13Apr/121

Windows versus Linux

Die Computerwelt ist in zwei große Lager gespalten - der Windows-Benutzer auf der einen und das der Linux-Gemeinde auf der anderen Seite. Und diese beiden Lager liefern sich traditionell schon fast so etwas wie einen Glaubenskrieg, wenn man es etwas überspitzt ausdrücken wollte. Und selbstverständlich hat jeder der beiden recht, wenn er sein System als das bessere anpreist - und nicht nur aus seiner Sicht.

Immer wieder tritt die Frage auf: Windows oder Linux? Was ist besser? Was kann Linux, das Windows nicht kann? Oder: Kann mir Linux den Komfort bieten, den mir Windows bietet?
Fragen über Fragen, mit denen unser Support Team tagtäglich konfrontiert ist.

Wie alles im Leben hat jedoch auch die Frage nach den Vor- und Nachteilen eines Betriebssystems immer zwei Seiten. Doch schauen wir uns zunächst an, welche Vorteile Linux besitzt.

Linux:
• Freies Betriebssystem: Die Verwendung von Linux ist kostenlos. Für den Privatanwender ist Linux - aus Sicht der Anschaffungskosten - die weitaus günstigere Alternative, da zahlreiche Distributionen kostenlos aus dem Internet heruntergeladen werden können. In den meisten Fällen werden so zusätzliche Lizenzkosten vermieden.
• Sicherheit: Durch die Veröffentlichung des Quellcodes werden Sicherheitslücken schnell behoben
• Linux ist ein Gemeinschaftsprojekt: Durch die riesige Zahl von Programmierern, die aktiv an Linux arbeiten, werden ebenso Programmfehler schneller gefunden und behoben ("Hundert Augen sehen mehr als zwei"), was wirksam zur Vermeidung oder schnellen Behebung von Sicherheitslücken beiträgt. Durch eine Vielzahl an Benutzern sowie durch Unterstützung von Großkonzernen wie z.B. IBM wird die Entwicklung sowie Verbesserung voran getrieben
• Software: Mittlerweile gibt es so gut wie alles was man auch von Windows/Microsoft kennt für Linux. Auch umfangreiche Office-Pakete, die denen von Microsoft in nichts nachstehen, gehören zu den meisten Distributionen
• Linux ist herstellerunabhängig: Linux-Nutzer haben es hier eindeutig besser getroffen, als Windows-Nutzer. Wenn die eingesetzte Distribution nicht die gewünschten Eigenschaften besitzt, ist die Auswahl an Alternativen groß und es wird gewechselt. Wenn Microsoft im Gegensatz dazu beschließt, eine bestimmte Windows-Version nicht mehr zu unterstützen, dann ist es halt so. In der Folge wird eine kostenpflichtige Aktualisierung auf das Folgesystem notwendig.

Und nun zu den Vorteilen von Windows.

Windows:
• Windows kann fast alles und ist recht einsteigerfreundlich und kommt Anwendern in vielerlei Hinsicht sehr entgegen. Bei Installationen ist hier kaum größeres Anwenderwissen gefragt und vieles lässt sich, auch wenn viele erfahrene Benutzer darüber stöhnen würden, einfach realisieren. Es gibt fast kein Programm, was nicht ohne weiteres auf Windows funktioniert.
• Software-Auswahl: für Windows-Systeme gibt es jede Menge Software-Angebote: Viele Applikationen sind kostenlos im Web verfügbar, einige kosten eine geringe Lizenzgebühr, solange sie nur privat eingesetzt werden.
• Ausgefeilte Hardware-Erkennung
• Hervorragendes Gamer Betriebssystem
• Sehr gute Soft- und Hardwareunterstützung
• Aufgrund höherer Verbreitung kennen sich mehr Nutzer mit Windows aus.
• Preis: Glaubt man den Marketing-Sprüchen von Microsoft, sind Windows-Computer von Haus aus sparsam, kostengünstig und daher sehr wirtschaftlich - gerade in schwierigen Zeiten ein Pluspunkt sowohl für Unternehmen als auch für Privatanwender.

Ich hoffe, ich habe im Großen und Ganzen die wichtigsten Vorteile beider Betriebssysteme aufgezählt. Oder fällt euch noch etwas ein? Gerne könnt ihr meine Aufzählung in Form eines Kommentares erweitern.

Und hier zum Abschluss noch zwei Videos, die sich ebenfalls mit dieser Thematik spielerisch befassen:

RUNDE 1
Tux in the ring

RUNDE 2
Killer Tux ( Linux vs Windows )

 

 

Posted by: Katharina | Tagged as: , , Leave a comment
Comments (1) Trackbacks (0)
  1. Ich bin der Meinung, dass man da wirklich zuerst unterscheiden muss, wo das OS eingesetzt wird. Im Server (1), oder Workstation (Client) Bereich (2).
    1. Im Server-bereich muss ich sagen ist auch Funktions abhängig.
    — Webserver: da stehen die Linux-Systeme auf jeden Fall als Empfehlung. Sie sind viel stabiler und können besser konfiguriert werden. Einzige Ausnahme, wenn ich mir schnell einen test Web-Server aufsetzen will, installiere ich schnell auf einer Windows Workstation ein zusätzlichen Dienst.
    — Fileservice: würde ich sagen steht fast 50:50. Die Linux Systeme sind stabiler, aber haben Probleme mit Performance (auch die “besten” Netup, Celera,..), aber sie bleiben am laufen. Windows hat da ziemlich nachgeholt. Auch das Quota ist sehr gut. Der Vorteil bei Windows ist besseres Administratives Management (Rechte, Quota, Freigaben,…), und Kompatibilität zu Windows-Workstation Systemen.
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    Zu den Preisen. Es gibt zwar beim Linux keine Lizenzgebühren, aber auch kein professionellen Support. Bei Microsoft kann man ein Call aufmachen, da bekommt man ein recht guten Support. Beim Linux kann man die Community anschreiben, ob man eine Antwort, oder eine professionelle Lösung bekommt, ist eine Glücksache. Bei einem profit Unternehmen, wo Zeit Geld kostet, ist das Support von MS richtig im Vorteil. Bei den prof. Linux Produkten (Netup,…) kosten die Lizenzen ganz schön viel. Da ist das Support auch viel besser. Also auch kein Geld gespart.

    2. Zu den Workstation (Clients). Da bin ich der Meinung in privaten, wenn man sich ein bisschen auskennt und Zeit hat, kann man Linux nehmen. also 50:50.
    In Firmen ab 5-10 Mitarbeiter (und größer) eigentlich nur Windows. Alle Überwachung, Software-Auswertung, Softwareverteilung, Hardware und Software Inventory, Automatische-Sicherheits-Update,… gibt es vernünftige Software (Unterstützung) nur für Windows (auch nicht nur von MS).
    Also hier ein klares Vorteil für Windows.
    Das Projekt in Bayerischen Landes..(etwa 3000 Clients) Linux als Client einzusetzen (um Geld zu sparen), ist bekanntlich ganz klar gescheitert.

    Also: Überlegen sie sich gut, bevor Sie sich entscheiden. Es kann teuer werden.
    LG
    Peter


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