die verschlüsselte Verbindung ist die Datenübertragung langsamer als bei FTP.

FTP (File Transfer Protocol):

  • Vorteile: Die Datenübertragung ist wesentlich schneller als bei SFTP, da hier keine Verschlüsselung stattfindet.
  • Nachteile: Die Verbindung ist unverschlüsselt und es bedarf der Installation eines FTP Servers.

SCP (Secure Copy):

  • Vorteile: Die Verbindung wird ebenfalls wie bei SFTP verschlüsselt und verwendet den SSH Port.
  • Nachteile: Durch die verschlüsselte Verbindung ist die Datenübertragung langsamer als bei FTP.

WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning):

  • Vorteile: Die Verbindung wird über den HTTP Port hergestellt, welcher von so gut wie keiner Firewall geblockt wird.
  • Nachteile: Die Verbindung ist unverschlüsselt, kann jedoch über SSL verschlüsselt werden.

Bei dem Rechnernamen muss entweder die IP Adresse des Servers oder die Domain, welche auf die IP Adresse des Servers verweist, angegeben werden.

Die Portnummer ist abhängig vom ausgewählten Übertragungsprotokoll, wir haben die Standard Ports jedoch im folgenden aufgeführt.

  • Standard SFTP Port: 22
  • Standard FTP Port: 20 und 21
  • Standard SCP Port: 22
  • Standard WebDAV Port: 80

WICHTIG: Für SFTP und SCP gilt:

Standardmäßig verwenden beide Protokolle den SSH Port 22. Falls dieser beispielsweise auf 5000 geändert wurde, so muss bei der Verbindung diese Portnummer auch verwendet werden.

Der Benutzername ist der User, welcher die Berechtigungen besitzt, auf den Server zuzugreifen.

Zum Beispiel: root

ACHTUNG:

Der User root hat volle Berechtigungen auf dem Server, deshalb muss hier vorsichtig vorgegangen werden. Fälschlicherweise gelöschte Systemdateien können dazu führen, dass der Server betriebsunfähig wird.

Eine Verbindungsmöglichkeit mit SFTP würde nun folgendermaßen aussehen:

Wenn Sie nun auf "Anmelden" klicken, versuchen Sie eine Verbindung zu Ihrem Server aufzubauen.

WinSCP2

Nun müssen Sie die Sicherheitswarnung bestätigen.

WinSCP4

Es wurde nun erfolgreich eine SFTP-Verbindung zum Server aufgebaut. Links im Bild ist der lokale Computer und rechts ist der Server.

WinSCP5

Wenn eine Datei, oder ein kompletter Ordner übertragen werden soll, so kann der Kopiervorgang ganz einfach per Drag and Drop gestartet werden. Hierbei wird die Datei auf den Server kopiert und ist nun auf dem lokalen Computer und auf dem Server vorhanden.

WinSCP9

Wenn für die Verbindung ein SSH-Schlüssel verwendet wird, so kann dieser vor der Anmeldung über "Erweitert..." unter dem Punkt "Authentifizierung"  eingebunden werden.

WinSCP3

Wenn Sie mit der Datenübertragung fertig sind, können Sie das Fenster einfach schließen und die Verbindung wird getrennt.

Posted by: Mike | Tagged as: , , , , No Comments
19Jun/150

Einbinden zusätzlicher Festplatten unter Windows

In diesem Tutorial binden wir eine zusätzliche Festplatte unter Windows ein. Wir arbeiten im Folgenden mit Windows Server 2012, das Vorgehen ist bei Windows Server 2008 jedoch gleich.

Zunächst öffnen wir mit einem Rechtsklick auf den Startbutton ein Auswahlmenü:

_2015-05-28_18-14-12

Wir wählen Disk Management, um das Festplattenverwaltungstool zu öffnen. Erkennt Windows eine neu angeschlossene Festplatte ohne Partitionstabelle, öffnet sich zugleich ein Dialogfenster:

mbrgpt

Hier wählen wir für Festplatten, die kleiner als 2000 GB sind, MBR aus. Für Festplatten, welche die Kapazität von 2 TB übersteigen, benutzen wir GPT, um die gesamte Kapazität nutzen zu können.
Da die Festplatte in unserem Beispiel lediglich 100 GB groß ist, wählen wir MBR. Mit Klick auf OK wird die gewählte Partitionstabelle auf die Festplatte geschrieben und wir landen nach Abschluss dieser Prozedur im Hauptmenü der Festplattenverwaltung. Alternativ erreicht man diese Übersicht über die Computerverwaltung ("Computer Management") in der Systemsteuerung ("Control Panel").

haupt

Hier sehen wir unsere neue Festplatte als Disk 1 aufgelistet. Um diese jedoch für das Verwalten von Daten verwenden zu können, müssen wir sie zuerst partitionieren und formatieren. Dazu klicken wir mit der rechten Maustaste auf das Rechteck mit dem schwarzen Balken und wählen New Simple Volume.

haupt2

Wir klicken uns durch das sich öffnende Fenster. Größe der zu erstellenden Partition, zugewiesener Laufwerksbuchstabe sowie Filesystem können variabel gewählt werden. Für Windows ist NTFS empfohlen.

ntfs

Der Name unserer neuen Partition ist im Beispiel STORAGE, kann aber selbstverständlich frei gewählt werden.

Mit weiteren Klicks auf Next und Finish schließen wir die Partitionierung und Formatierung der Festplatte ab. Die Festplatte ist nun im Explorer aufgelistet und kann mit Daten gefüllt werden:

explorer

5Nov/130

Den Indianer im Griff

Logo_LAMPWir möchten Sie hiermit auf eine Neuerung in unserem ASI aufmerksam machen. Wie einige von Ihnen vielleicht schon bemerkt haben, gibt es seit einiger Zeit eine Zusatzoption für Linux: LAMP

Die Option ist bei einer Bestellung eines VPS oder dedizierten Servers über unsere Webseite für die Linux Distributionen CentOS, Debian und Ubuntu verfügbar.

Durch diese Zusatzoption wird bei den genannten Distributionen eine komplette Webserver Umgebung zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zum Betriebssystem Linux (L) werden aus den offiziellen Paketquellen der Distributionen Apache2 (A), MySQL (M) und die weit verbreitete Scriptsprache PHP (P) installiert. Zur Vereinfachung der Administration von MySQL kommt noch das Tool phpMyAdmin hinzu.

Um eine Webseite aufzusetzen, muss die Domain auf die Server IP zeigen. Als Erstes sollte man die Default Website deaktivieren:

a2dissite default
a2dissite default-ssl
service apache2 reload

Um die Änderung zu übernehmen wird abschließend die Konfiguration neu eingelesen (reload). Jetzt kann man im Verzeichnis /etc/apache2/sites-available eine Konfiguratiosdatei für einen Virtuellen Host anlegen, nennen wir sie beispielsweise example.com :

<VirtualHost *:80>
ServerAdmin your.email@example.com
ServerName example.com
ServerAlias www.example.com
DocumentRoot /var/www/example.com/public_html/
ErrorLog /var/www/example.com/logs/error.log
CustomLog /var/www/example.com/logs/access.log combined
</VirtualHost>

Die benötigten Verzeichnisse anlegen:

mkdir -p /var/www/example.com/public_html
mkdir /var/www/example.com/logs

Diese neue Webseite muss natürlich aktiviert werden, dabei wird ein Link zur Konfigurationsdatei im Verzeichnis /etc/apache2/sites-enabled angelegt:

a2ensite example.com
service apache2 reload

Um zu testen, ob auch PHP richtig funktioniert, hilft eine phpinfo.php:

cat > /var/www/example.com/public_html/phpinfo.php << EOF
<? phpinfo(); ?>
EOF

Falls der Apache unerwarteterweise nicht mehr startet oder verweigert, die Konfiguration einzulesen, sind die Logfiles (meist /var/log/apache2/*) oft ein guter Anhaltspunkt, um den Fehler zu finden. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man die Konfiguration mit /usr/sbin/apachectl configtest vorher überprüfen.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Verbesserung etwas unter die Arme greifen zu können, so müssen Sie sich nicht durch eine vollständige LAMP Installation quälen.

Posted by: Stephan | Tagged as: , , , , No Comments
7Oct/135

IPv6 auf Ihrem Server einrichten

Mit der kürzlichen Einführung von IPv6 in unserem Rechenzentrumsnetzwerk sollten neu installierte Server bereits mit einer IPv6-Adresse ausgestattet sein. Für bestehende Installationen, welche nicht neu installiert werden sollen oder Colocation-Geräte, deren Betriebssystem nicht mit unserer Deployment-Lösung installiert wurde, muss die erforderliche Konfiguration manuell hinterlegt werden. Dieser Leitfaden soll Ihnen genügend Informationen geben, um IPv6 auf Ihrem Server einzurichten.

Informationen erhalten

Wir haben bereits jeder Ihrer Leistungen eine IPv6-Adresse zugeordnet. Sie können diese Adresse in Ihrem Kundenlogin finden. Dort sollte sie in etwa wie folgt zu sehen sein:

ipv6ccp

Verwenden Sie nicht den im obenstehenden Bild gezeigten IPv6-Adressbereich "2a02:c200:0:10:3:0:7:1", sondern Ihren eigenen.

Zusätzlich benötigen Sie die folgenden Angaben, um die Einrichtung abzuschließen:

Netzmaske / Präfix-Länge: 64
Gateway-Adresse: fe80::1

Wenn das /64-Netzwerk für Ihren Server mit "2a02:c205" beginnt, nutzen Sie bitte folgende DNS-Server:

Resolver/DNS server 1: 2a02:c205::1:53
Resolver/DNS server 1: 2a02:c205::2:53

Wenn das /64-Netzwerk für Ihren Server mit "2a02:c207" beginnt, nutzen Sie bitte folgende DNS-Server:

Resolver/DNS server 1: 2a02:c207::1:53
Resolver/DNS server 1: 2a02:c207::2:53

Erstkonfiguration (Linux-basierte Betriebssysteme)

Bevor Sie diese IPv6-Adresse in die Konfigurationsdateien eintragen, damit die Änderungen auch nach einem Neustart des Servers erhalten bleiben, können Sie diese auch manuell einrichten. In diesem Beispiel wird die IPv6-Adresse 2001:db8::1 verwendet. Bitte ersetzen Sie sie mit der entsprechenden Adresse des zu konfigurierenden Servers. Falls Ihre Netzwerkkarte nicht eth0 ist, muss auch dieser Wert angepasst werden.

Fügen Sie die Adresse der Netzwerkschnittstelle im Format / hinzu:

ip addr add 2001:db8::1/64 dev eth0

Sie können überprüfen, ob die Adresse korrekt aktiviert wurde, in dem Sie folgenden Befehl ausführen:

ip -6 addr show

Hier sollten neben einigen anderen Ausgaben auch folgende Zeilen auftauchen:

2: eth0: <BROADCAST,MULTICAST,UP,LOWER_UP> mtu 1500 qlen 1000
inet6 2001:db8::1/64 scope global valid_lft forever preferred_lft forever

Um die weite IPv6-Welt erreichen zu können, wird eine Route benötigt, welche folgendermaßen angelegt werden kann:

ip route add default via fe80::1 dev eth0

Auch hier können Sie die Einstellung überprüfen, indem Sie Folgendes ausführen:

ip -6 route show

Die Ausgabe sollte folgendermaßen aussehen:

default via fe80::1 dev eth0 metric 1024 mtu 1500 advmss 1440 hoplimit 4294967295

Sie können nun Ihre IPv6-Konnektivität mit dem Befehl ping6 testen:

ping6 2a02:c205:0:5001::1

Änderungen permanent speichern (Linux-basierte Betriebssysteme)

Unterschiedliche Betriebssysteme haben verschiedene Vorgehensweisen, die Netzwerk-Konfiguration vorzunehmen. Falls nötig, schauen Sie bitte in die entsprechende Dokumentation zu Ihrem Betriebssystem. Beispiel-Konfigurationen für Debian / Ubuntu und CentOS / Fedora / RedHat sehen Sie hier. Bitte seien Sie bei der Einrichtung sehr umsichtig, eine fehlerhafte Konfiguration kann zu einer Nicht-Erreichbarkeit Ihres Servers führen.

Debian / Ubuntu

Bearbeiten Sie die Datei /etc/network/interfaces und fügen Sie die folgenden Zeilen ein:

iface eth0 inet6 static
address 2001:db8::1
netmask 64
gateway fe80::1
accept_ra 0
autoconf 0
privext 0

CentOS / Fedora / RedHat

Stellen Sie sicher, dass IPv6 generell aktiviert ist. Dazu die Datei /etc/sysconfig/network bearbeiten und falls nicht schon vorhanden die folgende Zeile einfügen:

NETWORKING_IPV6 = yes

Dann fügen Sie die IP-Konfiguration in der Datei /etc/sysconfig/network-scripts/ifcfg-eth0 hinzu:

IPV6INIT = yes
IPV6ADDR = 2001:db8::1/64
IPV6_DEFAULTGW = fe80::1
IPV6_DEFAULTDEV = eth0

Dies sollte sicherstellen, dass die IPv6-Adresse nach einem Neustart des Servers wieder aktiviert wird.

Einrichtung unter Windows Server Betriebssystemen

Klicken Sie nach der Anmeldung per RDP auf "Start" > "Control Panel" > "Network and Internet" > "Network and Sharing Center". Klicken Sie auf "Change Adapter Settings" auf der linken Seite. Rechtsklicken Sie auf das Icon für die Netzwerkverbindung, wählen Sie "Properties" aus dem Menü aus:

IPv6-Windows-1

Markieren Sie den Eintrag "Internet Protocol Version 6 (TCP/IP)" aus der Liste, stellen Sie sicher, dass der Haken gesetzt ist und klicken Sie wieder auf "Properties". Tragen Sie die Informationen wie auf dem Screenshot zu sehen ein:

IPv6-Windows-2

Klicken Sie auf "OK", um die Dialoge zu schließen und die Änderungen zu speichern.

Ihr Server ist trotzdem nicht via IPv6 erreichbar?

Falls Sie Ihren Server nach diesen Änderungen von Ihrem Computer aus nicht via IPv6 erreichen können, obwohl das ping6-Kommando eine Antwort lieferte, dürfte IPv6 in Ihrem lokalen Netzwerk noch nicht aktiviert sein. Bitte prüfen Sie dies als erstes und kontaktieren Sie gegebenenfalls Ihren ISP.

Posted by: Markus | Tagged as: , , , , , 5 Comments