5Aug/110

Ansichtskarten? Eine aussterbende Spezies!

Unaufhaltsam naht sie nun wieder, die Urlaubszeit. Für die meisten schwer gestressten Arbeitnehmer ist es eine Auszeit für Erholung, die einen oftmals in exotische Gefilde führt.
Wie jedes Jahr um diese Zeit, gehört es zu meinen Reisevorbereitungen, mein Adressbuch herzurichten, um meinen Freunden und Bekannten dann vom Urlaubsort einen bebilderten Gruß im Format 10,5 x 15cm in Form einer Ansichtskarte zukommen zu lassen.

Allerdings muss man sie im Zeitalter sozialer Netzwerke, von Twitter, Skype und MMS zu den bedrohten Arten zählen, so meine Erfahrung.
Ob nun die gute alte Ansichtskarte bereits auf die 'rote Liste' der vom Aussterben bedrohten Kommunikationsmittel gehört, ist zwar fraglich, aber dass ein deutlicher Abwärtstrend seit dem Jahr 2000 hinsichtlich verschickter Ansichtskarten zu verzeichnen ist, ist unbestritten und statistisch belegt.

Nun, was spricht eigentlich dafür, diese, in den Augen Vieler, antiquierte Art, Grüße vom Urlaubsort zu senden, beizubehalten?
Auf den ersten Blick nicht viel. Jedes Mobiltelefon ist mittlerweile in der Lage, passable Fotos zu schießen, welche direkt vom Strand, oder noch besser, direkt aus der Strandbar, versehen mit launigem Text, an die Daheimgebliebenen versendet werden können. Von selbst gedrehten Videos, kurz und problemlos auf YouTube hochgeladen, ganz abgesehen.

Keine Jugendherberge und kein Campingplatz, geschweige denn Hotel, könnte mehr Gäste anlocken, wäre da nicht die 'Internet Ecke' mit E-Mail Zugang oder Skype Ausstattung. Und selbst an entlegensten Orten der Welt gibt es Internet Cafes, die für kleines Geld anbieten, mit den Freunden Kontakt aufzunehmen und diese an den Urlaubsfreuden teilhaben zu lassen.
Eine Umfrage unter Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren hat sogar ergeben, dass vielen gar nicht bekannt ist, ob und wie eine Ansichtskarte zu frankieren und zu beschriften ist. Viele glaubten gar, man müsse diese Karten zwingend in einen Umschlag stecken, damit sie von der Post transportiert werden könnten. Die Schätzungen, was eine Briefmarke kostet, reichten von 1 Cent bis 1 Euro.

Was also spricht für die Ansichtskarte?

Dazu muss man die Angelegenheit aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachten. Mich persönlich freut es einfach, Ansichtskarten aus vielen Ecken dieser Erde zugeschickt zu bekommen und, um ganz ehrlich zu sein, die meisten der darauf abgebildeten Sehenswürdigkeiten oder Landschaften hätte ich selbst am Ort des Geschehens nie so "aufgehübscht" ablichten können. Wie freue ich mich am Ende des Sommers über die an die Pinnwand gehefteten, bunten Urlaubsgrüße. Nicht ganz ohne Neid schweift mein Blick dann über diese kleine Galerie und ich weiß doch andererseits, dass auch meine Kartengrüße - zumindest temporär  - irgendeine Wand zieren. Zugegebenermaßen bemerke ich ebenfalls, dass es von Jahr zu Jahr weniger Exemplare werden, doch könnte das auch an einer gewissen Schreibfaulheit liegen, die einen regelmäßig während des Urlaubs befällt. Und schließlich sende auch ich nur an die Freunde analoge Grüße per Ansichtskarte, die ebenfalls an mich gedacht haben. Letztlich bleibt ja demjenigen, der bereits die x-te Postkarte aus einer der Touristenhochburgen erhalten hat, immer noch die Freude über die bunten Briefmarken, selbst wenn er nicht unbedingt Numismatiker ist.

Das Sammeln von Ansichtskarten in entsprechenden Alben war in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts ein gar nicht ungewöhnliches Hobby und sogar auf unserem Dachboden lagern noch Relikte aus dieser Zeit. Sollte ich vielleicht mal über E-Bay zu Geld machen. Zumindest diese Aussicht macht Hoffnung, dass die gute alte Ansichtskarte im Kreise der digitalen Mitglieder der Kommunikationsfamilie zumindest einen schönen, gemütlichen Altersruhesitz behält.

In diesem Sinne, schönen Urlaub und viele Grüße.

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27Jun/110

Number of the month: 2 + 7 = Decent Temperature!

Outside, red hot and tropical weather conditions, but the servers located at Giga-Hosting's datacenter, always keep a 'cool processor'. Thanks to 7 climate cabinets in our datacenter and to 2 cooling units on the roof top, a consistent decent temperature is kept, to care for the servers on our server floor.

In April 2011, the second level of our air conditioning system was implemented and this upgraded the former cooling capacity by another 150%.

7 Air Conditioning Cabinets / Recirculation Cooling Units

The 7 air conditioning cabinets are mounted in our data center on various locations. Our recirculating cooling units absorb the warm air stream exhausted by our servers on the ceiling level of the datacenter. This air is afterwards chilled by cold water, which is pumped through two cooling units on the roof top of the building and taken down to the server floor again. The cooled air will then be blown out through the grills of our double layered pressure floor directly underneath the servers.

2 Cooling Units

The 2 cooling units are roof top mounted, directing towards Munich's centre. The warm water from the data center is pumped up to cooling units above. It gets chilled in there and is being pumped down again to the datacenter below. If the temperature outside is cooler than at the inside, air condition is not only controlled by compressors but also substituted by using ambient air. Such results in energy savings and therefore cost reductions. Giga-Hosting's clients do definitely benefit from this effieciency directly.

This 'free-cooling', permanently remote controlled system disposes of 2 water circulations, separated from each other. In fact, two completely independent and redundant systems in each aspect are implemented. All pipes and drains for the air conditioning, but as well all electrical wiring was installed twofold. That stands to reason that we keep consistent decent temperatures in our datacenter for the server's "wellness".  Equally do the employees at Giga International feel well, as they are taken care of by chilling them in air conditioned offices and pampering them with ice cream and cooled soft drinks.

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The same text in German / Der gleiche Text in Deutsch

Zahl des Monats: 2+7 = Angenehme Termperatur!

Draußen ist heiß und tropisch. Aber die Server im Rechenzentrum von Giga-Hosting bewahren immer einen "kühlen Prozessor". 7 Klimaschränke/Umluftkühler im Rechenzentrum und 2 Kühlaggregate auf dem Dach sorgen für gleichbleibende angenehme Temperatur im Rechenzentrum.

Seit April 2011 haben wir die zweite Klimastufe für das Rechenzentrum implementiert. Damit wurde die Klimaleistung um nochmals 150 % erhöht.

7 Klimaschränke/Umluftkühler:

Die 7 Klimaschränke sind im über 300 qm großen Rechenzentrum verteilt aufgestellt. Die Umluftkühler saugen die durch die Server erwärmte Luft auf Höhe der Decke des Rechenzentrums an. Die Luft wird dann durch kaltes Wasser gekühlt, das von den 2 Kühlaggregaten nach unten in das Rechenzentrum gepumpt wurde. Die gekühlte Luft wird dann durch den dichten Klimadruckboden direkt bei den Server wieder ausgeblasen.

2 Kühlaggregate:

Die 2 Kühlaggregate befinden sich auf dem Dach mit Blick auf die Frauenkirche im Münchener Zentrum. Das erwärmte Wasser aus dem Rechenzentrum wird nach oben auf das Dach zu den Kühlaggregaten gepumpt. Dort wird es abgekühlt und wieder nach unten in das Rechenzentrum gepumpt.  Die Kühlung erfolgt nicht nur über die Kompressoren, sondern auch, wenn es draußen kühler als drinnen ist, über die Außenluft. Dies führt zu Einsparungen bei den Energiekosten, die dann auch an die Kunden von Giga-Hosting weiter gegeben werden können.

Das freikühlende und ständig remote überwachte System hat zwei getrennte Wasserkreisläufe. Es existieren zwei in jeder Hinsicht eigenständige, redundante Klimatisierungssysteme. Sämtlich Rohre für die Kühlung und auch die elektrischen Zuleitungen sind doppelt gelegt. Dadurch herrschen im Rechenzentrum immer gleichbleibend angenehme Temperaturen und die Server "fühlen sich wohl". Aber auch die Mitarbeiter von Giga-Hosting bewahren durch eine Klimatisierung der Büroräume, durch Eis und kühle Getränke auch bei schwierigen Anfragen einen kühlen Kopf.

18Jun/110

100 % Freecooling in June!

It's summer in Munich. Although today it's a rather rainy day and the temperature isn't higher than 15 degrees during the day, it's still June and it's still one of the warmest months in the year.

With respect to the facts mentioned above it seems even more remarkable to me that both of our fully redundant air conditioning systems located on the roof of our datacenter are working in the freecooling mode (100% freecooling) right now.This freecooling mode means that there's not running a single compressor in the cooling chillers to cool down around 1500 servers in our datacenter today. The whole cooling process is done by using the cooler air from outside to cool down the water of our refrigerant curcuit. There are some pumps and ventilators left which are responsible for transporting the water and air from outside into our datacenter. But nothing else, no more power consumption.

As there's not running any compressor in our chillers at all, we're saving lots of energy. There's no doubt that we usualy save this energy during the winter and during the colder months in autumn and spring, too. However, our modern and high-quality cooling units are good enough to save this energy even during the summer - just like they are doing right now. And these savings are pure money what we redirect to our customers by making great prices and providing excellent services with highly-educated personal on site. It's a typical "win-win-situation". But in this case, we have 3 winners: The customers, the datacenter and our environment.

3Mar/110

Conditioning cabinets arrived and mounted

Additional cooling cabinets for our datacenter have arrived.

They have already been mounted. Right now we're starting to install the additional cool water canalization to the top of our building and the electricity.

14Dec/101

Cooling capacity will be expanded by 150%

Continuing growth of our server fleet does not only require more space. It also demands an expansion of our cooling capacities. Such is necessary to eliminate the electrical energy, which is transformed by our servers almost 1:1 into temperature. During the hot months in summer, everyone has certainly already experienced sometimes the rising temperature in a room where even only a simple PC is operated and has wished for a computer system that behaves "neutral" to the generated warmth. Our datacenter holds way above 1.000 constantly operating server systems by now and directly related to this is the warm air exhaust as one can easily imagine.

Even though our present air conditioning could still cope with many more servers, as it had been originally built to handle up to 1500 servers, we intentionally do not want to bring our recent climate control to it's limit. Instead we are commited to guarantee a failure free system operation around the clock for our clients.

This stands to reason that we will launch the second level of our air conditioning, as scheduled during the next 12 weeks and thereby upgrade the present cooling capacity by another 150%. Afterwards we can set up 2.000 additional dedicated machines while the temperature will remain 'cool' in the true meaning of this word.

Just like before, with our first level of climate control, also this second one will be technology- and enegywise top of the notch. With the assistance of free cooling systems mounted on the rooftop of the building, this new extension will equally use the outside air for cooling down the data center. The water temperatures are being therefore adjusted to a level, that even in summer the free cooling remains active. It will therefore not be necessary, during many times, to engage the power consuming mechanical cooling system. Our new climate control will be working extremely efficient in regards to energy. This not only protects the environment and saves costs, but is also beneficiary to our clients as we directly pass on those savings to them. A 24/7 surveillance of all systems via webserver, smoke detector, water intrusion detection and the like is standard of course.

For the expansion of our cooling capacities we will be setting up a completely isolated cooling circuit, which is operating totally independant from the primary one. This means that we do not only lay all the pipes, but all the electrical wiring another time around. Additionally, recirculating air coolers within the data center itself and a new cold water aggregate on the roof of the building will be installed. The result: Two independent, redundant climate systems by all means.In the most unlikely event that one system should fail - regardless why and which part of it - the other one takes over and keeps on running.

That is how we define high availability and a maximum of safety for the servers of our clients. This upgrade requires again a substantial financial investment which we however pleasantly accept to the benefit of our customers. At the same time, the prices of our servers and services are not raised by a single cent.

10Jun/101

Tropische Verhaeltnisse

Aktuell sorgen 32 Grad im Schatten zusammen mit einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit für tropische Temperaturen in München. Diese Temperaturen beeinflussen unseren Rechenzentrumsbetrieb überhaupt nicht, denn es steht selbstverständlich eine ausreichend dimensionierte Kühlleistung - selbst bei anhaltenden 35 Grad Außentemperatur - zur Verfügung.

Während es unseren Kundenservern also blendend geht, stellt sich manch einem möglicherweise noch die Frage, wie das Giga-Hosting Team in einer solchen Zeit bei einer Service-Zeit von 8:00 bis 23:00 Uhr an 365 Tagen im Jahr zurecht kommt; jeder musste schon bei sommerlicher Hitze im Büro, in der Schule, der Uni oder an anderen Orten schwitzen und kennt das damit verbundene Leid nur allzu gut - möglicherweise liegt dieses nur wenige Stunden zurück.

Gott sei Dank kann in unserem Fall Entwarnung gegeben werden: Innerhalb unserer Büro- und Supporträume sorgen nicht nur gekühlte Getränke aller Art (das Motto unseres Coke-Kühlschrankes lautet schließlich nicht umsonst: "Ice-cold" und "Refresh yourself!") sowie Eiscreme für Abkühlung. Nicht ohne Stolz muss an dieser Stelle auch festgehalten werden, dass sämtliche Büroräume der Giga-Hosting klimatisiert und direkt an das Kaltwassersystem unserer Kältemaschine auf dem Dach, die auch für das Wohlbefinden unserer bislang knapp 1000 Server verantwortlich ist, angeschlossen sind. Angenehme 22 Grad im Büro sorgen (auf Wunsch) für kühle Köpfe, klare Gedanken und damit schlicht für eine optimale Unterstützung unserer Kunden.