31Jul/130

System Rescue CD: Erste Schritte

sysresccd login

Viele von Ihnen haben vielleicht schon davon gehört oder sogar Gebrauch gemacht, für die Meisten ist dieses Thema aber wohl Neuland: Unser Rettungssystem! Während man normalerweise hoffentlich nicht darauf angewiesen sein wird, gibt es zahlreiche Situationen in denen es perfekt geeignet ist, um den Server schnell wieder online zu bringen. Bei Ausfällen zählt jede Sekunde. Umso wichtiger ist es, vorab zu wissen, was zu tun ist. Daher hier erst mal ein paar grundlegende Informationen:

Das Rettungssystem basiert auf der SystemRescueCd, was nichts anderes als eine speziell für Notfälle entwickelte Linux-Distribution ist. Ich kann Ihnen das System auch für den Alltag nur empfehlen. Ein bootfähiges Image habe ich immer auf einem USB-Stick dabei ;). Auf unseren Servern lädt das Rettungssystem über das Netzwerk (PXE). Das hat mehrere Vorteile:

  • Es steht in jedem Fall zur Verfügung, solange der Server eine Netzwerkverbindung hat.
  • Es ist immer mit den gleichen, bekannten Zugangsdaten erreichbar.
  • Es startet unabhängig von Betriebssystem und dessen Einstellungen.

Das Rettungssystem kann im Loginbereich für Server oder VPS ausgewählt werden. Nach Klick auf das entsprechende Symbol erscheint noch ein Infotext mit der Versionsauswahl. Es sollte die selbe Version wie das installierte Betriebssystem verwendet werden. In der Regel ist das 64 bit. Sobald man auf "Rettungssystem starten" klickt, startet der Server automatisch neu.

Nach wenigen Minuten steht das System dann über SSH auf der Server-IP und dem Standardport 22 zur Verfügung. Das root-Passwort ist das, welches Sie in der Willkommens-E-Mail mit den Zugangsdaten erhalten haben. Als Clients für Windows eignen sich PuTTy (Kommandozeile) oder WinSCP (Datentransfer).

In der Regel wird Zugriff auf die Daten des Servers benötigt. Vorab schauen wir also mal, was für Partitionen überhaupt vorhanden sind:

fdisk -l

Normalerweise findet man die Systempartition auf /dev/sda1, bzw. /dev/vda1. Mit folgendem Befehl wird die Partition dann eingebunden:

mount /dev/sda1 /mnt/custom

Die Daten sind jetzt in /mnt/custom verfügbar.

Falls Windows als Betriebssystem auf dem Server verwendet wird, kann das Rettungssystem trotz unterschiedlicher Architektur durchaus hilfreich sein. Die Partition C: liegt in der Regel auf /dev/sda2, bzw. /dev/vda2. Mit folgendem Befehl wird sie mit Schreibzugriff eingebunden:

ntfs-3g /dev/sda2 /mnt/windows

Man kann nun beispielsweise Konfigurationsdateien per Texteditor bearbeiten, oder wichtige Dateien auf den lokalen PC sichern. Für diese Zwecke ist WinSCP wirklich bestens geeignet.

Hat man seine Arbeit abgeschlossen und möchte den Server wieder normal neu starten, gibt man folgende Befehle ein:

exitrescue
reboot

Danach sollte der Server wieder von der Festplatte starten und regulär erreichbar sein.

Das soll nur eine grobe Einführung gewesen sein. Es ist generell empfehlenswert, sich mit den Möglichkeiten der Shell vertraut zu machen. Das ubuntuusers.de Wiki ist auch hier sehr hilfreich.

Weitere Anleitungen für bestimmte Anwendungsfälle folgen, also bleiben Sie dran!

 

Posted by: Tino | Tagged as: , , , , No Comments
26Jul/130

Happy SysADMINDay 2013

22Jul/130

Wall of F(r)ame!

Unsere besten 3 Gedichte haben einen ganz besonderen Platz in unserem Büro bekommen - im Bilderrahmen auf unserer Wall of Fame!

Contabo Wall of Fame

Posted by: Katharina | Tagged as: , , , , No Comments
19Jul/130

10 Jahre Contabo in Bildern – Teil 3

Im ersten und zweiten Teil unseres Überblicks zum Werdegang von Contabo haben wir euch bereits einiges zu den ersten Jahren nach der Unternehmensgründung und zu unserem kontinuierlichen Wachstumsprozess bis zum Jahr 2007 gezeigt.

Auf der Zeitschiene seht ihr bereits, was im Jahr 2008 auf der Agenda stand:

 

Chronologie-Contabo

Im Jahr 2008 haben wir die mittlerweile rund 700 Server am Standort Frankfurt am Main in einen anderen Rechenzentrumsstandort verlegt, der rund 15 km vom bisherigen entfernt war.
Selbstverständlich wurde dieser Umzug tief in der Nacht und mit umfangreicher Planung durchgeführt, so dass alle Server nach kürzester Zeit - die natürlich gegenüber unseren Kunden Wochen vorher angekündigt war - wieder in Dreieich bei Frankfurt online gingen. Unser Umzugsteam, darunter langjährige und verdiente Mitarbeiter unseres Unternehmens, die auch heute noch für unsere Kunden täglich alles geben, leistete damals Akkordarbeit. Für nur 2 Nächte quartierte man sich in einem kleinen Hotel in Dreieich ein, baute sodann dutzende Racks am neuen Standort auf, verkabelte sie und bereitete auch sonst alles für das Einteffen der Server vor. Am Tag vor der Umzugsnacht, in der Umzugsnacht selbst und auch am Tag danach wurde pausen- und schlaflos durchgearbeitet, um unsere Kunden wenig bis gar nichts davon spüren zu lassen. Nach diesen Anstrengungen war das gemeinsame Abendessen im kleinen Biergarten eines griechischen Restaurants in Dreieich (Bifteki sei dank) der einzige Luxus für unser müdes Umzugsteam. Gelegentliches Eindösen am Esstisch inklusive.

Doch all die Mühen haben sich gelohnt: Alle Server waren innerhalb kürzester Zeit und ohne irgendwelche Komplikationen in Dreieich wieder online.

Impressionen von unserem Serverstandort 2008, Dreieich bei Frankfurt:

empfang_dreieich_small

racks_dreieich_small

klima2_dreieich_small

klima1_dreieich_small

usv_dreieich_small

tisch_dreieich_small

cam_dreieich_small

klima_dreieich_small

Hintergrund dieses Umzuges war einmal mehr die langjährige, gute Zusammenarbeit mit Tiscali, einer Firma, die zu diesem Zeitpunkt wegen ihres von mir bereits kurz zuvor thematisierten Rückzugs aus Deutschland schon als Nacamar firmierten.
So handelte es sich auch bei diesem, neuen Standort für unsere Server, der von Contabo / Giga-Hosting exklusiv und ausschließlich betrieben und genutzt wurde, um ein ehemaliges Tiscali-Rechenzentrum; genau wie der Münchner Standort, den wir zu dieser Zeit nach wie vor unterhielten. Auf diese Weise konnten beide Firmen an gleich zwei Standorten parallel voneinander profitieren: Die millionenschweren Investitionen in die Rechenzentrumsinfrastruktur von Tiscali waren nicht umsonst, sondern diese blieb durch die stetig wachsende Serverflotte von Contabo weiterhin genutzt und damit lukrativ. Für Contabo / Giga-Hosting war gleichzeitig das weitere Wachstum in den eigenen Rechenzentren abgesichert und wir konnten unseren Kunden den Service bereitstellen, der auch zu Recht von uns erwartet wurde.

Nichtsdestotrotz wurde noch im gleichen Jahr, also ebenfalls 2008, bereits alles in die Wege geleitet, um ein weiteres, großes Ziel zu erreichen: Nämlich die Zusammenführung all unserer Server an nur einem, eigens geplanten und gebauten Serverstandort an unserem Firmensitz in München. Dass sich unsere Serverflotte im Jahr 2008 auf die zwei Standorte München und Dreieich verteilte, war für uns ein auf Dauer eher unschöner Zustand, allein schon, weil viele Resourcen wie Ersatzteile, Routing- und Switching, Carrier-Anbindungen, technisches Personal etc. etc. immer doppelt und redundant vorgehalten werden mussten.

So planten und konzipierten wir bis in den Winter hinein unseren neuen, großen und modernen Rechenzentrumsstandort in München. In einem modernen Bürogebäude sollten sich unsere Räumlichkeiten auf zwei Etagen verteilen:
Auf einer Ebene, die mehr als 300 qm groß war, sollte sich die Rechenzentrumsfläche befinden. Und auf der zweiten Ebene, ein Stockwerk darüber, sollten auf rund 400 qm die ebenfalls benötigten Büro- und Serviceflächen für den Kundenservice und die Technik sein.

Im Frühjahr 2009 wurde dieser Plan in die Tat umgesetzt und zahlreiche Fachbetriebe montierten Doppelboden, Elektrik, Klimatechnik usw. unter unserer "Regie".

Der Showdown folgte im April: Der neue Standort in München-Giesing, mit Platz für bis zu 4000 Server, wurde in Betrieb genommen und unsere beiden bisherigen Serverstandorte Dreieich und München wurden aufgelöst. Seitdem - es sind seither bald 5 Jahre vergangen - verrichten hier all unsere Server ihren Dienst für unsere Kunden. "Unsere Server", das sind mittlerweile rund 2.500 Maschinen. "Unsere Kunden", das werden in Kürze über 10.000 aus allen Teilen der Welt sein.

Unser vielköpfiges Technik-Team stellt 24/7, also rund um die Uhr, sicher, dass der Rechenzentrums- und Serverbetrieb reibungsfrei abläuft. Und unser Support-Team steht allen Kunden und Interessenten ebenfalls täglich, auch am Wochenende und an Feiertagen, von mindestens 8:00 bis 23:00 Uhr für alle Fragen und Probleme per Telefon (normale Ortsnummer) und Email (support@contabo.de) zur Verfügung. Unser eigener Anspruch ist dabei eine Reaktionszeit von regelmäßig unter einer Stunde, egal, zu welchem Thema. Das verstehen wir unter Service.

Impressionen und Neuigkeiten zu unserem aktuellen Standort in München Giesing findet ihr zum einen natürlich regelmäßig hier, im Contabo-Blog und auf unserer Facebook-Seite. Zudem haben wir auf unserer Website Contabo.de weitere Details zum Rechenzentrum veröffentlicht und auch gleich zwei Live-Webcams auf dem Datafloor installiert, die es euch erlauben, 24/7 "live" vor Ort zu sein und zu verifizieren, dass kein Erdbeben oder dergleichen unsere heiligen Hallen heimgesucht hat 😉

Dass wir exzellenten Kundenservice nicht nur predigen, sondern wirklich leben, könnt ihr anhand zahlreicher Kundenstimmen verfolgen. Und dabei ist es für unser Team absolut irrelevant, ob es sich um einen unserer namenhaften Kunden wie check24.de , Beathe Uhse usw. handelt, oder um den Webspace-User, der sein Pferde-Forum bei uns hegt und pflegt - bei uns genießt jeder die gleichen Privilegien und das gleiche, hohe Support-Level!

Natürlich ist auch seit der Inbetriebnahme unseres Rechenzentrums im Jahr 2009 vieles passiert - wir haben zahlreiche Verbesserungen für unsere Kunden umgesetzt und Jahr für Jahr unsere Produktpalette preislich und inhaltlich weiterentwickelt. Der ständige Zuwachs an neuen Kunden und das gleichzeitige Fortbestehen unserer langjährigen Kundenbeziehungen - in manchen Fällen gar schon über 10 Jahre ohne Unterbrechung - zeigen uns, dass wir weiter auf dem richtigen Weg sind.

Einen guten Überblick über die Ereignisse der letzten Jahre könnt ihr euch anhand unserer Firmen-News verschaffen. Nur ein paar Meilensteine in Stichpunkten:

  • Januar 2010: Mitgliedschaft bei der RIPE
  • Februar 2010: Website-Relaunch, neues Design
  • Juni 2010: Einführung unseres Firmen-Blog
  • Juli 2010: Zusätzlicher 10Gbit/s-Upstream: Telia Sonera
  • August 2010: Einführung des neuen Produkts V-Server / VPS
  • Winter 2010: RZ-Klimaleistung wird um 150 % erhöht
  • Frühling 2011: Einführung unserer Facebook-Seite
  • Dezember 2011: Zusätzlicher 10Gbit/s-Upstream: Level3
  • Januar 2013: Namensänderung - aus Giga-Hosting wird Contabo
  • Februar 2013: Die Contabo Gameserver sind verfügbar
  • Mai 2013: Einführung des Kundenlogins

Und... ihr könnt es euch schon denken: Wir sind noch lange nicht fertig.

Derzeit beschäftigen uns zahlreiche Projekte, kleine und riesengroße, aus denen neue Produkte, Verbesserungen für bestehende Produkte und so einiges darüber hinaus hervorgehen wird. Wir haben noch sehr viel vor!
Selbstverständlich werden wir euch hier im Blog, auf unserer Facebook-Seite und auch direkt über Contabo.de stets auf dem Laufenden halten.

Ich hoffe sehr, dass ich euch mit dem Blog-Dreiteiler "10 Jahre Contabo in Bildern" einen besseren Einblick in die Geschichte von Contabo und damit in das, was wir sind und was wir erreichen wollen, geben konnte. Zum Abschluss bleibt mir nur, mich bei denen zu bedanken, ohne die Contabo heute im wahrsten Sinne des Wortes ein "Nichts" wäre.

Danke
an das gesamte Contabo-Team
für euren großen Einsatz, täglich aufs Neue!

Danke
an all unsere Kunden
für euer Vertrauen und die Loyalität zu unserem Unternehmen!

Auf eine weitere, gute Zusammenarbeit und auf die nächsten 10 Jahre!

Posted by: Michael | Filed under: Interna, Neues von Contabo No Comments
15Jul/136

Rewrite Rules mit htaccess

Contabo Webspace XXLEine oft gestellte Frage betrifft überwiegend unsere Webspace-Pakete, ist aber mit Sicherheit für viele interessant:

Wie kann ich den Inhalt meiner Hauptdomain in einen Unterordner ablegen, ohne dass der Besucher einen Unterschied sieht?

 

Das Problem ist, dass cPanel einem Account genau eine Domain als Haupt-Domain zuweist. Addon-Domains können zwar hinzugefügt werden, landen in der Ordnerstruktur aber einfach unterhalb des Ordners der Haupt-Domain. Das sieht dann z.B. so aus:

  • /
    • public_html/
      • admin/
      • config/
      • data/
      • testdomain2.de/
        • admin/
        • config/
        • data/
        • themes/
        • index.php
      • themes/
      • index.php

Das kann bei mehreren Addon-Domains schnell sehr unübersichtlich werden. Besser wäre, die Hauptdomain auch in einen eigenen Ordner zu verlagern. Genau hier fehlt leider eine Option in cPanel. Glücklicherweise ist das auch gar nicht nötig, denn mittels Rewrite Rule in der .htaccess-Datei können Sie selbst festlegen, wo sich der Inhalt der Haupt-Domain befinden soll.

Idealerweise beginnen Sie mit einem frisch aufgesetztem Webspace-Paket. Ansonsten gilt die Faustregel, zunächst ein Backup aller Daten zu erstellen, um bei Problemen den ursprünglichen Zustand wiederherstellen zu können. Hier erweist sich der cPanel-Sicherungsassistent als nützlich.

Die folgenden Schritte können bequem per FTP-Client erledigt werden.

Wenn bestehende Daten übernommen werden sollen, legt man zunächst einen neuen Ordner in /public_html an und benennt ihn nach der Domain, also z.B. testdomain.de. Dorthin verschiebt man alle Dateien und Ordner, die zu der Seite gehören. In unserem Beispiel sind das die Ordner admin, config, data, themes und die Datei index.php. Falls bereits eine .htaccess-Datei vorhanden ist, wird diese auch dorthin verschoben.

Als nächstes muss eine neue .htaccess-Datei in /public_html angelegt werden. Diese öffnet man mit einem Editor und fügt folgende Zeilen ein:

RewriteEngine on
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^testdomain.de$ [OR]
RewriteCond %{HTTP_HOST} ^www.testdomain.de$
RewriteCond %{REQUEST_URI} !^/testdomain.de
RewriteRule ^(.*)$ testdomain.de/$1 [L]

testdomain.de ist durch den eigentlichen Domain-Namen zu ersetzen.

Nachdem die Datei gespeichert wurde, kann man die Domain bereits im Browser aufrufen. Die Seite sollte korrekt angezeigt werden.

Der nächste Schritt hängt von der verwendeten Software ab. In diesem Beispiel wird die Vorgehensweise für Joomla! 3 und WordPress erläutert.

Meistens werden die URLs auf einer Seite relativ zum Speicherort generiert. Nach unserer Änderung würden Unterseiten also nach folgendem Schema in der Browser-Adresszeile angezeigt werden:

http://testdomain.de/testdomain.de/index.php

Um das zu korrigieren, muss in der Joomla!-Konfiguration die Basis-URL absolut festgelegt werden. Dazu wird folgende Zeile in der configuration.php bearbeitet:

public $live_site = 'http://www.testdomain.de/';

Unter Umständen muss für die Datei configuration.php vorab Schreibrecht gewährt werden.

Wenn in Joomla! URL Rewriting aktiviert wurde, muss noch in der .htaccess-Datei im Unterordner der Domain folgende Zeile bearbeitet werden:

RewriteBase /testdomain.de

Die Raute am Zeilenanfang muss unbedingt entfernt werden.

WordPress lässt sich analog in der Konfigurationsdatei wp-config.php anpassen:

define('WP_HOME','http://testdomain.de');
define('WP_SITEURL','http://testdomain.de');

Die Änderungen sind damit nach außen komplett transparent. Die Seite ist wie gewohnt unter der Domain erreichbar. Die neue Ordnerstruktur ist deutlich übersichtlicher:

  • /
    • public_html/
      • testdomain.de/
        • admin/
        • config/
        • data/
        • themes/
        • index.php
      • testdomain2.de/
        • admin/
        • config/
        • data/
        • themes/
        • index.php
      • .htaccess

Das ist nur eine der vielen Möglichkeiten, die Rewrite Rules bieten. Wer mehr über dieses komplexe Thema erfahren möchte, wird unter anderem hier fündig.

Posted by: Tino | Tagged as: , 6 Comments
15Jul/130

Ein weiterer glücklicher Gewinner…

Running Linux

 

 

Posted by: Katharina | Tagged as: , , No Comments
8Jul/130

10 Jahre Contabo in Bildern – Teil 2

Im ersten Teil unseres Überblicks zum Werdegang von Contabo haben wir euch bereits einiges zu den ersten Jahren nach der Unternehmensgründung gezeigt.

Nun geht es im Jahr 2006 weiter! Werft zur besseren Orientierung ruhig nochmal einen Blick auf die Zeitschiene:

 

Chronologie-Contabo

Denn im März 2006 haben wir unser erstes Büro in München eröffnet. Gleich am Isartor, in der Morassistraße, haben wir in einer weiteren Nachtaktion zahlreiche Tische, Stühle und PCs zusammengebaut und in Betrieb genommen, die wir zuvor in den Filialen einschlägig bekannter Möbelhäuser erworben und in die City transportiert hatten.
Das erste Giga-Hosting / Contabo Büro befand sich in einem mit Büros und Wohnungen gemischten Gebäude. Und so war es denn auch nicht verwunderlich, dass bei der lautstarken Möbelmontage durch uns irgendwann ein (zurecht) entrüsteter Nachbar vor der Tür stand und uns unmissverständlich klar machte, dass das dauerhafte Hämmern, Bohren und Schrauben um 3:00 Uhr nachts seinem Schönheitsschlaf nicht zuträglich wäre.
Die Endmontage musste also am nächsten Morgen weitergehen und dank einer (angebrachten) Entschuldigung nebst einer guten Flasche Rotwein war auch der Hausfrieden mit unserem Nachbarn schnell wieder hergestellt.

Entsprechend unserer damaligen Unternehmensgröße war das erste Contabo-Büro noch klein und beschaulich. Nichtsdestotrotz fehlte es an nichts. So wurde von Anfang an ein "Coke"-Kühlschrank der Marke Bosch im 50er-Jahre-Style bestellt, für uns lackiert und für Erfrischungen im Büro aufgestellt (siehe Foto sogleich). Der Kaufpreis betrug 700 € nebst Speditionskosten. Er verrichtet auch heute noch anstandslos seine Dienste im (neuen) Contabo-Büro und sorgt für kühle Getränke.

Impressionen unseres ersten Büros 2006:

office1_smalloffice1coke_small

office1couch_small

Leider war dieser Standort mit seiner zentralen Lage in der Innenstadt - die Mittagspausen waren von Pizza Hut, Mc Donalds, Dönerbuden und Co reich gesegnet - nur von kurzer Dauer.
Denn die bereits seit 2006 andauernde Zusammenarbeit mit dem Carrier Tiscali am Serverstandort Frankfurt ermöglichte es uns, ein kleines Rechenzentrum, direkt in München, exklusiv für unsere Server zu nutzen, das von Tiscali betrieben wurde.
Tiscali selbst zog sich in dieser Zeit bereits mit seinem gesamten Geschäft aus Deutschland zurück. War man um die Jahrtausendwende herum noch einer der größten Internetprovider in Deutschland, so schienen die Geschäfte im Jahr 2007 für Tiscali nicht mehr ertragreich genug zu sein. Wer sich für weitere Details zum italienischen Internetprovider interessiert, wird u.a. auf Wikipedia fündig.

Jedenfalls ergriffen wir die Gunst der Stunde und wurden exklusiver Nutzer des ehemaligen Tiscali-Rechenzentrums in München, so dass sich unsere Kundenserver im Jahr 2007 auf die beiden Standorte Frankfurt und München aufteilten. Um permanent bei unseren Servern sein und im Falle von Störungen oder Kundenaufträgen sofort eingreifen zu können, zogen wir gleichzeitig auch unser Büro innerhalb Münchens in die ehemaligen Tiscali-Büro-Räume (die mit mehreren tausend Quadratmetern für uns freilich etwas groß, gleichwohl nicht unpraktisch waren) um. Überdies war die Inbetriebnahme dieses exklusiven Rechenzentrumsstandortes in München der Startschuss für unsere Colocation- / Housing-Produktpalette. Neben den Servern, die in unserem Eigentum stehen, können unsere Kunden seitdem also auch eigenes EDV-Equipment in unser Rechenzentrum unterstellen und von den Vorteilen einer Highspeed-Internetanbindung, eines exzellenten internationalen Routings, einer redundanten Klimatisierung und Stromversorgung etc. profitieren. Schnell wuchs auch die Serverflotte am Standort München auf mehrere hundert Server an.

Impressionen des Giga-Hosting / Contabo Rechenzentrums 2007 in München:

monitor_small

usv_small

klima_small

racks_small

Die auf den obigen Fotos gezeigten Rittal-Racks wurden übrigens später von Tiscali übernommen und sind heute in unserem (neuen) Rechenzentrum nach wie vor in Verwendung.

Impressionen des zweiten Giga-Hosting / Contabo Büros bei Tiscali:

office2tische_small

office2_small

office2tuer_small

Dieses Gebäude, in dem sich sowohl die Büro- als auch die Rechenzentrumsräume befanden, wurde von uns erst wieder zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme unseres neuen, derzeitigen Rechenzentrumsstandortes in München-Giesing im Jahr 2009 verlassen.

In Frankfurt am Main hingegen tat sich noch vor dem Serverumzug nach München etwas... dies und die restlichen Impressionen zu unserem 10-jährigen Werdegang findet ihr zeitnah im dritten und letzten Teil dieser Reihe. Natürlich nur hier, im Contabo Unternehmensblog. Stay tuned 😉

Posted by: Michael | Tagged as: , No Comments
2Jul/131

10 Jahre Contabo in Bildern – Teil 1

Kürzlich hat euch Katharina bereits mit ihrem Blogbeitrag "Was bisher geschah" einen Überblick über den Werdegang unseres Unternehmens gegeben.

Anhand der darin von ihr aufgezeigten Stationen unserer 10-jährigen Entwicklung veröffentlichen wir heute und in der nächsten Zeit diverses Bild-, Foto- und Textmaterial, das im Laufe eines Jahrzehnts entstanden und in die große Akte "Contabo" gewandert ist.

Schauen wir uns also nochmal den von Katharina dargestellten Werdegang an...

Chronologie-Contabo

... und starten wir (fast) ganz vorne, nämlich bei der Inbetriebnahme unserer ersten eigenen Rackserver an unserem ebenfalls ersten Rechenzentrumsstandort in "Mainhattan", Franfurt am Main.

Wir schreiben das Jahr 2004, das Lebensalter von Contabo zählte man damals besser noch in Monaten als in Jahren.

Die ersten Maschinen gingen zu dieser Zeit - genau genommen - noch im für viele sicherlich nicht unbekannten "Redbus Interhouse" in der Lyoner Straße 28 online. Gestartet wurde mit gerade einmal 10 (oder waren es 15?) Höheneinheiten im 19-Zoll-Rack, doch von Beginn an wuchs unser Unternehmen schnell - und damit die Serveranzahl im Rechenzentrum. Dies erfreute auch den IT-Dienstleister, den wir vor Ort mit der Betreuung der Hardware beauftragt hatten und mit dem wir bis zu unserem Abschied aus Frankfurt am Main, 4 Jahre später, kontinuierlich zusammenarbeiteten. Innerhalb von wenigen Monaten wurden aus 10 Servern 100 und das Wachstum ebbte  nie wieder ab. Sicherlich war nicht nur, aber auch diese positive Entwicklung dafür verantwortlich, dass schon kurze Zeit, nachdem die "Giga-Hosting"-Server im Redbus Interhouse angekommen waren, unser langjähriger IT-Dienstleister vor Ort einen neuen, eigenen Rechenzentrumsstandort errichtete; und dies erstaunlicherweise in der gleichen Straße in Frankfurt, nur ein paar Häuser weiter:  Im Bürokomplex "Atricom" in der Lyoner Straße 15 gingen seit dem Jahr 2004 / 2005 all unsere Internetserver online. Giga-Hosting / Contabo war in dieser Zeit stets mit der höchsten Serveranzahl im Rechenzentrum vertreten. Heute - fast ein Jahrzehnt später - ist kein Geringerer als der Tier1-Carrier und Global Player Cogent mit seinem Deutschland-Sitz in jenen Räumen zu finden.

Impressionen aus Frankfurt am Main, entstanden in unserer Serverzeit dort zwischen 2004 und 2008:

rackserver_small

rack_small

server2_small

server_small

rz_small

cam_small

Schon zu jener Zeit wählten wir die Einzelteile unserer Server und sonstigen Infrastruktur (Switches, Router etc.) selbstständig aus und bauten sie nach unseren Vorstellungen zu fertigen Serversystemen zusammen. Dies geschah in tagelangen "Serverbau-Sessions", die teilweise bis spät in die Nacht hinein andauerten. Am jeweils nächsten Tag wurden die verpackten Geräte stets direkt nach Frankfurt am Main transportiert.

Das nachfolgende Bild mit von uns neu gebauten und sodann für den Abtransport aus München fertig verpackten Geräten ist laut Dateieigenschaften im Oktober 2005 um 2:06 Uhr nachts entstanden:
Picture006_small

Oftmals war auch das Münchner Giga-Hosting Team zur Unterstützung der Techniker in Frankfurt vor Ort. Regelmäßig quartierte man sich im "Motel 1" (sehr zu empfehlen) zwischen Flughafen und Rechenzentrum ein. Die Zeitpläne zwischen Hinfahrt- (oder Flug), Arbeit und Rückfahrt- (oder Flug) waren stets so straff kalkuliert, dass unser Team allenfalls durch einen Blick aus dem Hotelfenster die Frankfurter Wolkenkratzer-Skyline erahnen konnte. Statt mit imposanten Bildern aus der Innenstadt, begnügte man sich zwangsläufig mit Fotos des eigenen Hotelzimmers und der Umgebung:

motel_small motel2_small

Während der Ausbau von Hardware und Infrastruktur vorangetrieben wurde, kümmerten wir uns natürlich auch um das für unsere Kunden greifbare: Unsere Angebotspalette.
Bereits zu Beginn unserer Unternehmensplanung setzten wir zusammen drei Grundregeln fest, die unsere Kunden in den Mittelpunkt stellen und bis heute konsequente und kompromisslose Anwendung finden:

  1. Discounter-Preise
  2. Sofort-Service
  3. Der Kunde ist König

Getreu dieser Grundsätze handelten wir und verbesserten ständig unsere Produktpalette: Webspace, Server, Upgrades, Colocation, Domains - all das wurde kontinuierlich von uns auf den Prüfstand gestellt, nicht selten halbierten wir die Preise mehr als einmal im Jahr, um die Konkurrenz zu unterbieten - bei nichtsdestrotz besserem Service und einem perfekten Gesamtprodukt. Dieses Konzept hat sich bis heute bewährt, denn wir wachsen immer schneller.

Ein paar Impressionen der Marketing-Aktionen & Angebote seiner Zeit auf unserer Homepage:

stopgo

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Zum letzten Werbemotiv dürfen wir sozusagen "ex nunc" ergänzen: Mittlerweile können unsere Kunden bei allen Servern / VPS die Vertragslaufzeit vollkommen frei wählen. 🙂

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Im März 2006 haben wir unser erstes Büro in München, gleich am Isartor, für den Kundenservice eröffnet. Seither ist unser Team kontinuierlich gewachsen.

Erfahrt mehr hierzu und erfreut euch an weiterem, noch nie da gewesenem Bildmaterial.

Hier, in unserem Blog: To be continued... stay tuned!