30Nov/170

Administrationspanel im Vergleich: cPanel vs. Plesk vs. Webmin

Oft erreicht uns die Frage, welches Panel wir empfehlen. Diese Frage lässt sich nicht generell beantworten, da jedes Panel seine Vor- und Nachteile hat und auch entsprechend verschiedene Schwerpunkte setzt. Aktuell werden von uns cPanel, Plesk, LAMP und Webmin angeboten. Im Folgenden werden die einzelnen Panel und deren Hauptfunktionen vorgestellt:

cPanel/WHM

cPanel ist ein Webhostingpanel welches es ermöglicht, auf einfache und übersichtliche Weise eine große Anzahl an Benutzern zu verwalten, sowie die installierten Dienste zu konfigurieren. Viele Einstellungen sind hier sehr restriktiv gesetzt um Sicherheitslücken zu vermeiden, dies kann aber je nach Anforderung der eigenen Software auch zu Problemen führen. Zudem werden ohne Erweiterungen anderer Anbieter wenig zusätzliche Features angeboten, wie beispielsweise der Support von nginx als Webserver. cPanel ist dafür bekannt, bei sämtlichen Problemen innerhalb kürzester Zeit Updates zur Verfügung zu stellen. Bei cPanel selber unterscheidet man zwischen WHM (WebHostMananger) und cPanel, WHM ist der Administrationsbereich, cPanel das Kundeninterface.

Die Dokumentation ist sehr ausführlich und bietet für nahezu jede angebotene Funktion Erklärungen:

https://documentation.cpanel.net/

Falls man speziellere Fragen hat, die in der Dokumentation nicht beantwortet werden, steht auch ein Forum zur Verfügung:

https://forums.cpanel.net/

Eine Demo kann ebenfalls gestartet werden und in den Changelogs können Sie einsehen, welche Änderungen eine neue Version mit sich bringt bevor Sie diese installieren:

https://cpanel.com/demo/
https://documentation.cpanel.net/display/CL/Change+Logs

Falls Sie Hilfe für den Einstieg benötigen, empfehlen wir neben der Dokumentation auch die YouTube-Videos:

https://www.youtube.com/user/cpaneltv

Plesk Onyx

Plesk richtet sich eher an Entwickler, stellt allerdings auch für Webhosting eine gute Alternative dar. Dank vieler teils kostenloser, teils kostenpflichtiger Erweiterungen bleiben wenig Wünsche offen, zumal es auch unter Windows als Betriebssystem läuft. Die aktuelle Version trägt den Namen "Onyx" und kann in Form von drei Editionen erworben werden, deren Umfang in folgendem Dokument beschrieben ist:

https://www.plesk.com/wp-content/uploads/2017/03/plesk-onyx-licensing-guide.pdf

Wie auch cPanel greift Plesk tief in das Betriebsystem ein und verändert viele Konfigurationen, jedoch können viele Pakete problemlos direkt über Plesk oder auch ohne Weiteres über das Betriebssystem installiert werden.

Auch Plesk stellt eine ausführliche Dokumentation zur Verfügung die viele Bereiche abdeckt:

https://docs.plesk.com/de-DE/onyx/

Zusätzlich gibt es hier auch die Knowledgebase in welcher typische Probleme und Fehler beschrieben werden und sich Lösungswege finden lassen:

https://support.plesk.com/hc/en-us

Die aktive Community und die Entwickler sind zudem im Forum präsent und helfen auch bei Problemen weiter:

https://talk.plesk.com/

Webmin

Webmin ist kein Webhostingpanel wie die vorher genannten, sondern "nur" ein Administrationspanel, welches die Konfigurationsmöglichkeiten für die verwendeten Dienste in grafischer Form aufbereitet um das Verwalten des Servers zu erleichtern. Eine Übersicht der unterstützten Dienste findet man in der offiziellen Dokumentation:

http://doxfer.webmin.com/Webmin/Webmin_Modules

Zusätzlich kann man auch weiterhin Software über SSH installieren und konfigurieren. Im Gegensatz zu cPanel und Plesk ist Webhosting mit Webmin allein zwar möglich, jedoch nicht komfortabel. Da Webmin im Gegensatz zu cPanel und Plesk aber quelloffen ist ( https://github.com/webmin/webmin ), kann jeder zur Weiterentwicklung des Panels beitragen. Zusätzlich wurde auch eine Erweiterung für Webmin entwickelt, die die klassischen Funktionen eines Webhostingpanels zu Webmin hinzufügt:

https://www.virtualmin.com/

Falls man den Server nicht für Webhosting sondern beispielsweise als Mailserver verwenden möchte, gibt es ebenfalls eine Erweiterung die unter anderem einen Webmailer ergänzt:

http://www.usermin.com/usermin.html

LAMP

LAMP wird von uns auch schon seit mehreren Jahren angeboten und ist kein Panel wie die bisher vorgestellten, sondern ein Softwarepaket bestehend aus (Linux,) Apache, MySQL und PHP; es bietet also die Softwarebasis zum Umsetzen eigener Web-Projekte. Die Details haben wir bereits im Tutorial "Den Indianer im Griff" beschrieben

Webmin + LAMP

Die Kombination von Webmin und LAMP wird von unseren Kunden sehr gerne bestellt. Hierbei werden von uns die beiden Softwarebundles bereits vor Übermittlung der Zugangsdaten installiert, sodass nach Erhalt dieser direkt mit dem Hochladen der Webseite gestartet werden kann.

 

Fazit:

Wie Sie sehen, gibt es eine große Auswahl an Panels und die Entscheidung, welches für Ihre Einsatzzwecke passend ist, hängt auch vom gewählten Betriebssystem ab. So ist cPanel nur mit CentOS kombinierbar, während Sie Plesk auch mit Windows Server verwenden können. Übrigens: Plesk können Sie bei uns einen Monat gratis testen (Angebot verfügbar für unsere vServer) und sich dabei mit den vielen Funktionen vertraut machen.

Posted by: Paul | Tagged as: , , , , , , , No Comments
5Nov/130

Den Indianer im Griff

Logo_LAMPWir möchten Sie hiermit auf eine Neuerung in unserem ASI aufmerksam machen. Wie einige von Ihnen vielleicht schon bemerkt haben, gibt es seit einiger Zeit eine Zusatzoption für Linux: LAMP

Die Option ist bei einer Bestellung eines VPS oder dedizierten Servers über unsere Webseite für die Linux Distributionen CentOS, Debian und Ubuntu verfügbar.

Durch diese Zusatzoption wird bei den genannten Distributionen eine komplette Webserver Umgebung zur Verfügung gestellt. Zusätzlich zum Betriebssystem Linux (L) werden aus den offiziellen Paketquellen der Distributionen Apache2 (A), MySQL (M) und die weit verbreitete Scriptsprache PHP (P) installiert. Zur Vereinfachung der Administration von MySQL kommt noch das Tool phpMyAdmin hinzu.

Um eine Webseite aufzusetzen, muss die Domain auf die Server IP zeigen. Als Erstes sollte man die Default Website deaktivieren:

a2dissite default
a2dissite default-ssl
service apache2 reload

Um die Änderung zu übernehmen wird abschließend die Konfiguration neu eingelesen (reload). Jetzt kann man im Verzeichnis /etc/apache2/sites-available eine Konfiguratiosdatei für einen Virtuellen Host anlegen, nennen wir sie beispielsweise example.com :

<VirtualHost *:80>
ServerAdmin your.email@example.com
ServerName example.com
ServerAlias www.example.com
DocumentRoot /var/www/example.com/public_html/
ErrorLog /var/www/example.com/logs/error.log
CustomLog /var/www/example.com/logs/access.log combined
</VirtualHost>

Die benötigten Verzeichnisse anlegen:

mkdir -p /var/www/example.com/public_html
mkdir /var/www/example.com/logs

Diese neue Webseite muss natürlich aktiviert werden, dabei wird ein Link zur Konfigurationsdatei im Verzeichnis /etc/apache2/sites-enabled angelegt:

a2ensite example.com
service apache2 reload

Um zu testen, ob auch PHP richtig funktioniert, hilft eine phpinfo.php:

cat > /var/www/example.com/public_html/phpinfo.php << EOF
<? phpinfo(); ?>
EOF

Falls der Apache unerwarteterweise nicht mehr startet oder verweigert, die Konfiguration einzulesen, sind die Logfiles (meist /var/log/apache2/*) oft ein guter Anhaltspunkt, um den Fehler zu finden. Um auf Nummer sicher zu gehen, kann man die Konfiguration mit /usr/sbin/apachectl configtest vorher überprüfen.

Wir hoffen, Ihnen mit dieser Verbesserung etwas unter die Arme greifen zu können, so müssen Sie sich nicht durch eine vollständige LAMP Installation quälen.

Posted by: Stephan | Tagged as: , , , , No Comments