8Aug/190

Installation einer grafischen Nutzeroberfläche in Linux

Alle Linux-Server-Betriebssysteme werden standardmäßig ohne eine grafische Nutzeroberfläche (GUI) ausgeliefert. Eine GUI kann auf einem dedizierten Server nur mit einer angeschlossenen KVM genutzt werden. Der KVM Zugang ist nicht standardmäßig verfügbar für unsere dedizierten Server, dieser muss zusätzlich bestellt werden. Dieses Tutorial ist eine einfache Anleitung zur Installation der zwei verbreitetsten GUIs für Debian, CentOS und Ubuntu. Um diese anschließend nutzen zu können, müssen Sie sich per VNC auf Ihren VPS verbinden oder via KVM bei einem dedizierten Server. Bitte beachten Sie, dass Sie einen neuen Benutzer für das Login ins GUI anlegen müssen, da ein Login als root nicht möglich ist.

Bitte beachten Sie auch, dass VNC KEINE verschlüsselte Verbindung erlaubt. Wenn Sie Ihren Sevrer ausschließlich über eine GUI administrieren wollen, nutzen Sie bitte xRDP stattdessen.

Ubuntu 16.04 / 18.04

Bitte verbinden Sie sich per SSH als root auf Ihren Server, erstellen Sie einen neuen User und vergeben Sie ein Passwort:

useradd -m NewUserName && passwd NewUserName

Jetzt können Sie mit folgendem Befehl die Ubuntu-Desktop GUI installieren (es werden Updates installiert, die GUI installiert und der Server automatisch neu gestartet):

apt update && apt upgrade -y && apt install ubuntu-desktop -y && init 6

Als Alternative können Sie mit folgendem Befehl die Kubuntu-Desktop GUI installieren (es werden Updates installiert, die GUI installiert und der Server automatisch neu gestartet):

apt update && apt upgrade -y && apt install kubuntu-desktop -y && init 6

Jetzt verbinden Sie sich bitte per VNC auf Ihren VPS, oder per KVM auf Ihren dedizierten Server, um Ihre neue GUI nutzen zu können.

Ubuntu (ab Version 18.10)

Bitte verbinden Sie sich per SSH als root auf Ihren Server, erstellen Sie einen neuen User und vergeben Sie ein Passwort:

useradd -m NewUserName && passwd NewUserName

Sie können mit Hilfe des "tasksel" Tools aus diversen GUIs wählen und diese bequem installieren.

apt update && apt upgrade -y && tasksel

Installieren Sie bitte nicht mehrere Desktop Umgebungen parallel zueinander. Starten Sie Ihren Server nach erfolgreicher Installation neu. Jetzt verbinden Sie sich bitte per VNC auf Ihren VPS oder per KVM auf Ihren dedizierten Server, um Ihre neue GUI nutzen zu können.

CentOS 6

Bitte verbinden Sie sich per SSH als root auf Ihren Server, erstellen Sie einen neuen User und vergeben Sie ein Passwort:

useradd -m NewUserName && passwd NewUserName

Sie müssen Ihre "/etc/inittab" anpassen, damit Ihr Server nach dem reboot automatisch Runlevel 5 startet:

nano /etc/inittab

Bitte ändern Sie folgende Zeile:

id:3:initdefault:  ->  id:5:initdefault:

Speichern Sie die Datei und schließen Sie den Editor mit strg+o, enter, strg+x.

Um die GNOME GUI zu installieren, nutzen Sie bitte folgenden Befehl (es werden auch Updates installiert und der Server wird neu gestartet):

yum update -y && yum -y groupinstall "Desktop" "X Window System" "Fonts" && init 6

Jetzt verbinden Sie sich bitte per VNC auf Ihren VPS, oder per KVM auf Ihren dedizierten Server, um Ihre neue GUI nutzen zu können. Alternativ können Sie auch die KDE GUI mit folgendem Befehl installieren:

yum update -y && yum -y groupinstall "KDE desktop" "X Window System" "Fonts" && init 6

Jetzt verbinden Sie sich bitte per VNC auf Ihren VPS, oder per KVM auf Ihren dedizierten Server, um Ihre neue GUI nutzen zu können.

CentOS 7

Bitte verbinden Sie sich per SSH als root auf Ihren Server, erstellen Sie einen neuen User und vergeben Sie ein Passwort:

useradd -m NewUserName && passwd NewUserName

Sie können die KDE GUI mit folgendem Befehl installieren (es werden auch Updates installiert und der Server wird neu gestartet):

yum update -y && yum -y groupinstall "KDE Plasma Workspaces" && ln -sf /lib/systemd/system/runlevel5.target /etc/systemd/system/default.target && init 6

Alternativ können Sie die GNOME GUI mit folgendem Befehl installieren (es werden auch Updates installiert und der Server wird neu gestartet):

yum update -y && yum -y groupinstall "GNOME Desktop" "Graphical Administration Tools" && ln -sf /lib/systemd/system/runlevel5.target /etc/systemd/system/default.target && init 6

Jetzt verbinden Sie sich bitte per VNC auf Ihren VPS, oder per KVM auf Ihren dedizierten Server, um Ihre neue GUI nutzen zu können.

Debian (ab Version 8)

Bitte verbinden Sie sich per SSH als root auf Ihren Server, erstellen Sie einen neuen User und vergeben Sie ein Passwort:

useradd -m NewUserName && passwd NewUserName

Sie können die KDE GUI mit folgendem Befehl installieren (es werden auch Updates installiert und der Server wird neu gestartet):

apt update && apt upgrade -y && apt install kde-standard -y && init 6

Alternativ können Sie die GNOME GUI mit folgendem Befehl installieren (es werden auch Updates installiert und der Server wird neu gestartet):

apt update && apt upgrade -y && apt install gnome -y && init 6

Jetzt verbinden Sie sich bitte per VNC auf Ihren VPS, oder per KVM auf Ihren dedizierten Server, um Ihre neue GUI nutzen zu können.

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9Feb/170

Vorteile von ZFS

ZFS als eher neues Dateisystem bietet diverse Vorteile gegenüber den aktuell weit verbreiteten Dateisystemen, wie z.B. ext3, ext4 und NTFS. Wir haben diese für Sie kurz im folgenden zusammengefasst:

Datenintegrität ist der wichtigste Vorteil von ZFS gegenüber herkömmlichen Dateisystemen

Durch den Einsatz blockweiser Prüfsummen wird Datenintegrität an jedem Punkt der Speicherkette sichergestellt. Dies bedeutet, dass jeder Lesevorgang geprüft wird, was wiederum Datenverfall zu einem Problem der Vergangenheit macht. Zusätzlich wird mittels “Copy on Write” (CoW) verhindert, dass bei einem System-Crash Daten verloren gehen welche gerade in Bearbeitung durch das Dateisystem waren. ZFS ändert die Position der Daten auf dem Speichermedium erst, nachdem der Schreibvorgang abgeschlossen und erfolgreich verifiziert ist.
Zusätzlich zum CoW Feature bietet ZFS erweiterte RAID Sicherheit im Vergleich zu standard RAID Leveln. Mit RAID-Z3 sind maximal drei Fehler im RAID Pool verkraftbar, wobei in einem herkömmlichen RAID nur zwei problemlos wären. Zusätzlich bietet ZFS die Möglichkeit des multi-disk-mirror RAID (nRAID), bei welchem nicht nur eine gespiegelte Platte zur Datensicherheit beiträgt, sondern mehrere als Mirror zur Verfügung stehen. Das beschleunigt außerdem die Lesegeschwindigkeit mit jeder weiteren Mirror-Platte.

Hohe Skalierbarkeit

Die Speicherkapazität mit ZFS Dateisystem wird praktisch nur durch die Hardware begrenzt. Die maximale Größe des Dateisystems ist 16 EiB = 16 * 2^60 Byte, das entspricht drei Millionen 6TB Platten. Ein eingerichteter ZFS Pool kann jederzeit beliebig in seiner Größe erweitert werden. Ein Pool kann schrittweise durch größere Festplatten ersetzt werden, ohne dass es komplizierter Prozeduren bedarf.
Festplatten können physikalisch sogar in anderer Reihenfolge in ein anderes System gesteckt werden und solange die ZFS Version auf dem Zielsystem größer oder gleich ist, können sämtliche Daten, ACLs, Snapshots etc nach dem Import genutzt werden.

Erhöhte Performance

ZFS kann auch maßgeblich die Performance Ihres Systems erhöhen. ZFS erlaubt es, Schreibvorgänge an individuelle physikalische Platten zu senden anstatt nur an einzelne RAID-Volumes. Zusätzlich gibt es keine write penalty, wie z.B. in einem klassischem RAID 5.
Beim Ausfall einer Festplatte in einem RAID-Verbund werden nur die belegten Daten rebuildet, nicht die gesamte Festplatte. Dies reduziert die Rebuild-Zeit und die Wahrscheinlichkeit eines weiteren Ausfalls. Die implementierten ZFS Algorithmen stellen sicher, dass die meist genutzen Daten auf den schnellsten Massenspeichern befindlich sind, was in Verbindung mit Flash basiertem Schreib-Cache und L2ARC Lese-Cache zu einer Performancesteigerung von bis zu 20% führt.
Ein weiteres Feature von ZFS sind die intelligent entwickelten Snapshot-, Clone- und Vervielfältigungsfunktionen. Diese benötigen nur einen Bruchteil der Zeit im Vergleich zu herkömmlichen Dateisystemen.

Einfache Administration

Das Anlegen eines neuen ZFS-Pools gestaltet sich sehr einfach. Die verfügbaren Datenträger lassen sich mit "rmformat" anzeigen und mit dem Befehl “zpool create -m /mountpunkt Contabo1 DEVICE” kann in wenigen Sekunden ein neuer Pool erstellt werden. Das neue Dateisystem wird automatisch gemountet und ist sofort nutzbar. Ein Formatieren o.ä. ist nicht notwendig.

Sollte der Speicherplatz eines Datenträgers nicht ausreichen, kann man der Pool auf sehr einfache Weise um einen zusätzlichen Datenträger erweitert werden mittels “zpool add Contabo1 DEVICE”. Dies entspricht dem bereits bekannten RAID 0. Die Daten werden auf alle Datenträger verteilt, so dass die Transferrate zunimmt. Allerdings erhöht sich hierdurch auch die Wahrscheinlichkeit von Datenverlust, da der Ausfall von nur einem Datenträger aus dem Pool ausreicht sämtliche Daten unbrauchbar zu machen.

In der Regel ist ein auf Datensicherheit ausgelegter Pool am sinnvollsten. Gespiegelte Platten, das entspricht dem klassischen RAID 1, lassen sich mittels “zpool create Contabo1 mirror DEVICE DEVICE” sehr leicht erstellen. Natürlich können Verbunde mit mehreren Mirrors hinzugefügt werden, indem einfach ein weiterer Mirror an den Befehl gehängt wird. Mittels der "add" Option lässt sich dies auch nachträglich erledigen. RAID-Z Verbunde können ähnlich einfach erstellt werden mittels “zpool create Contabo1 raidz DEVICE DEVICE DEVICE DEVICE”. Der Befehl erstellt einen RAID-Pool mit vier Datenträgern, wobei maximal ein Datenträger ausfallen darf. Wird statt "raidz" die Option "raidz2" verwendet, können bis zu zwei Datenträger ausfallen.

Es gibt außerdem die Option, Reserveplatten, die sogenannten Hot Spares, in einen Verbund einzubinden. Im Normalbetrieb werden sie nicht genutzt und erst dann aktiviert, wenn eine im Betrieb befindliche Platte ausfällt. Bei einem Problem wird automatisch ein rebuild gestartet. Nach Abschluss des Vorgangs ist die Redundanz der Datenträger wieder gegeben. Dazu verwendet man den Befehl “zpool add Contabo1 spare DEVICE” und die letzte Platte in unserem Beispiel wird somit als Hot Spare im Pool verwendet.
Mittels "zpool list" werden alle ZFS-Pools inklusive Größe, aktueller Belegung sowie dem Gesundheitszustand aufgelistet.
Es empfiehlt sich die Anleitungen der zwei wichtigsten Befehle und Ihrer Optionen mittels “man zfs” und “man zpool” durchzulesen.

Hier nochmal eine kurze Übersicht zu den wichtigsten Befehlen:

- Anlegen eines RAID-Z Pools
zpool create NAME raidz DEVICE DEVICE DEVICE
- Anlegen eines MIRROR Pools
zpool create NAME mirror DEVICE DEVICE
- Anzeigen der angelegten Pools
zpool list
- I/O für die Pools anzeigen
zpool iostat 1
- Eigenschaften der Pool Geräte anzeigen
zpool vdevs
- Platte/Device zum Pool hinzufügen
zpool add NAME DEVICE
- Pool löschen
zpool destroy NAME
- Anlegen eines ZFS Dateisystem mit gleichzeitigem Einhängen
zfs create POOL/NAME
- Anzeigen der aktuellen ZFS Dateisysteme
zfs list
- Anlegen eines ZFS Dateisystem und einhängen unter einem nicht-default Pfad
zfs create POOL/NAME /MOUNTPOINT
- Snapshot eines Dateisystems
zfs snapshot POOL/FILESYSTEM@SNAPSHOTNAME
- ZFS Dateisystem mounten
zfs mount POOL/FILESYSTEM /MOUNTPOINT
- Dateisystem entfernen
zfs destroy POOL/NAME

Welche Betriebssysteme sind mit ZFS kompatibel?

ZFS wurde ursprünglich auf Solaris entwickelt, kann aber heutzutage auf FreeBSD, FreeNAS, den meisten Linux Distributionen und Proxmox genutzt werden.

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8Sep/160

Vergleich der verschiedenen Linux-Distributionen, die Contabo anbietet

Als geschätzter Kunde bei Contabo verfügt man über eine Auswahl an verschiedensten Linux-Distributionen, die zum Betrieb des eigenen Servers genutzt werden können. Diese können unkompliziert über das Contabo Kundenlogin auf allen Servern automatisiert installiert werden.

Für unsere Kunden bieten sich diverse Vorteile:

- Contabo stellt immer die neuesten Versionen zur Installation zur Verfügung.

- Es kann bequem zwischen verschiedenen Linux-Distributionen gewählt und gewechselt werden.

- Alle Linux-Distributionen werden komplett kostenfrei angeboten.

- Vom kommerziellen Einsatz, über den Enthusiasten, bis hin zum Einsteiger, können alle Bedürfnisse mit den von uns angebotenen Distributionen abgedeckt werden.

In der folgenden Übersicht bieten wir Ihnen eine kurze Beschreibung zu den von uns angebotenen Linux-Distributionen:

CentOS:

CentOS (Community Enterprise Operating System) ist eine Linux-Distribution, die auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) aufbaut. Die Distribution wird von einer offenen Gruppe von freiwilligen Entwicklern betreut, gepflegt und weiterentwickelt.

Sie ist im Gegensatz zu RHEL ohne Supportverträge und kostenfrei erhältlich. Insbesondere baut WHMs cPanel auf dieser Linux-Distribution auf, was Sie für Reseller besonders interessant macht. Als Enterprise-Betriebssystem ist es auf Stabilität und lange Wartungszyklen ausgelegt. Man kann CentOS bis zu 10 Jahre nutzen ohne Pakete bzw. Softwareversionen migrieren zu müssen, weshalb es für den kommerziellen Einsatz bestens geeignet ist.

https://www.centos.org/

Debian:

Debian ist eine gemeinschaftlich entwickelte freie Linux-Distribution. Langzeitunterstützung wurde erstmals ab Version 7 durch das neu gegründete Projekt Debian Long Term Support eingeführt. Dieses hat sich zum Ziel gesetzt, zukünftig alle Versionen für mindestens 5 Jahre mit Sicherheitsupdates zu versorgen.

Debian hat Zugriff auf Onlinequellen für installierbare Software, welche über 50.000 unterschiedliche Anwendungen bereitstellen. Offiziell bietet Debian ausschließlich kostenfreie Software zur Installation an, es können aber auch kostenpflichtige Pakete installiert werden, welche auf dem freien Markt erhältlich sind. Somit eignet es sich durchaus auch für den kommerziellen Einsatz.

https://www.debian.org/index.de.html

Ubuntu:

Ubuntu ist eine auf Debian basierende Linux-Distribution.

Die Entwickler verfolgen mit dem System das Ziel, ein leicht zu bedienendes Betriebssystem mit aufeinander abgestimmter Software zu schaffen. Diese Linux-Distribution ist inzwischen eine der meistgenutzten Linux-basierten Betriebssysteme in Anwendung. Es gibt auch bei Ubuntu Versionen mit Langzeitunterstützung, welche durch ein “LTS” am Ende der Versionsnummer gekennzeichnet ist.

http://ubuntu.com/

OpenSUSE:

Der Fokus der Entwickler liegt darauf, ein stabiles und benutzerfreundliches System für Desktoprechner und Server zu schaffen.

Eine besondere Eigenschaft der Distribution ist das hauseigene Installations- und Konfigurationswerkzeug YaST (“Yet another Setup Tool“, zu Deutsch: „Noch ein weiteres Einrichtungswerkzeug“), das ein zentrales Werkzeug zur Installation, Konfiguration und Administration des Systems darstellt. Das Programm stellt auch eine komfortable Suche nach Paketen zur Verfügung.

https://de.opensuse.org/Hauptseite

Fedora:

Im Gegensatz zu anderen Linux-Distributionen gibt es keinen Langzeit-Support für Fedora. Der Lebenszyklus einer Fedora Version ist auf 13 Monate ausgerichtet, etwa alle sechs Monate erscheint eine neue Version. Gerade deshalb ist Fedora für eine langfristig geplante Verwendung ungeeignet.

Dafür bietet es im Gegensatz zu anderen Distributionen stets die aktuellste verfügbare Software. Bastler und experimentierfreudige Anwender sind mit dieser Distribution bestens bedient.

https://getfedora.org/de/

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5Aug/154

Wie stelle ich eine Verbindung zu meinem VPS mit VNC her

Eine kurze Anleitung, wie Sie sich über VNC mit Ihrem VPS verbinden können:

Wir empfehlen UltraVNC als Clientsoftware für den Verbindungsaufbau zu benutzen. Sie können diese unter folgendem Link herunterladen:

http://www.uvnc.com/downloads/ultravnc.html

Bei der Installation genügt es, den Client zu installieren, wir empfehlen, keinen VNC-Server auf Ihrem lokalen Compter zu installieren.
Nach dem Start der Software geben Sie bitte im Feld <Host-IP address>:<VNC port> die entsprechenden Informationen ein. Diese finden Sie in der E-Mail, in der wir Ihnen auch die übrigen Daten zu Ihrem VPS geschickt haben. Ein Beispiel:

120.120.120.120:65432

Nachdem Sie dies eingegeben haben, klicken Sie bitte auf „verbinden“ und geben Sie Ihr Passwort ein.

Bitte beachten Sie bei der Eingabe, dass Sie auf Groß- und Kleinschreibung achten müssen. Ausserdem sollten Sie prüfen, welches Tastaturlayout Sie eingestellt haben, um eine eventuelle Falscheingabe zu vermeiden (so können Y und Z vertauscht sein). Geben Sie dazu am besten beim Login testweise ein paar Zeichen ein, um zu erkennen, ob das Tastaturlayout stimmt.

Grundsätzlich sollte eine Verbindung mittels SSH oder RDP einer VNC-Verbindung immer vorgezogen werden, da dies sicherer ist. Manchmal ist genau das aber eben nicht möglich, dann ist VNC die beste Lösung. Wenn Sie einen VNC-Zugang nutzen, dann melden Sie sich am Ende unbedingt immer beim Betriebssystem ab! Die Abmeldung erfolgt bei einem VNC-Login nicht automatisch, VNC läuft unabhängig von Ihrem Betriebssystem.

Bitte beachten Sie, dass Sie nicht die IP Ihres Servers verwenden dürfen. Mit dieser lässt sich keine VNC Verbindung zu Ihrem VPS aufbauen. Die VNC Verbindung lässt sich nur mit der von uns zur verfügung gestellten IP herstellen.

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5Aug/150

Wie überprüfe ich meine Festplatte mit Smartmontools auf Fehler (unter Linux)?

A) Smartmontools installieren

Um Smartmontools zu installieren, müssen Sie lediglich Folgendes ausführen:

-Debian und Ubuntu-

apt-get install smartmontools

-CentOS-

yum install smartmontools

B) Smartctl verwenden

Um Ihre Festplatten überprüfen zu können, müssen Sie erst herausfinden, wie diese heißen. Benutzen Sie dazu bitte folgenden Befehl:

fdisk -l

Beispielausgabe:

Disk /dev/hda: 160.0 GB, 160041885696 bytes
255 heads, 63 sectors/track, 19457 cylinders
Units = cylinders of 16065 * 512 = 8225280 bytes

Device Boot Start End Blocks Id System
/dev/hda1 * 1 19269 154778211 83 Linux
/dev/hda2 19270 19457 1510110 5 Extended
/dev/hda5 19270 19457 1510078+ 82 Linux swap / Solaris
server1:~#

Hieraus wird ersichtlich, dass Ihre Festplatte die Bezeichnung „/dev/hda“ hat. Neben dem "hdX" gibt es häufig auch "sdX". Es hat keinen Sinn, RAID-Arrays mit smartmontools zu prüfen (z.B. "md0").

Da Sie nun die Bezeichnung Ihrer Festplatte kennen, können Sie smartctl wie folgt ausführen:

smartctl -a /dev/hda

Wenn Sie dies zum ersten Mal ausführen, sehen Sie etwas in der Art:

server1:~# smartctl -a /dev/hda
smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen
Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

=== START OF INFORMATION SECTION ===
Device Model: ST3160022ACE
Serial Number: 5JS3XTZX
Firmware Version: 9.01
User Capacity: 160,041,885,696 bytes
Device is: Not in smartctl database [for details use: -P showall]
ATA Version is: 6
ATA Standard is: ATA/ATAPI-6 T13 1410D revision 2
Local Time is: Tue Apr 8 18:58:44 2008 CEST
SMART support is: Available - device has SMART capability.
SMART support is: Disabled

SMART Disabled. Use option -s with argument 'on' to enable it.
server1:~#

SMART ist in diesem Fall deaktiviert. Um es zu aktivieren, müssen Sie diesen Befehl erneut mit <-s on> ausführen:

smartctl -s on -a /dev/hda

Nun bekommen Sie eine umfangreichere Ausgabe, inklusive aller Fehler, die im SMART Log aufgeführt sind:

server1:~# smartctl -s on -a /dev/hda
smartctl version 5.36 [i686-pc-linux-gnu] Copyright (C) 2002-6 Bruce Allen
Home page is http://smartmontools.sourceforge.net/

=== START OF INFORMATION SECTION ===
Device Model: ST3160022ACE
Serial Number: 5JS3XTZX
Firmware Version: 9.01
User Capacity: 160,041,885,696 bytes
Device is: Not in smartctl database [for details use: -P showall]
ATA Version is: 6
ATA Standard is: ATA/ATAPI-6 T13 1410D revision 2
Local Time is: Tue Apr 8 18:59:14 2008 CEST
SMART support is: Available - device has SMART capability.
SMART support is: Disabled

=== START OF ENABLE/DISABLE COMMANDS SECTION ===
SMART Enabled.

=== START OF READ SMART DATA SECTION ===
SMART overall-health self-assessment test result: PASSED

General SMART Values:
Offline data collection status: (0x82) Offline data collection activity
was completed without error.
Auto Offline Data Collection: Enabled.
Self-test execution status: ( 0) The previous self-test routine completed
without error or no self-test has ever
been run.
Total time to complete Offline
data collection: (15556) seconds.
Offline data collection
capabilities: (0x5b) SMART execute Offline immediate.
Auto Offline data collection on/off support.
Suspend Offline collection upon new
command.
Offline surface scan supported.
Self-test supported.
No Conveyance Self-test supported.
Selective Self-test supported.
SMART capabilities: (0x0003) Saves SMART data before entering
power-saving mode.
Supports SMART auto save timer.
Error logging capability: (0x01) Error logging supported.
General Purpose Logging supported.
Short self-test routine
recommended polling time: ( 1) minutes.
Extended self-test routine
recommended polling time: ( 111) minutes.

SMART Attributes Data Structure revision number: 10
Vendor Specific SMART Attributes with Thresholds:
ID# ATTRIBUTE_NAME FLAG VALUE WORST THRESH TYPE UPDATED WHEN_FAILED RAW_VALUE
1 Raw_Read_Error_Rate 0x000f 059 056 006 Pre-fail Always - 163692057
3 Spin_Up_Time 0x0003 096 096 000 Pre-fail Always - 0
4 Start_Stop_Count 0x0032 100 100 020 Old_age Always - 0
5 Reallocated_Sector_Ct 0x0033 100 100 036 Pre-fail Always - 0
7 Seek_Error_Rate 0x000f 100 253 030 Pre-fail Always - 722959
9 Power_On_Hours 0x0032 100 100 000 Old_age Always - 55
10 Spin_Retry_Count 0x0013 100 100 097 Pre-fail Always - 0
12 Power_Cycle_Count 0x0032 100 100 020 Old_age Always - 37
194 Temperature_Celsius 0x0022 039 046 000 Old_age Always - 39
195 Hardware_ECC_Recovered 0x001a 059 056 000 Old_age Always - 163692057
197 Current_Pending_Sector 0x0012 100 100 000 Old_age Always - 0
198 Offline_Uncorrectable 0x0010 100 100 000 Old_age Offline - 0
199 UDMA_CRC_Error_Count 0x003e 200 199 000 Old_age Always - 0
200 Multi_Zone_Error_Rate 0x0000 100 253 000 Old_age Offline - 0
202 TA_Increase_Count 0x0032 100 253 000 Old_age Always - 0

SMART Error Log Version: 1
ATA Error Count: 0
CR = Command Register [HEX]
FR = Features Register [HEX]
SC = Sector Count Register [HEX]
SN = Sector Number Register [HEX]
CL = Cylinder Low Register [HEX]
CH = Cylinder High Register [HEX]
DH = Device/Head Register [HEX]
DC = Device Command Register [HEX]
ER = Error register [HEX]
ST = Status register [HEX]
Powered_Up_Time is measured from power on, and printed as
DDd+hh:mm:SS.sss where DD=days, hh=hours, mm=minutes,
SS=sec, and sss=millisec. It "wraps" after 49.710 days.

SMART Selective self-test log data structure revision number 1
SPAN MIN_LBA MAX_LBA CURRENT_TEST_STATUS
1 0 0 Not_testing
2 0 0 Not_testing
3 0 0 Not_testing
4 0 0 Not_testing
5 0 0 Not_testing
Selective self-test flags (0x0):
After scanning selected spans, do NOT read-scan remainder of disk.
If Selective self-test is pending on power-up, resume after 0 minute delay.

server1:~#

Da SMART nun aktiviert ist, brauchen Sie nicht mehr <-s on>, was bedeutet, dass Sie smartctl wie im ersten Beispiel abrufen können.

smartctl -a /dev/hda

Um mehr über smartctl herauszufinden und wie es verwendet werden kann, sehen Sie sich bitte die smartctl Manual Page an:

man smartctl

Einige S.M.A.R.T. Werte, auf die man achten sollte:

Reallocated_Sector_Count

An dieser Stelle sollte immer eine 0 stehen. Falls hier eine andere Zahl steht, bedeuted das in der Regel, dass die Festplatte innerhalb der nächsten 6 Monate ausfallen wird. Wenn der Eintrag schon deutlich länger, beispielsweise 2 Jahre, zurück liegt, dann ist hier jedoch noch kein Grund zur Sorge geboten. Die fehlerhaften Sektoren wurden übertragen, und wenn keine neuen dazukommen, ist das Problem damit auch behoben.

Current_Pending_Sector

Dieser Eintrag zeigt an, dass es Sektoren auf der Festplatte gibt, die überprüft werden und eventuell als problematisch einzustufen sind. Mit Blick auf den Reallocated_Sector_Count lässt sich hier auch ein nahender Ausfall der Festplatte erkennen.

Offline_Uncorrectable

Die Festplatte ist sehr wahrscheinlich in einem sehr schlechten Zustand. Um das genau zu prüfen, hilft nur die Platte komplett voll zu schreiben und nochmal zu testen.

UDMA_CRC_Count

Dies kann zu ernsthaften Problemen führen, und hängt meistens mit einem fehlerhaften S-ATA Kabel zusammen. Nach einem Kabeltausch sollte der Fehler verschwinden, falls nicht, bedeutet dies wahrscheinlich ein Problem mit dem Motherboard.

Bitte beachten Sie, dass die Benutzung von smartmontools, oder memtest, auf einem VPS immer zu verfälschten Ergebnissen führen wird. Dies liegt an der Tatsache, dass die komplette "Hardware" per Definition virtualisiert ist. Wir versichern Ihnen, dass wir immer ein hohes Augenmerk auf den Zustand der Festplatten in unseren Host-Systemen haben. Als VPS-Besitzer müssen Sie sich nicht um den physischen Zustand Ihrer Festplatte sorgen.

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