6Jun/190

Migrationen mit Plesk

Der Umzug einer Website ist für jeden Website Betreiber ein Schreckgespenst. Neben Rankingverlusten in Suchmaschinen, fehlerhaften Verlinkungen oder der berühmten 404-Fehlermeldung lauern weitere Gefahren. Allerdings ist es oftmals viel gefährlicher nicht zu migrieren und die Website, zum Beispiel aufgrund veralteter Software, zu einem Sicherheitsrisiko werden zu lassen.

Plesk Migrator

Wenn Sie von einem bestehenden Plesk-Server mit einem älteren Betriebssystem oder einer EOL-Plesk Version, cPanel, Confixx, Helm oder DirectAdmin-Server migrieren wollen, stellt Plesk den sogenannten Plesk Migrator zur Verfügung.

Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung, die installiert werden muss. Bei Plesk geht man dafür unter „Erweiterungen“, sucht nach Plesk Migrator und installiert diesen dann.

Nach Abschluss der Installation kann der Plesk Migrator dann über den Reiter „Meine Erweiterungen“ aufgerufen werden.

Im nächsten Schritt kann man über „Neue Migration starten“ den Panel-Typen auswählen, von dem man migrieren möchte. Wichtig: Man benötigt hierbei den root-Zugriff zu dem Server. Alternativ kann man auch den SSH-Key hinterlegen.

Falls man nur den FTP-Zugriff hat, bitte zum nächsten Absatz springen und bei Site Importer weiterlesen.

Nachdem man die Zugangsdaten eingegeben hat, wird der Quell-Server eingelesen und – je nach Server – die verschiedenen Migrations-Möglichkeiten angezeigt.

Bei einer Plesk-zu-Plesk Migration stehen im nächsten Schritt die Abonnements, Kunden, Reseller und Hosting Pläne zur Verfügung.

Man kann darüber hinaus entweder die Kunden in der Reseller-Struktur übernehmen oder einem neuen Reseller zuweisen. Mit einem abschließenden Klick auf „Migrieren“ kann die Migration angestoßen werden. Im ersten Schritt wird dann eine Prüfung durchgeführt, wo z.B. auf unterschiedliche Apache-Module oder PHP-Versionen geprüft wird. Werden keine Probleme gefunden (oder man möchte die Hinweise ignorieren) kann man die Migration starten. Im Anschluss kann man den aktuellen Status der Migration einsehen.

Möchte man nach einigen Tagen eine erneute Synchronisiering anstoßen, kann man dies ebenfalls mit einem Klick auf „Erneut synchronisieren“ durchführen.

In der Plesk-eigenen Dokumentation gibt es darüber hinaus weitere Informationen im Plesk Migration Guide sowie in einem Support-Artikel.

Site Importer

In vielen Fällen verfügt man bereits über eine Website und möchte diese gerne mit wenigen Klicks migrieren; entweder weil man neu mit Plesk anfängt und die Website über ein anderes Admin-Panel wie cPanel oder DirectAdmin oder auch über gar keine eigene Oberfläche, sondern direkt über eine reine LAMP-Installation verwaltet wurde.

Hierzu bietet Plesk eine Erweiterung namens Site Import an.

Hierbei handelt es sich um eine Erweiterung, die installiert werden muss. Bei Plesk geht man dafür unter „Erweiterungen“, sucht nach Site Import und installiert diesen dann.

Im Anschluss kann man nun auf zwei verschiedenen Wegen zum Ziel kommen:

Wenn man als Server-Admin über „Erweiterungen“ und dort „Meine Erweiterungen“ auf den Site Importer geht, kann man im Anschluss das Ziel-Abonnement auswählen. Alternativ kann man auch als Admin oder als der Customer über das jeweilige Abonnement „Website import“ auswählen. Im nächsten Schritt muss man dann die Zugangsdaten eingeben; entweder SSH oder FTP.

Anschließend wird die Verbindung zum Quellserver aufgebaut und die benötigten Informationen abgefragt.

Wenn die Datei-Struktur nicht automatisch erkannt werden kann, kann man zusätzliche Verbindungsoptionen sowie das Hauptverzeichnis angeben.

Anwendungen wie WordPress, Joomla, Drupal und PrestaShop werden automatisch erkannt und können problemlos importiert werden. Weitere Informationen gibt es in der Plesk-Dokumentation.

Neben Webseiten können über diese nützliche Erweiterung auch Mailimporte angestoßen werden. Hierfür muss über das jeweilige Abonnement „Mail Importing“ ausgewählt werden. Dann über den Klick auf „Import mail messages“ werden die notwendigen Daten sowie das Ziel-Postfach abgefragt. Falls über den Login nicht der Mail-Server herleitbar ist, kann dieser (und andere Zusatzoptionen) über Advanced Settings angegeben werden. Mit „OK“ kann der Import gestartet werden.

Zusätzliche Informationen sind ebenfalls in der Plesk Doku aufgeführt.

Fazit

Mit Plesk können wir die Risiken eines Umzugs nicht eliminieren aber minimieren, denn Plesk bietet einige Hilfsmittel, die eine Migration vereinfachen und die Fehlerquelle Mensch reduzieren. Dennoch ist der Garant für eine erfolgreiche Migration detaillierte und durchdachte Planung im Vorfeld.

Bestellen Sie einen unserer virtuellen Server und Sie erhalten dazu die Plesk Edition Ihrer Wahl einen Monat lang kostenlos zur Verfügung gestellt! Weitere Informationen haben wir für Sie auf unserer Plesk-Seite zusammengestellt.

Posted by: Torsten | Tagged as: , , , , , No Comments
1Jun/170

Eigene Nameserver in cPanel und Plesk

Damit Ihre Domain im Internet nutzbar ist, wird ein Nameserver benötigt, der den Domainnamen zu Ihrer IP-Adresse auflöst. Generell empfehlen wir, unsere Nameserver (ns1.contabo.net, ns2.contabo.net, ns3.contabo.net) zu verwenden. Damit können Sie die DNS-Zonen zu Ihrer Domain komfortabel über den Kundenlogin selbst bearbeiten. Dazu betreiben wir mehrere Nameserver an unterschiedlichen Standorten. Aus verschiedenen Gründen kann es jedoch notwendig sein, eigene Nameserver zu betreiben.

Dieses Tutorial gibt eine kurze Einführung, wie Sie unter cPanel und Plesk Ihre eigenen Nameserver verwalten können. Voraussetzung für die meisten Domainendungen (TLDs) sind hierfür mindestens zwei IP-Adressen für zwei Nameserver.

Als Beispiel für dieses Tutorial nehmen wir die Domain "yourdomain.com" und die beiden Nameserver "ns1.yourdomain.com" und "ns2.yourdomain.com". Als IP-Addressen für die beiden Nameserver verwenden wir "1.1.1.1" und "2.2.2.2".

cPanel

Zur Nutzung einer zusätzlichen IP Adresse als zweiten Nameserver, muss die IP-Adresse im WHM unter "IP Functions" - "Add a New IP Address" hinzugefügt werden. Der DNS-Server ist über alle IP-Adressen, die auf dem System konfiguriert sind, erreichbar. Sie können die Nameserver auch unter anderen IP-Adressen als Ihre Webseite konfigurieren.

Im nächsten Schritt sollten Sie die Nameserver, die Sie für Ihre Domains nutzen möchten, in Ihrem cPanel konfigurieren. Gehen Sie dazu in WHM zu "Server Configuration" - "Basic Webhost Manager® Setup". Am Ende der Seiten können Sie die zu verwendenden Nameserver angeben. Tragen Sie die gewünschten Nameserver ein. Klicken Sie danach hinter den Einträgen auf "Configure Address Records" und geben Sie die zu verwendende IP-Addresse an und klicken Sie "Configure Address Record" und schließen Sie die Meldung dann über "Close". Bitte beachten Sie, dass die Einträge unter Umständen beim erneuten Aufrufen von "Configure Address Records" nicht den eingestellten Wert enthalten. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Domain aktuell noch auf andere Nameserver zeigt. Im Anschluss müssen Sie die Einstellungen noch mit "Save Changes" speichern.

Wenn Sie nun über WHM - "Account Functions" - "Create a new Account" eine neue Domain anlegen, werden die Nameserver bereits automatisch hinterlegt und die DNS-Zone entsprechend konfiguriert. Einen Überblick aller DNS-Einträge für eine Domain finden Sie unter WHM - "Edit DNS Zone".

Hier können Sie alle DNS-Einträge der Domain bearbeiten, neue hinzufügen oder bestehende löschen. Dies sind jedoch teilweise interne Einträge, die nicht verändert werden sollten. Zum Verwalten benutzerdefinierter Einträge sollten Sie daher die Funktion "Zone Editor" im cPanel Account unter "Domains" verwenden.

Damit die Domain Ihre Nameserver verwendet, müssen die Nameserver noch bei Ihrem Domain-Registrar hinterlegt werden. Möchten Sie als Nameserver Subdomains Ihrer Domain verwenden, also z.B. "ns1.yourdomain.com" für die Domain "yourdomain.com", dann müssen Sie so genannte Glue-Records anlegen. Dies bedeutet, dass zusammen mit dem Namen des Nameservers auch die IP-Adresse gespeichert wird. Oftmals ist es dabei notwendig, dass vor der Änderung der Nameserver die Einträge für die neuen Server auf den aktuellen Nameservern mit der neuen IP-Adresse konfiguriert werden.

Nachdem die Einstellungen übernommen wurden, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Änderungen global aktiv sind. Um die Einstellungen und die korrekte Namensauflösung zu testen, können Sie Ihre Domain mit externen Tools wie intoDNS testen. Dort werden die Einstellungen beim Domain-Provider und bei Ihren Nameservern geprüft.

Plesk

Zuerst müssen Sie, falls noch nicht geschehen, Ihre Domain in Plesk anlegen. Unter "Websites & Domains" sehen Sie Ihre Domain in der Übersicht:

Zur Nutzung einer zusätzlichen IP-Adresse als zweiten Nameserver, muss die IP-Adresse im Plesk unter "Tools & Settings" - "Tools & Resources" - "IP Addresses" konfiguriert sein. Der DNS-Server ist über alle IP-Adressen, die auf dem System konfiguriert sind, erreichbar. Neben den IPv4 Adressen läuft der DNS-Server auch über IPv6 und kann darüber genutzt werden. Sie können die Nameserver auch unter anderen IP-Adressen als Ihre Webseite konfigurieren.

Alle DNS-Zonen werden von Plesk aufgrund eines DNS-Templates erstellt. Dort können alle wichtigen Einträge, die für alle Domains auf dem Server gelten sollen, vorgegeben werden. Ein Großteil der Einstellungen ist dort bereits durch Plesk angelegt. Es werden neben Subdomains für interne Dienste, wie z.B. Webmail auch schon zwei Nameserver-Einträge erstellt, jedoch beide mit der IPv4 und IPv6 der Domain. Sollen die Nameserver für alle Domains verwendet werden, empfiehlt es sich, die IP-Adressen der Nameserver in den Einträgen "ns1.yourdomain.com" und "ns2.yourdomain.com" und die NS-Einträge im DNS-Template zu hinterlegen. Sollten Sie unterschiedliche Nameserver für die Domains auf dem Server verwenden wollen, können Sie diese Einstellungen später auch in der DNS-Zone der Domain selbst ändern und die Einstellungen des Templates überschreiben. Nach der Anpassung des DNS-Templates muss dies noch für alle angelegten Domains übernommen werden. Die DNS-Templates befinden sich unter "Tools & Settings" - "General Settings" - "DNS Template":

Nachdem die Einstellungen des DNS-Templates übernommen wurden, sind die Nameserver nun auch in der DNS-Zone der Domain eingetragen. Sie finden die DNS-Zone unter "Websites & Domains" - "yourdomain.com" - "DNS Settings":

Damit die Domain Ihre Nameserver verwendet, müssen die Nameserver noch bei Ihrem Domain-Registrar hinterlegt werden. Möchten Sie als Nameserver Subdomains Ihrer Domain verwenden, also z.B. "ns1.yourdomain.com" für die Domain "yourdomain.com", dann müssen Sie so genannte Glue-Records anlegen. Dies bedeutet, dass zusammen mit dem Namen des Nameservers auch die IP-Adresse gespeichert wird. Oftmals ist es dabei notwendig, dass vor der Änderung der Nameserver die Einträge für die neuen Server auf den aktuellen Nameservern mit der neuen IP-Adresse konfiguriert werden.

Nachdem die Einstellungen übernommen wurden, kann es bis zu 24 Stunden dauern, bis die Änderungen global aktiv sind. Um die Einstellungen und die korrekte Namensauflösung zu testen, können Sie Ihre Domain mit externen Tools wie intoDNS testen. Dort werden die Einstellungen beim Domain-Provider und Ihren Nameservern geprüft.

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