8Sep/160

Vergleich der verschiedenen Linux-Distributionen, die Contabo anbietet

Als geschätzter Kunde bei Contabo verfügt man über eine Auswahl an verschiedensten Linux-Distributionen, die zum Betrieb des eigenen Servers genutzt werden können. Diese können unkompliziert über das Contabo Kundenlogin auf allen Servern automatisiert installiert werden.

Für unsere Kunden bieten sich diverse Vorteile:

- Contabo stellt immer die neuesten Versionen zur Installation zur Verfügung.

- Es kann bequem zwischen verschiedenen Linux-Distributionen gewählt und gewechselt werden.

- Alle Linux-Distributionen werden komplett kostenfrei angeboten.

- Vom kommerziellen Einsatz, über den Enthusiasten, bis hin zum Einsteiger, können alle Bedürfnisse mit den von uns angebotenen Distributionen abgedeckt werden.

In der folgenden Übersicht bieten wir Ihnen eine kurze Beschreibung zu den von uns angebotenen Linux-Distributionen:

CentOS:

CentOS (Community Enterprise Operating System) ist eine Linux-Distribution, die auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) aufbaut. Die Distribution wird von einer offenen Gruppe von freiwilligen Entwicklern betreut, gepflegt und weiterentwickelt.

Sie ist im Gegensatz zu RHEL ohne Supportverträge und kostenfrei erhältlich. Insbesondere baut WHMs cPanel auf dieser Linux-Distribution auf, was Sie für Reseller besonders interessant macht. Als Enterprise-Betriebssystem ist es auf Stabilität und lange Wartungszyklen ausgelegt. Man kann CentOS bis zu 10 Jahre nutzen ohne Pakete bzw. Softwareversionen migrieren zu müssen, weshalb es für den kommerziellen Einsatz bestens geeignet ist.

https://www.centos.org/

Debian:

Debian ist eine gemeinschaftlich entwickelte freie Linux-Distribution. Langzeitunterstützung wurde erstmals ab Version 7 durch das neu gegründete Projekt Debian Long Term Support eingeführt. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig alle Versionen für mindestens 5 Jahre mit Sicherheitsupdates zu versorgen.

Debian hat Zugriff auf Onlinequellen für installierbare Software, welche über 50.000 unterschiedliche Anwendungen bereitstellen. Offiziell bietet Debian ausschließlich kostenfreie Software zur Installation an, es können aber auch kostenpflichtige Pakete installiert werden, welche auf dem freien Markt erhältlich sind. Somit eignet es sich durchaus auch für den kommerziellen Einsatz.

https://www.debian.org/index.de.html

Ubuntu:

Ubuntu ist eine auf Debian basierende Linux-Distribution.

Die Entwickler verfolgen mit dem System das Ziel, ein leicht zu bedienendes Betriebssystem mit aufeinander abgestimmter Software zu schaffen. Diese Linux-Distribution ist inzwischen eine der meistgenutzten Linux-basierten Betriebssysteme in Anwendung. Es gibt auch bei Ubuntu Versionen mit Langzeitunterstützung, welche durch ein “LTS” am Ende der Versionsnummer gekennzeichnet ist.

http://ubuntu.com/

OpenSUSE:

Der Fokus der Entwickler liegt darauf, ein stabiles und benutzerfreundliches System für Desktoprechner und Server zu schaffen.

Eine besondere Eigenschaft der Distribution ist das hauseigene Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST (“Yet another Setup Tool“, zu Deutsch: „Noch ein weiteres Einrichtungswerkzeug“), das ein zentrales Werkzeug zur Installation, Konfiguration und Administration des Systems darstellt. Das Programm stellt auch eine komfortable Suche nach Paketen zur Verfügung.

https://de.opensuse.org/Hauptseite

Fedora:

Im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen gibt es keinen Langzeit-Support für Fedora. Der Lebenszyklus einer Fedora Version ist auf 13 Monate ausgerichtet, etwa alle sechs Monate erscheint eine neue Version. Gerade deshalb ist Fedora für eine langfristig geplante Verwendung ungeeignet.

Dafür bietet es im Gegensatz zu anderen Distributionen stets die aktuellste verfügbare Software. Bastler und experimentierfreudige Anwender sind mit dieser Distribution bestens bedient.

https://getfedora.org/de/

Posted by: Philipp | Tagged as: , , , , , , , , No Comments
4Jul/150

Statische Routen einrichten

In unserem Netzwerk wird der gesamte Traffic über unsere Core-Router geleitet, sämtliche Switchports akzeptieren nur Ethernet-Frames mit der Adresse dieser Router. Eine direkte Layer-2-Kommunikation zwischen Servern, welche sich im gleichen Subnetz befinden, ist somit nicht möglich. Falls Sie zwei oder mehr Server mit IPv4-Adressen aus demselben Subnetz (gewöhnlich /24) besitzen, und mit diesen Traffic untereinander austauschen möchten, ist es notwendig, auf diesen statische Routen zu den jeweils anderen zu setzen.

Die folgenden Beispiele nehmen an, dass der Server mit der IP 192.51.100.10 und der Server mit der IP 192.51.100.42 miteinander kommunizieren möchten.

CentOS

Unter CentOS werden statische Routen in der route-Datei der jeweiligen Schnittstelle konfiguriert, ist dies eth0 muss der Datei /etc/sysconfig/network-scripts/route-eth0 auf Server 192.51.100.10 folgender Eintrag hinzugefügt werden (statische Route zu 192.51.100.42):

#/etc/sysconfig/network-scripts/route-eth0
...
192.51.100.42/32 via 192.51.100.1 dev eth0

Umgekehrt muss auf Server 192.51.100.42 eine statische Route zu 192.51.100.10 gesetzt werden:

#/etc/sysconfig/network-scripts/route-eth0
...
192.51.100.10/32 via 192.51.100.1 dev eth0

Alternativ kann auf beiden Servern auch eine Route zum gesamten Netz gesetzt werden:

#/etc/sysconfig/network-scripts/route-eth0
...
192.51.100.0/24 via 192.51.100.1 dev eth0

Debian / Ubuntu (bis 17.04)

Bei Debian bzw. Ubuntu werden statische Routen in der Datei /etc/network/interfaces hinterlegt. Auf dem Server mit der IP 192.51.100.10 wird der entsprechende Eintrag ans Ende der Datei bzw. des iface-Blocks der jeweiligen Schnittstelle (in diesem Fall eth0) angehängt:

#/etc/network/interfaces
...
up ip route add 192.51.100.42/32 via 192.51.100.1 dev eth0
down ip route del 192.51.100.42/32 via 192.51.100.1 dev eth0

Auf Server 192.51.100.42 sieht die Route so aus:

#/etc/network/interfaces
...
up ip route add 192.51.100.10/32 via 192.51.100.1 dev eth0
down ip route del 192.51.100.10/32 via 192.51.100.1 dev eth0

Es ist ebenfalls möglich, auf beiden Servern eine statische Route für das gesamte Subnetz zu setzen:

#/etc/network/interfaces
...
up ip route add 192.51.100.0/24 via 192.51.100.1 dev eth0
down ip route del 192.51.100.0/24 via 192.51.100.1 dev eth0

Ubuntu (ab 17.10)

Bei Ubuntu ab Version 17.10 werden statische Routen in der Datei /etc/netplan/01-netcfg.yaml hinterlegt. Auf dem Server mit der IP 192.51.100.10/24 wird der entsprechende Eintrag mit der richtigen Einrückung zu der jeweiligen Schnittstelle (in diesem Fall eth0) angehängt. Wegen einer Besonderheit in Netplan müssen hier  leider zwei Routen pro Server-IP angelegt werden. Bitte unbedingt die Präfixe beachten, welche auf /25 abgeändert wurden:

#/etc/netplan/01-netcfg.yaml
...
    eth0:
      routes:
        - to: 192.51.100.0/25
          via: 192.51.100.1
        - to: 192.51.100.128/25
          via: 192.51.100.1

Anschließend muss noch die Routingtabelle zurück gesetzt und die Änderungen übernommen werden. Bitte verwenden Sie diesen Befehl am Stück, um einen Verbindungsabbruch zu vermeiden:

ip route flush table main; ip route flush cache; netplan apply

openSUSE

Statische Routen können in openSUSE in /etc/sysconfig/network/routes gesetzt werden. Auf Server 192.51.100.10 wird die Route zu 192.51.100.42 folgendermaßen gesetzt:

#/etc/sysconfig/network/routes
...
192.51.100.42/32 192.51.100.1 - eth0

Die statische Route von 192.51.100.42 zu Server 192.51.100.10 wird wie folgt konfiguriert:

#/etc/sysconfig/network/routes
...
192.51.100.10/32 192.51.100.1 - eth0

Wahlweise kann auf beiden Servern auch eine Route zum gesamten Subnetz angelegt werden:

#/etc/sysconfig/network/routes
...
192.51.100.0/24 192.51.100.1 - eth0

Windows Server

Zum setzen einer statischen Route unter Windows, rufen Sie bitte die Eingabeaufforderung als Administrator auf. Geben Sie auf Server 192.51.100.10 bitte folgendes ein, um eine Route zu 192.51.100.42 zu setzen:

route -p add 192.51.100.42 mask 255.255.255.255 192.51.100.1

Auf dem Server mit der IP 192.51.100.42 muss entsprechend folgendes eingegeben werden:

route -p add 192.51.100.10 mask 255.255.255.255 192.51.100.1

Die Option -p macht die Route persistent, wird -p weggelassen, muss die Route beim nächsten Neustart neu gesetzt werden.

Posted by: Andreas | Tagged as: , , , , , No Comments