29Jun/170

Die ersten Schritte mit Plesk Onyx

Plesk ist eine kommerzielle Webhosting-Plattform, welches vom Hersteller Parallels sowohl für Linux als auch für Windows Server entwickelt wurde. Es steht damit für praktisch jedes bei uns bestellbare Betriebssystem zur Verfügung.

In Kooperation mit unserem Partner Plesk bieten wir Ihnen derzeit an, eine der drei nachfolgend aufgeführten Editionen von Plesk Onyx einen Monat lang vollkommen kostenlos zu testen. Diese Aktion gilt nur in Kombination mit unseren vServern: Plesk Onyx bei Contabo ein Monat gratis.

Nachfolgend geben wir Ihnen einen ersten Überblick über die verschiedenen Editionen und die ersten Schritte mit Plesk.

Aktuell steht Plesk in der Version 17 (Onyx) zur Verfügung und wird in dieser Version auch von uns in mehreren Editionen angeboten:

  • Web Admin Edition: Diese Edition ist für Kunden interessant, die ausschließlich Ihre eigenen Seiten auf ihrem Server hosten wollen. Für diese Zwecke überflüssige Features wie zum Beispiel Kunden-/Resellerverwaltung sind in dieser Edition nicht aktiv.
  • Web Pro Edition: Mit dieser Edition können bis zu 30 verschiedene Domains gehostet werden. Außerdem stehen bis auf das Reseller Management alle Features von Plesk zur Verfügung.
  • Web Host Edition: Mit dieser Edition können unlimitiert viele Domains gehostet werden, seitens Plesk gibt es keine Limitierung.  Die Web Host Edition ist die umfangreichste aller Plesk-Editionen - vom Reseller Management über die Security Core Features bis hin zum automatischen Outbound Spamschutz bietet sie alle Features.

In diesem Tutorial wollen wir uns jedoch auf die absoluten Basics beschränken. Wir werden Ihnen zeigen, wie Sie Domains mit dazugehörigen FTP-Accounts und Datenbanken einrichten und Mailaccounts anlegen, über welche Sie E-Mails senden und empfangen können.

Zunächst einmal melden wir uns im Plesk-Webinterface an. Dies geschieht über den Browser mit unserer IP-Adresse und dem Port 8443 (zum Beispiel https://198.51.100.3:8443).

Wir melden uns mit den Daten aus der Zugangsdatenmail an...

... und landen auf der Hauptseite des Plesk-Webinterfaces. In unserem Fall ist bereits eine Domain angelegt, in Ihrem Plesk sieht das Fenster gegebenenfalls etwas anders aus.

Nun, da die Grundvoraussetzungen - nämlich der Zugriff auf das Panel - geschaffen sind, kommen wir zum ersten Punkt unseres Tutorials:

Domain anlegen:

Wir klicken auf "Domain hinzufügen" auf der Hauptseite unseres Plesk-Interfaces und landen auf der entsprechenden Seite.

Hier füllen wir die entsprechenden Felder aus. Bei "Domainname" tragen wir unsere Domain (ohne "www") ein. In unserem Fall heißt die Domain "example.com". Als Speicherort wählen wir "Neuer Webspace".

Bei der Auswahl der IPv4/IPv6-Adressen wählen wir die entsprechenden IP-Adressen aus, unter welcher unsere Website später erreichbar sein soll. Der Benutzername sowie das Passwort sind selbstverständlich frei wählbar.

Der erste Schritt ist hiermit schon getan, die Domain ist nun auf unserem Server angelegt.

Nun können unsere Homepagedaten auf den Server hochgeladen werden. Üblicherweise geschieht dies per FTP. Glücklicherweise legt Plesk beim Anlegen einer neuen Domain automatisch einen FTP-User an. Wir nehmen also einfach einen FTP-Client unserer Wahl (z.B. FileZilla), und verbinden uns mit den gerade festgelegten Zugangsdaten. So können wir im Ordner "httpdocs" unsere Homepagedaten hochladen.

Was nun noch fehlt, ist eine Datenbank für unsere Website. Mit einem Klick auf "Datenbanken" landen wir auf der entsprechenden Seite:

Durch Klick auf "Datenbank hinzufügen" landen wir im nächsten Assistenten:

Hier füllen wir die Felder entsprechend aus. Um auf die Datenbank zugreifen zu können, muss unbedingt ein Nutzer mit Name und Passwort angelegt werden. Wir notieren uns diese Zugangsdaten! Unter Zugriffssteuerung wählen wir "Nur lokale Verbindungen zulassen".

Nachdem die Datenbank angelegt wurde, erscheint folgendes auf unserem Bildschirm:

Hier könnten wir unter "Abbild importieren" eine bereits bestehende Datenbank importieren. Dies würde jedoch den Rahmen dieses Tutorials sprengen.

E-Mail-Account anlegen:

Nun fehlt uns noch ein E-Mail-Account für unsere soeben erstellte Domain. Auch hier bietet Plesk eine komfortable Möglichkeit, dies mit wenigen Klicks zu realisieren.
Wir klicken im Hauptmenü auf der linken Seite auf "E-Mail" und auf der Folgeseite auf "E-Mail-Adresse erstellen":

Der Assistent ist selbsterklärend; wir füllen die Felder aus und klicken auf "OK". Auch hier notieren wir uns Mailadresse und Passwort! Der Mailaccount ist nun angelegt. Mit den notierten Zugangsdaten können wir uns nun unter "webmail.example.com" in unser Webmailinterface einloggen und Mails versenden und empfangen.

Klingt gut? Super! 🙂

Wenn Sie jetzt bereit sind, in die Welt von Plesk Onyx einzutauchen, möchten wir Sie nochmals auf unsere aktuelle Aktion hinweisen. Sichern Sie sich Plesk Onyx in Kombination mit einem unserer vServer einen Monat lang kostenlos. Entscheiden Sie sich in unserer vServer Übersicht für Ihr gewünschtes Modell und wählen Sie bei der Konfiguration Plesk Onyx in der bevorzugten Edition aus.

31Mar/170

Die Qual der Wahl – Windows oder Linux?

Das Betriebssystem ist das Herzstück eines Servers - entsprechend kann man sich vorstellen, wie wichtig die Wahl eines passenden Betriebssystems ist. Im Serverbereich haben sich zwei Betriebssysteme besonders etabliert: Windows und Linux. Doch wer die Wahl hat, hat die Qual. In dieser kurzen Übersicht möchte ich Ihnen die wichtigsten Unterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen vorstellen.

 

Kommen wir zunächst zur Stabilität. Während Linux schon immer den Ruf hat, ein äußerst stabiles Serverbetriebssystem zu sein, gilt Windows als eher weniger stabil. Dies mag an veralteten Sichtweisen liegen, denn in der Tat waren ältere Windows-Serverbetriebssysteme wie z.B. Windows 2000 Server etwas eigenwillig. Spätestens seit Windows Server 2008 ist dies jedoch nicht mehr der Fall. Windows Server hat sich in den letzten Jahren zu einem äußerst stabilen Betriebssystem entwickelt - im Hinblick auf die Stabilität nehmen sich Linux und Windows heutzutage nichts mehr.

Der nächste Punkt, den ich ansprechen möchte, ist die Oberfläche, Bedienung und Zugriff, welche wohl die offensichtlichsten Unterschiede zwischen den beiden Betriebssystemen sind. Unter Windows Server erfolgt der Fernzugriff über das von Microsoft entwickelte Protokoll RDP, das zum Verbindungsaufbau benötigte Programm liefert Windows in jeder Heim- und Serverversion mit.

remotedesktop

Einmal mit dem Server verbunden, öffnet sich eine vertraute Windowsoberfläche, wie Sie sie von Ihren Heimrechnern kennen.

remotedesktop2

Und das ist wohl der größte Vorteil von Windows Server. Er lässt sich über eine grafische Oberfläche administrieren. Egal ob Webserver, DNS-Server oder sonstige Dienste - für alles existiert eine GUI.

 

Anders sieht die Sache bei Linux aus. Während dort Desktopversionen ebenfalls über eine grafische Oberfläche verfügen, wird in Serverversionen zugunsten der Performance zumeist vollständig darauf verzichtet. Auch der Zugriff erfolgt nicht über RDP, sondern über SSH.
Windows-Betriebssysteme verfügen über kein standardmäßig installiertes Programm, welches für eine SSH-Verbindung verwendet werden kann, dementsprechend muss ein solches nachinstalliert werden. Es gibt eine Vielzahl solcher Programme, ein bekanntes und bewährtes Programm ist PuTTY.

putty

Im Gegensatz zu Windows öffnet sich hier kein Desktop, sondern lediglich eine Kommandozeile.

putty2

Die Administration des Servers erfolgt hier ausschließlich über Befehle, die in die Kommandozeile eingetippt werden. Während der geübte Linuxuser die wichtigsten Befehle im Kopf hat, kann dies einen Neueinsteiger zur Verzweiflung bringen, was vor allem in Hinblick auf Sicherheit bzw. Serverabsicherung zu Problemen führen kann.

 

Ein weiterer Punkt, auf den ich hier in dieser kurzen Übersicht eingehen möchte, sind die Kosten. Während die meisten Linux-Distributionen (darunter alle auf unserer Website angebotenen) kostenfrei sind, fallen für Windows Server monatliche Lizenzgebühren an, welche zwischen den verschiedenen Versionen bzw. zwischen der Serverhardware, welche dem Betriebssystem zugrunde liegt, variieren können.

 

Prinzipiell gilt, dass beinahe jeder Serverdienst sowohl unter Linux als auch unter Windows realisiert werden kann. Die Wahl des Betriebssystems ist zum großen Teil Geschmackssache. Wer sich erst einmal die Linux-Basics angeeignet hat, wird feststellen, dass man unter Linux alle Aufgaben genauso effektiv verwalten kann wie unter Windows.

Posted by: Florian | Tagged as: , , , , , No Comments
26Jun/150

Einbinden zusätzlicher Festplatten unter Linux

In diesem Tutorial möchten wir Ihnen zeigen, wie zusätzliche Festplatten unter Linux eingebunden und benutzt werden können.

Zunächst einmal verschaffen wir uns einen Überblick über alle Disks, welche vom System erkannt werden. Dies machen wir mit folgendem Befehl:

fdisk -l

fdisk

In unserem Beispiel sind zwei Festplatten verbaut: /dev/sda, die Festplatte, auf der das System installiert ist, sowie /dev/sdb, eine zusätzliche 50 GiB-Festplatte, welche wir in unser Betriebssystem einbinden möchten. Die Festplattenbezeichnung kann variieren, je nachdem, wie viele Festplatten in Ihrem Server eingebaut sind.

Zunächst einmal müssen wir eine Partition erstellen sowie gegebenenfalls eine Partitionstabelle schreiben. Selbstverständlich können auch mehrere Partitionen erstellt und eingebunden werden, in diesem Beispiel möchten wir jedoch die ganze Kapazität der Festplatte für eine Partition nutzen.

Hierzu verwenden wir cfdisk, die grafische Version von fdisk.

cfdisk /dev/sdb

Sollte auf der Festplatte noch keine Partitionstabelle vorhanden sein, öffnet sich nun ein Auswahlmenü:


Für unser Beispiel wählen wir dos. Hiermit wird eine MBR-Partitionstabelle auf die Festplatte geschrieben (für Festplatten, welche die Kapazität von 2 TB übersteigen, müssten wir GPT verwenden, um die gesamte Kapazität nutzen zu können).
Danach öffnet sich folgendes Fenster:

cfdisk2
Nun können wir unsere Partition(en) erstellen. Wir erstellen eine 50 GiB-Partition, indem wir 50G eingeben und mit der Enter-Taste bestätigen.

cfdisk3
Im nachfolgenden Dialog wählen wir primary, um eine Primäre Partition anzulegen.


Wir bestätigen das Ganze mit Write und tippen yes ein, um das Erstellen der Partition abzuschließen.

Um nun aber wirklich Daten auf die Festplatte schreiben zu können, müssen wir die angelegte Partition noch mit einem Filesystem ausstatten. Wir wählen also Quit, um die Oberfläche von cfdisk zu verlassen und vergewissern uns zunächst, ob die Partition ordnungsgemäß angelegt wurde. Dies machen wir abermals mit folgendem Befehl:

fdisk -l

fdisk2
Unsere erstellte Partition wird als /dev/sdb1 gelistet. Es ist also alles wie gewünscht verlaufen.
Wir formatieren die Partition nun mit einem Filesystem, in unserem Beispiel ext4. Wir tippen folgendes in unsere Konsole ein:

mkfs.ext4 /dev/sdb1

mkfs

Die Formatierung der Partition ist hiermit abgeschlossen. Um jetzt Dateien auf der Festplatte speichern zu können müssen wir die Partition in unser System einbinden.

Dazu erstellen wir einen neuen Ordner, alle Dateien, die nach Abschluss der Prozedur in diesen Ordner erstellt oder verschoben werden, werden auf der neuen Festplatte gespeichert. In unserem Beispiel verwenden wir den Namen datastore für unseren Ordner, der Name ist jedoch frei wählbar. Mit folgendem Befehl erstellen wir den Ordner:

mkdir /datastore

Um die Partition nun in den erstellten Ordner einzubinden, benutzen wir folgenden Befehl:

mount /dev/sdb1 /datastore

Unsere erstellte Partition ist nun in /datastore eingebunden.

Damit die Partition auch nach einem Neustart des Servers wieder automatisch eingebunden wird, müssen wir noch die UUID unserer neuen Partition sowie eine Zeile in der /etc/fstab hinzufügen. Dazu führen wir zunächst folgenden Befehl aus:

blkid /dev/sdb1

blkid

Die UUID unserer Partition wird uns nun angezeigt. Diese kopieren wir uns ohne Anführungszeichen und öffnen die Datei /etc/fstab

nano /etc/fstab

Mit den Pfeiltasten navigieren wir den Cursor an das Ende der Datei und fügen folgende Zeile hinzu:

UUID=d6ae62ff-c9b7-4a07-aea8-a36f55c5036d       /datastore      ext4    defaults      0       0

Die UUID ist natürlich mit der eigenen, mittels blkid ausgelesenen UUID zu ersetzen.

Posted by: Florian | Tagged as: , , , , No Comments
19Jun/150

Einbinden zusätzlicher Festplatten unter Windows

In diesem Tutorial binden wir eine zusätzliche Festplatte unter Windows ein. Wir arbeiten im Folgenden mit Windows Server 2012, das Vorgehen ist bei Windows Server 2008 jedoch gleich.

Zunächst öffnen wir mit einem Rechtsklick auf den Startbutton ein Auswahlmenü:

_2015-05-28_18-14-12

Wir wählen Disk Management, um das Festplattenverwaltungstool zu öffnen. Erkennt Windows eine neu angeschlossene Festplatte ohne Partitionstabelle, öffnet sich zugleich ein Dialogfenster:

mbrgpt

Hier wählen wir für Festplatten, die kleiner als 2000 GB sind, MBR aus. Für Festplatten, welche die Kapazität von 2 TB übersteigen, benutzen wir GPT, um die gesamte Kapazität nutzen zu können.
Da die Festplatte in unserem Beispiel lediglich 100 GB groß ist, wählen wir MBR. Mit Klick auf OK wird die gewählte Partitionstabelle auf die Festplatte geschrieben und wir landen nach Abschluss dieser Prozedur im Hauptmenü der Festplattenverwaltung. Alternativ erreicht man diese Übersicht über die Computerverwaltung ("Computer Management") in der Systemsteuerung ("Control Panel").

haupt

Hier sehen wir unsere neue Festplatte als Disk 1 aufgelistet. Um diese jedoch für das Verwalten von Daten verwenden zu können, müssen wir sie zuerst partitionieren und formatieren. Dazu klicken wir mit der rechten Maustaste auf das Rechteck mit dem schwarzen Balken und wählen New Simple Volume.

haupt2

Wir klicken uns durch das sich öffnende Fenster. Größe der zu erstellenden Partition, zugewiesener Laufwerksbuchstabe sowie Filesystem können variabel gewählt werden. Für Windows ist NTFS empfohlen.

ntfs

Der Name unserer neuen Partition ist im Beispiel STORAGE, kann aber selbstverständlich frei gewählt werden.

Mit weiteren Klicks auf Next und Finish schließen wir die Partitionierung und Formatierung der Festplatte ab. Die Festplatte ist nun im Explorer aufgelistet und kann mit Daten gefüllt werden:

explorer