30Nov/150

Zusätzliche RZ-Anbindung: 10 Gbit/s DE-CIX

Tolle Neuigkeit aus unserem Haus: In diesem November haben wir unsere Rechenzentrumsanbindung um einen weiteren, qualitativ hochwertigen Uplink erweitert.

Neben den drei bereits vorhandenen, äußerst zuverlässigen Upstreams via M-Net (10 Gbit/s), Telia Sonera (2 x 10 Gbit/s) und Level 3 (2 x 10 Gbit/s) ist ab sofort eine weitere 10 Gbit/s-Anbindung verfügbar. Damit investieren wir in eine noch höhere Trafficqualität und in ein weiteres Redundanzlevel für unsere Sie, liebe Rechenzentrumskunden. Sollte beispielsweise der seltene Fall auftreten, dass eine Glasfaserleitung durch einen Bagger oder anderweitig beschädigt wird, spüren Sie hiervon nichts: Die Internetanbindung wird durch mehrere, weitere Glasfaserleitungen aufrecht erhalten. Unser hochwertiges CISCO-Equipment routet in einem solchen Fall automatisch und ausfallfrei den Traffic um.

Der neue Uplink verbindet uns mit einem der größten Internet-Austauschknoten weltweit, dem "DE-CIX" in Frankfurt. Durch sogenannte Peerings erhält Contabo an diesem Internet Exchange Point Zugriff auf die Netzwerke hunderter anderer Internet Service Provider in Deutschland und weltweit, so dass ab sofort ein noch schnellerer und direkterer Datenaustausch zwischen Servern im Contabo Rechenzentrum und Servern bzw. Nutzern in anderen Netzwerkbereichen des Internets erfolgt.

Für Sie, liebe Kunden, bedeutet dies - neben der bereits eingangs erwähnten Redundanz - noch mehr zur Verfügung stehende Internetbandbreite, ein noch besseres, weltweites Routing sowie letztlich einen noch besseren Trafficpreis. Unsere Rechenzentren sind jetzt mit 60 Gbit/s an das Internet angebunden.

Darüber hinaus werden in Kürze weitere Upstreams und Peerings folgen - Sie dürfen gespannt sein! 🙂

26Nov/150

Manueller Passwort-Reset unter Linux/Windows

Bevor wir Ihnen in diesem Tutorial erklären, wie Sie das System-Passwort eines Ihrer Server manuell zurücksetzen können, möchten wir Sie auf die im Kundenlogin vorhandene Funktion "Passwort zurücksetzen" aufmerksam machen. Diese für Ihre Server verfügbare Funktion kann Ihnen in vielen Fällen den hier beschriebenen Aufwand ersparen, mit ihr kann man ebenfalls das System-Passwort allerdings ausschließlich für die Benutzer "root" (Linux) beziehungsweise "Administrator" (Windows) zurücksetzen. Die Funktion "Passwort zurücksetzen" im Kundenlogin ist für Dedicated Server in der "Serversteuerung" und für VPS über die Schaltfläche "Verwalten" in der "VPS-Steuerung" vorhanden. In einigen Fällen kann das in diesem Tutorial beschriebene Vorgehen trotzdem Anwendung finden, beispielsweise wenn Sie Passwörter für Benutzerkonten mit anderen Benutzernamen als "root" (Linux) beziehungsweise "Administrator" ändern wollen.

Wichtige Information vorab zu diesem Tutorial:
Bitte beachten Sie, dass Sie durch Eingabe der folgenden Befehle tief in das System eingreifen. Führen Sie diese Befehle deshalb mit Bedacht aus. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Contabo keine Haftung für Schäden oder verlorengegangene Daten in Ihrem Betriebssystem übernehmen kann.

Bitte beachten Sie, dass diese Anleitung nicht bei einem Dedicated Server mit Windows-Betriebssystem ohne KVM over IP-Gerät anwendbar ist. In diesem Falle möchten wir Sie bitten, sich an support@contabo.de zu wenden.

Dieses Tutorial soll Ihnen die Möglichkeit bieten, das System-Passwort für den Benutzer "root" bzw. "Administrator" manuell zurückzusetzen, sodass Sie sich im Fall eines Verlusts oder Vergessens des Passworts wieder normal an Ihrem Server anmelden können. Selbstverständlich können Sie damit aber auch das Passwort für jeden anderen System-User zurücksetzen.

Bitte rebooten Sie Ihren VPS bzw. Dedicated Server zunächst von Ihrem Kundenlogin aus in das Rescue-System. Hierzu navigieren Sie einfach unter "Ihre Dienste" zu "Verwalten" und wählen "Rettungssystem" aus.

(Die Zugangsdaten zu Ihrem persönlichen Kundenlogin haben Sie von uns in der initialen E-Mail gemeinsam mit allen Server-Zugangsdaten erhalten.)

Kundenlogin2

Vorgehensweise für Linux:

1. Anzeigen der System-Partitionen:

root@sysresccd /root % fdisk -l
....
Device     Boot     Start         End      Blocks   Id  System
/dev/sda1  *         2048   961146879   480572416   83  Linux
/dev/sda2       961146880   976771071     7812096   82  Linux swap / Solaris
....

2. Mounten der System-Partition:

root@sysresccd /root % mkdir /mnt/sda1
root@sysresccd /root % mount /dev/sda1 /mnt/sda1

3. Bitte wechseln Sie nun in das soeben eingebundene System:

root@sysresccd /root % chroot /mnt/sda1 /bin/bash

4. Danach kann ein neues Passwort gesetzt werden:

root@sysresccd:/# passwd root
Enter new UNIX password: <beliebiges Passwort>
Retype new UNIX password: <beliebiges Passwort>
passwd: password updated successfully

5. Es wurde nun ein neues Passwort für den Root-User gesetzt, bitte verlassen Sie nun das Rescue-System und rebooten Sie Ihren Server zurück ins Betriebssystem:

root@sysresccd:/# exit
exit
root@sysresccd /root % reboot


Sie sollten sich nun mit Ihrem neuen Passwort anmelden können.

 

Vorgehensweise für Windows:

1. Anzeigen der System-Partitionen:

root@sysresccd /root % fdisk -l
....
Device     Boot  Start       End   Sectors   Size Id Type
/dev/vda1  *      2048    718847    716800   350M 27 Hidden NTFS WinRE
/dev/vda2       718848 629143551 628424704 299.7G  7 HPFS/NTFS/exFAT
....

2. Mounten der System-Partitionen:

root@sysresccd /root % mkdir /mnt/vda2
root@sysresccd /root % ntfs-3g /dev/vda2 /mnt/vda2

Wichtiger Hinweis: Sollte hier eine Fehlermeldung erscheinen, geben Sie bitte vor dem Mounten der System-Partition folgenden Befehl ein:

root@sysresccd /root % ntfsfix /dev/vda2


Mounting volume... OK
Processing of $MFT and $MFTMirr completed successfully.
Checking the alternate boot sector... OK
NTFS volume version is 3.1.
NTFS partition /dev/vda2 was processed successfully.

3. Nun wechseln Sie bitte in folgenden System-Ordner:

root@sysresccd /root % cd /mnt/vda2/Windows/System32/config

4. Alle System-User anzeigen lassen:

root@sysresccd /root/mnt/vda2/Windows/System32/config % chntpw -l SAM


chntpw version 1.00 140201, (c) Petter N Hagen
Hive <SAM> name (from header): <\SystemRoot\System32\Config\SAM>
ROOT KEY at offset: 0x001020 * Subkey indexing type is: 666c <lf>
File size 262144 [40000] bytes, containing 8 pages (+ 1 headerpage)
Used for data: 302/27480 blocks/bytes, unused: 28/5032 blocks/bytes.

| RID -|---------- Username ------------| Admin? |- Lock? --|
| 01f4 | Administrator                  | ADMIN  |          |
| 01f5 | Guest                          |        | dis/lock |

5. Das Passwort für den Benutzer "Administrator" zurücksetzen:

root@sysresccd /root/mnt/vda2/Windows/System32/config % chntpw SAM -u Administrator

chntpw version 1.00 140201, (c) Petter N Hagen
Hive <SAM> name (from header): <\SystemRoot\System32\Config\SAM>
ROOT KEY at offset: 0x001020 * Subkey indexing type is: 666c <lf>
File size 262144 [40000] bytes, containing 8 pages (+ 1 headerpage)
Used for data: 302/27504 blocks/bytes, unused: 28/5008 blocks/bytes.

================= USER EDIT ====================

RID     : 0500 [01f4]
Username: Administrator
fullname:
comment : Built-in account for administering the computer/domain
homedir :

00000220 = Administrators (which has 1 members)

Account bits: 0x0010 =
[ ] Disabled        | [ ] Homedir req.    | [ ] Passwd not req. |
[ ] Temp. duplicate | [X] Normal account  | [ ] NMS account     |
[ ] Domain trust ac | [ ] Wks trust act.  | [ ] Srv trust act   |
[ ] Pwd don't expir | [ ] Auto lockout    | [ ] (unknown 0x08)  |
[ ] (unknown 0x10)  | [ ] (unknown 0x20)  | [ ] (unknown 0x40)  |

Failed login count: 0, while max tries is: 0
Total  login count: 82

- - - - User Edit Menu:
1 - Clear (blank) user password
(2 - Unlock and enable user account) [seems unlocked already]
3 - Promote user (make user an administrator)
4 - Add user to a group
5 - Remove user from a group
q - Quit editing user, back to user select
Select: [q] > 1

Password cleared!
================= USER EDIT ====================

RID     : 0500 [01f4]
Username: Administrator
fullname:
comment : Built-in account for administering the computer/domain
homedir :

00000220 = Administrators (which has 1 members)

Account bits: 0x0010 =
[ ] Disabled        | [ ] Homedir req.    | [ ] Passwd not req. |
[ ] Temp. duplicate | [X] Normal account  | [ ] NMS account     |
[ ] Domain trust ac | [ ] Wks trust act.  | [ ] Srv trust act   |
[ ] Pwd don't expir | [ ] Auto lockout    | [ ] (unknown 0x08)  |
[ ] (unknown 0x10)  | [ ] (unknown 0x20)  | [ ] (unknown 0x40)  |

Failed login count: 0, while max tries is: 0
Total  login count: 82
** No NT MD4 hash found. This user probably has a BLANK password!
** No LANMAN hash found either. Try login with no password!

- - - - User Edit Menu:
1 - Clear (blank) user password
(2 - Unlock and enable user account) [seems unlocked already]
3 - Promote user (make user an administrator)
4 - Add user to a group
5 - Remove user from a group
q - Quit editing user, back to user select
Select: [q] > q

Hives that have changed:
#  Name
0  <SAM>
Write hive files? (y/n) [n] : y
0  <SAM> - OK

6. Sie haben das Passwort nun erfolgreich zurückgesetzt und können dies wie folgt überprüfen:

root@sysresccd /root/mnt/vda2/Windows/System32/config % chntpw -i SAM

===== chntpw Edit User Info & Passwords ====

| RID -|---------- Username ------------| Admin? |- Lock? --|
| 01f4 | Administrator                  | ADMIN  | *BLANK*  |
| 01f5 | Guest                          |        | dis/lock |

Please enter user number (RID) or 0 to exit: [1f4] 0

Hinweis: Der Eintrag *BLANK* steht für die Tatsache, dass für diesen jeweiligen Benutzer aktuell kein Passwort gesetzt ist!

7. Bitte verlassen Sie nun das Rescue-System und rebooten Sie Ihren Server zurück ins Betriebssystem:

root@sysresccd /root % reboot

8. Abschließend können Sie sich ohne Passwort am System anmelden, um dann ein neues Passwort zu vergeben. Bitte starten Sie hierfür eine VNC-Verbindung zu Ihrem Server und wählen Sie eine der folgenden beiden Möglichkeiten:

(Die VNC-Zugangsdaten zu Ihrem Server haben Sie von uns in der initialen E-Mail gemeinsam mit allen Server-Zugangsdaten erhalten)

1. Möglichkeit:

Systemsteuerung > Benutzerkonten > Benutzerkonten > Konten verwalten > Konto ändern > Kennwort erstellen

Windows-PW setzen (klein)

2. Möglichkeit:

Öffnen Sie auf dem Desktop die Eingabeaufforderung durch einen Rechtsklick auf das Windows-Symbol (unten links) und geben den folgenden Befehl ein:

C:\Users\Administrator> net user Administrator <Passwort>

Administrator PW cmd

Es wurde nun ein neues Administrator-Passwort erstellt, welches ab sofort für den Benutzer "Administrator" gültig ist.

Posted by: Benjamin | Tagged as: , , , , No Comments
20Nov/150

CHIP-Hotline Test: Wieder Testsieger “Wartezeit”

Auch in diesem Jahr hat das IT-Fachmagazin CHIP in einem umfangreichen, zweimonatigen Hotline-Test über 170 Unternehmen aus verschiedenen Branchen – darunter Webhosting – auf Herz und Nieren geprüft. Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr in der Kategorie „Schnelligkeit“ den ersten Platz belegte, wurden wir dieses Jahr erneut als Testsieger im Bereich „Wartezeit“ ausgezeichnet.

Während des Testzeitraums hat CHIP in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Statista bis zu 100 mal bei allen geprüften Hosting-Anbietern angerufen. Das Ergebnis ist eindeutig: Kein anderer Hosting-Anbieter war schneller für seine Kunden und Interessenten telefonisch erreichbar als wir.

Telefon mit Fragezeichen

Zwei Jahre in Folge als Testsieger ausgezeichnet zu werden, ist für uns nicht nur eine große Ehre, sondern ein mindestens eben so großer Ansporn, für und mit Euch im nächsten Jahr den Hattrick zu holen. Die Auszeichnung zeigt darüber hinaus, dass das Unternehmensziel, allen Kunden einen erstklassigen Service zu bieten, bei uns gelebt und konsequent vorangetrieben wird.

Natürlich bleiben wir weiterhin für Euch telefonisch direkt via Festnetznummer - ohne teure Hotline-Gebühren, ohne Warteschleifen, ohne Menüauswahl – an 365 Tagen im Jahr erreichbar.

 

Weitere Infos und eine Übersicht unserer Auszeichnungen findet Ihr hier!

17Nov/150

Einbindung der WebDAV-Funktion von Webspace-Paketen

Mit WebDAV unterstützt cPanel eine sehr hilfreiche Funktion für die Bereitstellung von Dateien im Internet. Dabei können Benutzer auf ihre Daten wie auf eine Online-Festplatte zugreifen. Bei unseren Webspace-Paketen ist diese Funktion ebenfalls möglich. Hierzu müssen Sie sich über cPanel auf Ihr Webspace-Paket einloggen.

Dort finden Sie dann unter "Dateien" den Punkt "Web Disk".

Sollten Sie diesen Punkt nicht finden, so können Sie über die Suchfunktion nach "Web Disk" suchen.

WebDAV1

Sobald Sie auf Web Disk geklickt haben, sehen Sie im nachfolgenden Bild das "Web Disk-Hauptkonto". Dieser Zugang ist bereits eingerichtet und kann verwendet werden. Der Benutzername und das Passwort sind die, mit welchen Sie sich auch in cPanel auf Ihr Webspace-Paket einloggen.

WinDAV3

Im nachfolgenden Bild können Sie ein " Zusätzliches Web Disk-Konto" erstellen. Hier können Sie einen beliebigen Benutzernamen angeben, mit welchem die Verbindung möglich sein soll. Als Verzeichnis ist standardmäßig das Hauptverzeichnis Ihres Webspace-Pakets "/" ausgewählt, es kann aber auch ein anderes Verzeichnis angegeben werden. Dies hat den Vorteil, dem Benutzer nur einen Zugriff auf ein bestimmtes Verzeichnis zu geben. Bei einer Lese-/Schreibberechtigung können alle unterstützten Aktionen in dem Verzeichnis durchgeführt werden, das diesem Web Disk-Konto zugewiesen ist. Bei einem Konto mit Lesezugriff können nur Dateien in dem Verzeichnis gelesen, heruntergeladen und aufgelistet werden, welches dem Web Disk-Konto zugewiesen ist. Ganz unten im Bild können die zusätzlich erstellten Web Disk-Konten verwaltet werden.

WebDAV4

Wichtig für beide Konten: Unter Windows Vista®, Windows® 7 und Windows® 8 müssen Sie die Digest-Authentifizierung aktivieren, falls Sie über eine Klartext- bzw. unverschlüsselte Verbindung auf Ihre Web Disk zugreifen möchten. Für die unverschlüsselte Verbindung wird der Port 2077 verwendet. Unser Server verfügt aber auch über ein signiertes Zertifikat und es kann eine sichere, verschlüsselte Verbindung über den Port 2078 hergestellt werden, in diesem Fall ist keine Aktivierung der Digest-Authentifizierung erforderlich.  

Um fortzufahren klicken Sie unter "Aktionen"  des jeweiligen Kontos auf "Web Disk aufrufen".

Nun werden Sie auf eine neue Seite geleitet, hier müssen Sie nun Ihr lokal verwendetes Betriebssystem, mit welchem auf Ihr Konto zugegriffen werden soll, auswählen.

WebDAV5

Beispiel: Sie verwenden Windows® 7, klicken Sie auf das Drop Down Menü "Microsoft®-Betriebssysteme" und wählen Windows® 7 aus.

WebDAV9

Nun öffnet sich eine Anleitung für die automatische und manuelle Web Disk-Verknüpfung auf Ihrem Desktop.

Die einfachere Variante ist die automatische Web Disk-Verknüpfung.

Klicken Sie nun auf der gleichen Seite auf den folgenden Button in Ihrem cPanel Interface um das Schnellstartskript herunterzuladen und speichern Sie dies lokal auf Ihrem Computer.

WebDAV11

Doppelklicken Sie jetzt die heruntergeladene Datei und geben Sie bei der Aufforderung den Benutzernamen und das Kennwort Ihres Web Disk-Kontos ein.

1

Nach erfolgreicher Anmeldung wird automatisch eine Verknüpfung auf Ihrem Desktop erstellt. Sie haben nun wie rechts im Bild zu sehen, erfolgreich eine Verbindung zu Ihrem Webspace-Paket aufgebaut.

2

Jetzt können Sie beispielsweise ein Textdokument in dem gerade erstellten "Netzlaufwerk" anlegen, oder eine bereits vorhandene Datei per Drag and Drop hineinziehen.

Beispiel: test.txt

3

Wenn Sie nun über cPanel Ihres Webspace-Pakets die Dateiverwaltung öffnen und in das entsprechende Verzeichnis wechseln, sehen Sie dass die Datei auch hier erstellt wurde.

WebDAV10

Nun sind Sie in der Lage, auf Ihre Webspace-Paket Dateien und Ordner lokal von Ihrem Computer zuzugreifen und diese auch direkt dort zu ändern.

Abschließende Information: Die Transfergeschwindigkeit ist und bleibt abhängig von Ihrer verwendeten Internetleitung. Die Verbindung wird verschlüsselt von Ihrem lokalen Computer zu unserem Rechenzentrum aufgebaut.

 

Posted by: Mike | Tagged as: , , , , , No Comments
13Nov/150

Keine Setup-Gebühren mehr für VPS mit HDD + SSD Boost!

Das Jahr rast schon wieder auf's Ende zu, doch wir halten noch die ein oder andere Überraschung für Euch bereit. Seit Kurzem bieten wir Euch unsere vServer mit 100% SSD-Speicher an, und ab sofort könnt Ihr unsere vServer mit HDD + SSD Boost ohne Setupgebühr mieten – bereits ab einer Mindestvertragslaufzeit von einem Monat!

 

Alle Infos dazu findet Ihr hier!

 

VServer günstig

Posted by: Markus | Tagged as: , , , , No Comments
9Nov/150

Datentransfer mit WinSCP

Ein sehr hilfreiches Tool zum Übertragen von Daten auf einen Server ist WinSCP. WinSCP ist ein grafischer Open Source SFTP und FTP Client für Windows, welcher auch das alte SCP-Protokoll unterstützt. Er bietet einen geschützten Daten- und Dateitransfer zwischen verschiedenen Rechnern und ermöglicht die Nutzung geschützter “Tunnel”.

WinSCP kann über folgenden Link heruntergeladen werden:

Bitte klicken Sie hier!

Sobald Sie WinSCP installiert und das Programm geöffnet haben, können Sie auch schon beginnen.

WinSCP1

Das Übertragungsprotokoll ist ein sehr wichtiger Faktor bei der Datenübertragung. Im folgenden Verlauf sehen Sie die Vor- und Nachteile der jeweiligen Protokolle.

SFTP (SSH File Transfer Protocol):

  • Vorteile: Die Verbindung ist verschlüsselt und wird über den SSH Port hergestellt, was bedeutet, dass zur Datenübertragung kein FTP Server installiert werden muss.
  • Nachteile: Durch die verschlüsselte Verbindung ist die Datenübertragung langsamer als bei FTP.

FTP (File Transfer Protocol):

  • Vorteile: Die Datenübertragung ist wesentlich schneller als bei SFTP, da hier keine Verschlüsselung stattfindet.
  • Nachteile: Die Verbindung ist unverschlüsselt und es bedarf der Installation eines FTP Servers.

SCP (Secure Copy):

  • Vorteile: Die Verbindung wird ebenfalls wie bei SFTP verschlüsselt und verwendet den SSH Port.
  • Nachteile: Durch die verschlüsselte Verbindung ist die Datenübertragung langsamer als bei FTP.

WebDAV (Web-based Distributed Authoring and Versioning):

  • Vorteile: Die Verbindung wird über den HTTP Port hergestellt, welcher von so gut wie keiner Firewall geblockt wird.
  • Nachteile: Die Verbindung ist unverschlüsselt, kann jedoch über SSL verschlüsselt werden.

Bei dem Rechnernamen muss entweder die IP Adresse des Servers oder die Domain, welche auf die IP Adresse des Servers verweist, angegeben werden.

Die Portnummer ist abhängig vom ausgewählten Übertragungsprotokoll, wir haben die Standard Ports jedoch im folgenden aufgeführt.

  • Standard SFTP Port: 22
  • Standard FTP Port: 20 und 21
  • Standard SCP Port: 22
  • Standard WebDAV Port: 80

WICHTIG: Für SFTP und SCP gilt:

Standardmäßig verwenden beide Protokolle den SSH Port 22. Falls dieser beispielsweise auf 5000 geändert wurde, so muss bei der Verbindung diese Portnummer auch verwendet werden.

Der Benutzername ist der User, welcher die Berechtigungen besitzt, auf den Server zuzugreifen.

Zum Beispiel: root

ACHTUNG:

Der User root hat volle Berechtigungen auf dem Server, deshalb muss hier vorsichtig vorgegangen werden. Fälschlicherweise gelöschte Systemdateien können dazu führen, dass der Server betriebsunfähig wird.

Eine Verbindungsmöglichkeit mit SFTP würde nun folgendermaßen aussehen:

Wenn Sie nun auf "Anmelden" klicken, versuchen Sie eine Verbindung zu Ihrem Server aufzubauen.

WinSCP2

Nun müssen Sie die Sicherheitswarnung bestätigen.

WinSCP4

Es wurde nun erfolgreich eine SFTP-Verbindung zum Server aufgebaut. Links im Bild ist der lokale Computer und rechts ist der Server.

WinSCP5

Wenn eine Datei, oder ein kompletter Ordner übertragen werden soll, so kann der Kopiervorgang ganz einfach per Drag and Drop gestartet werden. Hierbei wird die Datei auf den Server kopiert und ist nun auf dem lokalen Computer und auf dem Server vorhanden.

WinSCP9

Wenn für die Verbindung ein SSH-Schlüssel verwendet wird, so kann dieser vor der Anmeldung über "Erweitert..." unter dem Punkt "Authentifizierung"  eingebunden werden.

WinSCP3

Wenn Sie mit der Datenübertragung fertig sind, können Sie das Fenster einfach schließen und die Verbindung wird getrennt.

Posted by: Mike | Tagged as: , , , , No Comments
2Nov/150

Wie mache ich einen File System Check?

Es mag Ihnen vielleicht schon einmal passiert sein, dass Sie einen Fehler in Ihrem Dateisystem entdeckt haben und Ihr Server beispielsweise nicht mehr richtig startet. Hierfür gibt es ein sehr praktisches Tool um das Dateisystem auf mögliche Fehler zu überprüfen und diese dann vereinzelt zu beheben. Mithilfe des File System Checks können Fehler im Dateisystem erkannt und behoben werden. Wir empfehlen bei solchen Operationen ein Backup der vorhandenen Daten, da diese möglicherweise durch die Reparatur verloren gehen können. Bitte starten Sie den File System Check im Rettungssystem.

Falls Sie nicht wissen was das Rettungssystem ist oder wie Sie es verwenden, so klicken sie bitte hier.

fsck1

Sobald Sie sich im Rettungssystem befinden, können Sie sich mit dem folgenden Kommando die vorhandenen Partitionen anzeigen lassen.

  • fdisk -l

fsck2

In diesem Beispiel wird uns die Systempartition auf /dev/vda1 angezeigt. Normalerweise findet man die Systempartition auf /dev/sda2, bzw. /dev/vda1.

Bitte überprüfen Sie nun, welches Dateisystem verwendet wird. Hierfür können Sie das folgende Kommando verwenden.

INFO: Bitte geben Sie hier Ihre Partition an, in unserem Fall ist dies /dev/vda1

  • blkid | grep vda1 | awk '{print $3}'

fsck5

Je nachdem welches Dateisystem verwendet wird und welche Partition überprüft werden soll, lauten die Kommandos wie folgt um einen Vorab-Check durchzuführen.

  • fsck.ext2 -n /dev/vda1 = Für das Dateisystem ext2
  • fsck.ext3 -n /dev/vda1 = Für das Dateisystem ext3
  • fsck.ext4 -n /dev/vda1 = Für das Dateisystem ext4
  • fsck.btrfs -n /dev/vda1 = Für das Dateisystem btrfs
  • usw...

In unserem Fall verwenden wir das Dateisystem ext4, deshalb verwenden wir folgendes Kommando. Bei den nachfolgenden Schritten muss das Dateisystem immer auf das eigene verwendete angepasst werden.

  • fsck.ext4 -n /dev/vda1

fsck10

Hier erhalten Sie dann als Ergebnis, ob es Fehler in Ihrem Dateisystem gibt. Diese Fehler werden nicht automatisch behoben. Mit dem folgenden Kommando wird für jede Aktion eine Abfrage gestartet um die Fehler einzeln beheben zu können.

  • fsck.ext4 /dev/vda1

fsck11

Wenn Sie sich sicher sind, dass alle Fehler zu beheben sind, können Sie das folgende Kommando verwenden. Dieses Kommando beinhaltet nun den Parameter  -y, welcher alle Abfragen mit "Yes" beantwortet und somit keine manuelle Prüfung benötigt.

WICHTIG: Wir empfehlen diesen Parameter nur bei 100% Sicherheit zu verwenden. Es werden hier nämlich alle Abfragen einfach bestätigt.

  • fsck.ext4 -y /dev/vda1

fsck12

Nachdem die Fehler behoben wurden, sollten Sie wieder in der Lage sein Ihr System normal zu starten.

Um aus dem Rettungssystem zur Festplatte zu wechseln geben Sie einfach folgendes Kommando ein.

  • reboot

Nun sollte Ihr Server wieder ganz normal über die Festplatte in das Betriebssystem starten.

Zusätzliche wichtige Information:

Das lost+found Verzeichnis enthält Dateien, die bei einem File System Check gefunden wurden und zwar noch existieren (die Daten- und Infoblöcke wurden noch nicht als „frei“ markiert), aber in keinem Verzeichnis mehr eingetragen sind. Diese Dateien werden mit ihrer Inode-Nummer (interne Datei ID im Dateisystem) als Dateinamen in dieses Verzeichnis verschoben. Falls Dateien nach einem File System Check fehlen, können diese meistens in diesem Verzeichnis gefunden werden.